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Bad Wörishofen

Die Kneipp-Stadt Bad Wörishofen im Unterallgäu

Wo die Wellness-Welle ihren Anfang nahm

Text: Doris Burchard
Fotos: Kurdirektion Bad Wörishofen


Es ist fünf Uhr morgens. Ich erfasse mit einem halben Auge, dass jemand neben meinem Bett steht. Aha, mein Heublumenkissen, meldet mein müdes Gehirn. Sanft werde ich etwas angehoben, das Kissen wird unter meinen Rücken geschoben. Au, ist das heiß, meldet der. Doch der Schlaf übermannt mich und eine Stunde später wird, ohne dass ich etwas bemerke, das Kissen wieder entfernt. Ich erwache ausgeruht und erfrischt. Alternativen zum Heublumenkissen wären eine kalte Ganzkörperabreibung oder ein ebensolcher Wickel gewesen, nur etwas für ganz Abgehärtete (die davon schwärmen!), doch zu denen zähle ich mich nicht.

Bad Wörishofen / Kurhaus
Am Kurhaus

Mit diesen Anwendungen kann ein Tag in Bad Wörishofen im Unterallgäu beginnen, muss aber nicht. Schließlich ist man ja freiwillig hier, will etwas für seine Gesundheit, sein Wohlbefinden, oder auf gut neudeutsch, seine Wellness tun.

Bad Wörishofen / Rosarium
Rosarium

Kneippen nennt man es, und Bad Wörishofen ist ohne Zweifel die Keimzelle der Wellness-Bewegung. Hier nahm alles, was wir heute darunter verstehen, seinen Anfang. Der Urheber ist ein Geistlicher, Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 - 1897): Seine "Fünf Elemente der Gesundheit" sind damals wie heute die Stützpfeiler der Kneipp-Therapie - und nun die Grundlagen der Wellness-Bewegung.

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