Reisemagazin schwarzaufweiss

Reiseinformationen zur Südpfalz und Wissembourg

Informationen:

Touristische Informationen
Südliche Weinstrasse e.V.
www.suedlicheweinstrasse.de

Klingenmünster
www.klingenmuenster.de
Klosterführung Kontakt Tel. 06349/5944

Leinsweiler
www.leinsweiler.de/
Slevogthof
www.slevogthof-neukastel.de/museum.html

Bad Bergzabern
www.bad-bergzabern.de

Wissembourg/Weißenburg
www.ot-wissembourg.fr

Buchtipps

Dieter Bührig: Südliche Weinstraße und Pfälzerwald, 66 Lieblingsplätze und 11 Winzer, 192 Seiten, Juni 2012, Paperback, ISBN 978-3-8392-1280-6, Preis 14,90 €
Ob das Kuckucksbähnel oder das Hambacher Schloss, ob das Kakteenland in Steinfeld oder Burg Fleckenstein, ob der Barfußpfad von Ludwigswinkel oder das Bio-Weingut Rummel und der Geilweilerhof, die Südpfalztherme von Bad Bergzabern und … und … und – sie alle stellt uns der Pfalzkenner Dieter Bühring vor. Beim Weinessigdoktor schaute er vorbei und auch die Perle der Deutschen Weinstraße, Neustadt a. d. Weinstraße, besuchte der Autor und weist darauf hin, dass man hier auch die Deutsche Weinkönigin kürt. Die Entdeckung der Langsamkeit ist ebenfalls mit der Stadt Neustadt verbunden, nicht nur im Eisenbahnmuseum mit seinen historischen Fahrzeugen, sondern auch bei der Fahrt mit dem Kuckucksbähnel durchs Elmsteiner Tal – aber nur an fußmüden Tagen, wie der Autor empfiehlt. Von der Sonne kann man sich in Maikammer verwöhnen lassen und in der barocken Bacchusstube einen edlen Tropfen aus der Pfalz genießen. Ist man in Edenkoben, so sollte man auf dem Weingut Kloster Heilsbruck vorbeischauen, das sich am westlichen Ortsausgang befindet. Wie wäre es mit Schwarzriesling Rosé Spätlese. Wein hat auch im Örtchen Rhodt Tradition – und das seit Anno 772, wie man auf einem Ortsschild lesen kann. Dass der Impressionist Max Slevogt in der Pfalz heimisch war, verrät uns Dieter Bühring so nebenbei und weist zudem auf Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben hin – ein Stückchen Bayern in der Pfalz und zugleich ein Ort, an dem man Arbeiten Slevogts sehen kann. Doch immer wieder kehrt der Autor auf Weingütern ein, auch um einen Gewürztraminer vom ältesten Weinberg der Welt zu kosten. Wo sich der befindet? In Edesheim mit dem ortsansässigen Weingut Stefan Oberhofer. Mit dem Weingut Sankt Annaberg entführt der Autor die Leser außerdem zum höchst gelegenen Weingut der Welt. Nicht nur Wein wird uns empfohlen, dort zu trinken, sondern auch einen Haselnussgeist. Na dann, Wohl bekomm's. Wussten Sie, dass Gleisweiler als pfälzisches Nizza gilt? Nein, dann folgen sie dem Autor auf seiner Pfalzerkundung dorthin. Mittelalter pur kann man beim Besuch der Burgruine Neuscharfeneck erleben, eine der vielen Burgen, die man bei einer Reise in die Südpfalz entdecken kann. Wer per Pedalkraft ein Stückchen Pfalz erobern will, der besteigt die Südpfalz-Draisinenbahn. Dass die Pfalz ein Wandereldorado ist, streift der Autor nur in einem Nebensatz. Da er der Meinung ist, es gäbe genug diesbezügliche Wanderführer, verzichtet er vollständig auf detaillierte Wandertouren, auch nicht rund um das Schuhdorf Hauenstein, obgleich man hier den Spuren der Schuhhandwerker folgen kann, die zu Fuß aus den umliegenden Dörfern nach Hauenstein kamen, um sich dort zu verdingen. Wenigstens das Deutsche Schuhmuseum wird erwähnt. Statt in der Pfalz zu bleiben, unternahm der Autor auch Touren nach Speyer und Karlsruhe. Doch warum dorthin und nicht nach Pirmasens und Kaiserslautern? Außerdem ist es schade, dass in dem sachkundig geschriebenen Reisebuch nicht doch der eine oder andere Wandertipp aufgenommen wurde. © fdp

Anne Riebel: Riesling pur oder ein mörderischer Jahrgang, 304 Seiten, Societätsverlag, Frankfurt 2012, ISBN 978-3-7973-1089-7, Preis 12,80 €
Idyllen gibt es nicht, auch nicht an der Südlichen Weinstraße zwischen Grünstadt und Neustadt. Kindesmissbrauch und Kindstötungen kennen keine Grenzen. Auch unter Winzern finden sich menschliche Abgründe, die auch den ortsansässigen Pfarrer betreffen. Erzählt wird im vorliegenden Krimi von den brüchigen und nur oberflächlich intakten Familienbeziehungen in einem dörflichen Umfeld, unter denen ein Junge wie Sven leidet, weil sein Vater ein abwesender Vater ist. Verstörungen erfährt er, als er zwei junge Männer im Schilf beim Sex entdeckt, und wenig später an fast gleicher Stelle der Sohn eines ortsansässigen Winzers leblos entdeckt wird. Das ist nun die Stunde des Kommissars Hubert Hartmann, eines eher griesgrämigen Zeitgenossen, aber mit Sinn für gute pfälzische Küche – im Anhang des Krimis findet der Leser ein Rezept für Kunschthäwwlfläsch, wie Hannah Hartmann es macht, zum Nachkochen.

Dass Homophobie auf dem Lande für Turbulenzen bei der Aufdeckung des Verbrechens sorgt und schließlich der Täter, wie fast zu erwarten, im Umfeld des Opfers zu suchen ist, wirdden Ermittlern spät, sehr spät klar - nicht zuletzt dank der neuen Kollegin namens Eveline El Ayanouni, die einen erkrankten Kollegen Hartmanns ersetzt. Dass auch die beiden Ermittler wechselseitig mit Vorbehalten und Vorurteilen zu kämpfen haben und diese Vorurteilen hier und da auch den Blick auf die guten und die schlechten Menschen im Ort des Verbrechens verstellen, ist eine geschickte Regie der Autorin.

Eveline, die bei den Hartmanns aufgenommen wurde, lernt nicht nur die Pfälzer Mundart kennen, sondern auch die Lebensart der Region, die ihr absolut fremd ist. Sie stößt bei ihren ersten Gehversuchen in der neuen Heimat auch auf den von der Kanzel gegen Homosexuelle wetternden Pastor, der wohl als Kind selbst Missbrauch erlebt hat und seither ein besonders inniges Verhältnis zu Kindern pflegt. Und das macht ihn für die Ermittler gewiss verdächtig. Von einem aufgewiegelten Mob ist in dem bisweilen an ein Dorf-Soziogramm erinnernden Roman zu erfahren: Die vom Pastor angestachelten Dorfbewohner suchen die beiden jungen Schwulen auf – sie scheinen die ersten Tatverdächtigen. Zur Lynchjustiz kommt es nicht. Denn das verhindert Hartmann, im Dorf nur der Hubert genannt. Zwei Touristen geraten außerdem ins Fadenkreuz der Ermittlungen, ehe der Täter - durch Zufall und die Aussagen der Mutter des Täters - ermittelt werden kann. Und der Täter ist, man kann es sich denken, ein Missbrauchsopfer, der dem ermordeten kleinen Julian sehr nahestand. Fazit: ein sehr spannender Krimi mit Lokalkolorit, mit Einblicken in Pfälzer Küche und die nicht mehr heile Welt des Dorflebens. © fdp

Chocolatier:

Leinsweiler
René Rebmann
http://www.trueffelshop.com/

Landau-Mörzheim
Edel&Süß / Weingut Stentz
www.edelundsuess.com

Bad Bergzabern
Confiserie Herzog
www.cafe-herzog.de

Wissembourg
Patisserie – Chocolaterie Daniel Rebert
www.rebert.fr (nur Französisch!!)

Übernachtung:

Hotel Südpfalz-Terrassen
www.suedpfalz-terrassen.de

Essen und Trinken:

Gleiszellen-Gleishorbach
Gasthof Zum Lam
www.zum-lam.de

Anreise mit ÖPNV:

bis Bf. Bad Bergzabern
www.bahn.de
in der Region
www.suedwestbus.de

Radverleih:

Bike Room Gleiszellen-Gleishorbach, Tel/Fax 06343/2907

Tourenhinweise:

Jeder sollte sich vor den Touren unbedingt eine Radkarte der Region im Maßstab 1:50000 zulegen, da das Radeln nach der Beschilderung nicht hinderungsfrei und entspannt möglich ist. Hilfreich ist auch „Die Pfalz – Deutsche Weinstraße Radeln&Wandern“. Zu beziehen ist diese Veröffentlichung über Deutsche Weinstrasse e.V. (www.deutsche-weinstrasse.de). Außerdem kann „Wandern&Einkehren Bad Bergzabener Landweg“, zu beziehen über Tourismusverein Südliche Weinstrasse Bad Bergzabern e.V.“ (http://www.bad-bergzaberner-land.de/), weitere Orientung ermöglichen.
Die beschriebenen Touren werden auch als 3-Tages-Arrangement Schokoladen-Tour vom Südliche Weinstrasse e.V. angeboten.

Der Autor verbrachte zwei Tage auf Einladung vom Südlichen Weinstrasse e.V. in der Region und übernachtete im Hotel Südpfalz Terrassen in Gleiszellen-Gleishorbach.

 

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