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Dann doch lieber ein wenig Ausgleichssport am Morgen

Ein flotter junger Mann mit gestähltem Oberkörper baut zunächst die Lautsprecheranlage und dann sich selbst vor der Poollandschaft auf. Selbstironisch lächelnd gibt er Trillerpfeifenkommandos für die über(ge)wiegend weibliche Gymnastikwelle, die nicht nur stimmungsmäßig den Pool entlang schwappt. Wir flüchten lachend zum Minigolf. Die Ausrüstung ist kostenlos, die Anlage liegt größtenteils im Schatten und hier zeigt unser angehender Bernhard Langer, was er kann. Baby Marla gibt anfeuernde Gluckser von sich, die vom Wind heranwehenden fein zerstäubten Tröpfchen der Strandduschen locken die schwitzenden Sieger ans Wasser. Nach einem Lunch im Beach Club nutzen wir die Kajaks und Surfbretter, die ebenfalls im Arrangement enthalten sind. Schließlich gilt es die rote Boje zu erobern. Gar nicht so leicht im offenen Atlantik. An der Playa Dorada ist der Wassersport eher auf die Oberfläche beschränkt, denn die Lage innerhalb einer Bucht und die Strömungen verhindern eine klare Sicht. Schnorcheln in vom Sand aufgewühltem Meer fördert außer Frust eigentlich nichts zu Tage. Dafür gibt es hier wirklich kilometerlanges Bauland – für ambitionierte Sandburgenkünstler! Die Liegen im Schatten unter Palmenwedeln und verschlungenen Bäumen sind praktisch, die morgens schon einsetzenden Handtuchreservierungen allerdings eher befremdlich.

Dominikanische Republik - Playa Dorada
Strand von Playa Dorada

Babys heiler Dickschädel und angeknackste Zehen

Die wahren Könner auf den Surfbrettern, die die Welt bedeuten, suchen ihren Kick eher im lässigen Cabarete, wo die neuesten Techniken und wildesten Sprünge bei einem stetig pustenden Wind erprobt werden. Im Krankenhaus von Puerto Plata treffen wir Francois, der einen Tag vor der Abreise nach Lyon noch eben sein Bein beim Kite-Surfen gebrochen hat. Dr. Ravelo, multilingual und überaus kompetent, schient diesen genau so schnell und freundlich, wie er unserem aus dem Bett gehüpften Baby einen heilen Dickschädel attestiert. Zwischen Touristen mit angeknacksten Zehen, ausgekugelten Knien, allergischen Insektenstichen und akutem Sonnenstich bewegt er sich effizient und spricht jovial jeden in seiner Landessprache an. Francois grinst mir zu und sagt in leicht akzentuiertem Englisch: „Ich war als Kiter ja schon oft in den Krankenhäusern dieser Welt, aber Puerto Plata gehört wirklich zu den guten.“ Ich empfehle Melbourne in Australien, wo ich gute Erfahrungen gemacht habe. Er sinniert daraufhin, dass seine letzte Krankenakte eine japanische war und ebenfalls erfolgreich geschlossen werden konnte. Ach ja, wie herrlich, in Urlaubserinnerungen zu schwelgen… Auch auf diesem Gebiet war Omas Sorge also unberechtigt. Mit etwas kühlendem Gel auf der Beule verlassen wir die Klinik Richtung Hotel und Strand, um noch ein paar Tage unbeschwerte karibische Träume zu genießen. Mit Pampers zwar, aber eben auch mit Pina Colada!

Dominikanische Republik - Sonnenaufgang



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