Reisemagazin schwarzaufweiss

Tanzende Steine, Besenginster und Bärlauch

Unterwegs auf dem Soonwaldsteig

Text und Fotos: Ferdinand Dupuis-Panther

Unter all den Steigen, die es unterdessen in Deutschland gibt, gehört der Soonwaldsteig zu den jüngeren. Zugleich ist er als Trekking-Strecke ausgelegt, sodass der Anteil sogenannter Forsthighways im Streckenverlauf gering ist. Stattdessen muss man sich über „tanzende Steine“ bewegen, kann im Frühjahr ein Meer an blühenden Maiglöckchen durchwandern und im steten Auf und Ab des Weges ab und an einhalten und den Alltag hinter sich lassen. Wenn die Dämmerung sich über den Soonwald senkt, hört man nur das Rauschen der Bäche und der Wipfel der Buchen, durch die der Wind streicht. Dass wir im Hunsrück unterwegs sind, merken wir nicht nur an den Kammwegen, sondern auch an den aufragenden Quarzitfelsen. Hier und da stoßen wir unterwegs auch auf den Abraum aus dem Schieferabbau, der seit Jahrzehnten eingestellt ist. Machen wir uns also auf von Kirn nach Bingen am Rhein!

Soonwaldsteig - Hier wird Kirner Pils gebraut

Hier wird Kirner Pils gebraut

Wer die Nahe entlang gen Kirn unterwegs ist, wird bemerken, dass bei Martinsstein die Weinstöcke verschwunden sind. So verwundert es auch nicht, dass Kirn eine Brauerei besitzt und eben keine Weinkellerei. Kirner Pils ist in der Region ebenso bekannt wie alkoholfreies Kirner Weizenbier und das bernsteinfarbene Kirner 1798. Kurz ist unser Aufenthalt in dem Nahestädtchen, sodass wir nur im Vorbeigehen einen Blick auf den Markplatz mit dem am Ende des 16. Jahrhundert erbauten Hauses Lagrange und auf die hufeisenförmig angelegte, 1770 erbaute Kellerei und die Kirner Brauerei werfen.

Schwarzdorn, Elsbeere und Roteichen

Soonwaldsteig - Ein Blick auf die Kirner Dolomiten

Ein Blick auf die Kirner Dolomiten

Vor uns sehen wir die sogenannten Kirner Dolomiten, eindrucksvolle Felsformationen oberhalb der Stadt. Am Parkhotel vorbei geht es nach Kallenfels mit seinen drei Burgruinen, die nur noch erahnen lassen, wie trutzig sie einst waren. Es handelt sich um die Burg Stock im Hane, die Burg Stein und die Burg Kallenfels. Bereits im 16. Jahrhundert hatte der Verfall der Burgen eingesetzt, da den damaligen Herren nicht die notwendigen Einnahmen für den Burgunterhalt bereit standen. Nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg im späten 17. Jahrhundert dienten die Festungen als Steinbrüche. Bedauerlicherweise stehen heute keine Mittel zur Verfügung, um diese markanten mittelalterlichen Burgen zu sichern. Der Verfall wird sich also fortsetzen.

Soonwaldsteig - Blick auf die Burgruinen von Kallenfels

Blick auf die Burgruinen von Kallenfels

Wer gen Süden schaut, der wird auf einem Felsvorsprung eine weitere Burg ausmachen: die Kyrburg, das Wahrzeichen von Kirn. Wer sie besteigt, hat einen beeindruckenden Ausblick auf den Hunsrück, das Hahnenbachtal – in dem wir noch unterwegs sein werden – und das Nahetal. Beinahe zum Greifen nahe ist das vor uns liegende Schloss Wartenstein, unser nächstes Etappenziel. Doch ehe wir die Schlossanlage erreichen, müssen wir noch in einer großen Schleife einen Talschnitt umgehen. Hier und da gibt es Gelegenheit, einen Blick auf die blühende Natur links und rechts des Weges zu werfen, ob es sich nun um gelb blühenden Besenginster oder weiß blühenden Weißdorn handelt. Teilweise folgen wir einem Naturlehrpfad, auf dem wir erfahren, dass der Hunsrück und der Soonwald geologisch betrachtet aus Taunusquarzitgestein bestehen, dessen Färbung ebenso weiß wie rötlich sein kann. Entlang des Weges gedeihen sperrig verzweigter Schwarzdorn und weiß blühende Elsbeeren. Nur im Herbst legt die Roteiche ihr rötliches Laubkleid an. Felsigen Untergrund bevorzugt der Tüpfelfarn, an dessen Standorten wir vorbeilaufen.

Hier geht Reynaud von Wartenstein um

Soonwaldsteig - Reste der ehemaligen Burganlage auf dem Gelände von Schloss Wartenstein

Reste der ehemaligen Burganlage auf dem Gelände von Schloss Wartenstein

Erzählt wird, dass der gestrenge Amtmann Renaud, der seine Untertanen auf jede nur denkbare Weise unterdrückt hat, keine ewige Ruhe findet, sodass er nachts mit dem Kopf in seiner Hand auf Schloss Wartenstein herumgeistert – eine schöne Geschichte. Uns jedoch interessiert die verbürgte Geschichte: Nur noch wenig erinnert an die Burg aus dem 14.Jahrhundert, als diese unter der Lehnshoheit des Bischofs von Trier stand. Der heutige repräsentative Bau mit Pavillon und Eingangstor sowie Kavaliershaus stammt aus dem 18.Jahrhundert. Damals veranlasste Lothar Friedrich von Warsberg als Eigentümer die Umgestaltung der mittelalterlichen Burganlage. In den Wirren der Geschichte blieb das Schloss völlig unangetastet. Doch mit dem Auszug des letzten Bewohners, Karl Rudolf von Pidoll, drohte der fortschreitende Verfall. Erst 1994 konnte mit der Übernahme durch die Verbandsgemeinde Kirn-Land dieser Prozess gestoppt werden. Heute sind in den verschiedenen Gebäuden des Schlosses interessante Ausstellungen zu sehen: Was es mit den Lohwäldern des Lützelsoon („des kleinen Soon“) auf sich hat und welche Rolle das Schälen von Eichenrinde für die Lederverarbeitung spielt, erfährt der Besucher in einer kleinen Schau in der ehemaligen Scheune. Hier begegnet man den Lohmachern Karl Otto Körper, Artur Müller und Hermann Hey, die ihr Handwerk und das Kloppen mit dem Lohhammer noch beherrschen. Im Pavillon, erbaut 1732, wird an den letzten Bewohner des Schlosses erinnert. Die Flora und Fauna des Niederwalds sowie die Erdgeschichte sind weitere Themen, die auf Schloss Wartenstein ansprechend präsentiert werden.

Soonwaldsteig - In der Scheune von Schloss Wartenstein erfährt man alles über das Lohmachen

In der Scheune von Schloss Wartenstein erfährt man alles über das Lohmachen

Schieferabbau und keltische Höhensiedlung

Ein wenig drängt die Zeit, wollen wir doch heute noch bis zur Schmidtburg und von der Sage vom Katzentrunk hören. Auf Hangwegen mit dichtem Baumstand setzen wir unsere Tour zunächst fort. Doch auch Passagen in offener Landschaft entlang des Hahnenbachs erleben wir. Reste von Schienensträngen auf dem Weg erinnern an den einst florierenden Abbau von Schiefer, der mit Loren abtransportiert wurde. Um diese Bahnstrecke anzulegen, wurden teilweise Tunnel in den Fels geschlagen, die wir wie die Bahntrassen für unsere Wanderung nutzen können.

Soonwaldsteig - Einst fuhren hier Loren mit Schiefer durch den Felsentunnel

Einst fuhren hier Loren mit Schiefer durch den Felsentunnel

Die Schinderhannestränke unweit der keltischen Altburg und der Schiefergrube Herrenberg erinnert daran, dass der Schinderhannes mit seinen Mannen einst den Hunsrück unsicher machte und sich zeitweilig in der Schmidtburg niedergelassen hatte.

Soonwaldsteig - Hier soll der Schinderhannes seine Pferde getränkt haben

Hier soll der Schinderhannes seine Pferde getränkt haben

Wir kreuzen an der Tränke zwei weitere Fernwanderwege, den Keltenweg und den Sirona-Weg, die uns die römisch-keltische Geschichte des Hunsrücks nahe bringen. Doch ehe wir die Altburg, eine Keltenburg aufsuchen, machen wir Halt im Schiefer-Besucherbergwerk Herrenberg auf der Gemarkung des Ortes Bundenbach. Der Abraumhang vor dem Eingang des Bergwerks ist augenfällig. Ausgerüstet mit einem Schutzhelm geht es hinein in die Unterwelt, in der seit 1964 der Abbau ruht. Zu jenem Zeitpunkt war der hochwertige Schiefer bereits aus der Grube gebracht worden. Viel war es eh nicht, da beim Abbau von Schiefer 80% Abraum und 20% Schiefer anfallen.

Soonwaldsteig - Im Besucherbergwerk Herrenberg erfährt man mehr über den Schieferabbau

Im Besucherbergwerk Herrenberg erfährt man mehr über den Schieferabbau

Welche technische Entwicklung der Abbau nahm, wird in szenischen Inszenierungen gezeigt. Aber auch mit dem Presslufthammer war man nicht erfolgreich, so erfahren wir, sodass man wegen der minderwertigen Qualität des abzubauenden Schiefers die Grube aufgab. Zuvor hatten die Kumpel unter Tage bis zu zwölf Stunden geschuftet, um Terrasse für Terrasse den graublauen Schiefer zu gewinnen. Dass man dabei auch Fossilien entdeckte, bezeugen die 120 Funde im kleinen Museum nebenan. Nur eine kurze Wegstrecke muss man zurücklegen, um zur Keltensiedlung Altburg zu gelangen, die von einem Palisadenzaun umgeben ist. Bei den vorfindbaren Bauten handelt es sich um Rekonstruktionen an der Stelle, an der zwischen 170 und 50 vor unserer Zeitrechnung eine späteisenzeitliche Höhenburg lag. Einige Keramikfunde sind in einem der ebenerdigen Wohnhäuser ausgestellt.

Soonwaldsteig - Die rekonstruierte Altburg ist eine ehemalige keltische Höhenburgsiedlung

Die rekonstruierte Altburg ist eine ehemalige keltische Höhenburgsiedlung

Der erste Tag ist mit einem intensiven Besichtigungsprogramm wie im Fluge vergangen, doch vor Einbruch der Dunkelheit wollen wir noch die Schmidtburg erreichen, wo wir unser Nachtquartier beziehen.

Die Sage vom Katzentrunk

Wer auf dem Steig am Tagesende zeltet oder in Kothen nächtigt, der hat mit der Schmidtburg sein Etappenziel erreicht: Hoch über dem Hahnenbachtal erstreckt sich auf einem lang gezogenen Felssporn die Burganlage, die aus Ober- und Unterburg besteht. Diese Burg war der Stammsitz der sogenannten Wildgrafen. Erst als 1324 der damalige Trierer Bischof Eigentümer wurde, begann der Ausbau der Feste. Die Burg – sie dehnt sich über 230 Meter aus - diente als strategisch wichtiger Stützpunkt und als Sitz des kurtrierischen Amtes. Eng verbunden mit der Burg ist die Sage vom Katzentrunk. Sie behandelt die Fehde der Herren der Schmidtburg und der Burg Dhaun. In die Geschichte ist diese Auseinandersetzung als Dhauner Fehde von 1337 eingegangen: Zechende Ritter sind ein beliebter Sagenstoff. Doch diesmal sollte ein Zechgelage nicht fröhlich und friedlich enden, sondern in Fehde und Feldzüge münden. Beteiligt daran waren der kinderlose Wildgraf Heinrich von Schmidtburg und dessen Vetter, der Wildgraf von Kirburg und Dhaun. Beide lagen wegen der Schmidtburg über Kreuz, meinten sie doch bei der letzten Erbteilung sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen.

Doch wie es das Schicksal wollte, mussten beide wegen vertraglicher Angelegenheiten auf der Burg Dhaun zusammenkommen. Zugegen war der Adel der Gegend. Nach der Abwicklung der Geschäfte widmete sich die Gesellschaft ganz und gar der Tafelrunde, und der heimische Wein floss in Strömen. Im Verlauf des Gelages übermannte Wildgraf Heinrich die Müdigkeit und er zog seine schweren Reitstiefel aus, bevor er sich auf das Ruhebett warf. Sein Vetter hatte auf diesen Moment gewartet. Friedrich ließ eine Katze herbeischaffen und steckte sie in einen der Stiefel des Schlafenden. Als dies erledigt war, veranstalteten die Zechbrüder einen Höllenlärm, um Heinrich aufzuwecken. Der zog flugs den ersten Stiefel an, dann den anderen, in dem die Katze steckte. Ein klägliches Miau ertönte aus diesem Stiefel. Entsetzt zog Heinrich seinen Fuß zurück und schaute in die lachenden Gesichter der Umstehenden. Heinrich war ob des Streichs so außer sich, dass er die Burg Dhaun wutentbrannt verließ und noch in der gleichen Nacht die Schmidtburg dem damaligen Trierer Bischof übertrug.

Soonwaldsteig - Über 200 Meter lang ist die Schmidtburg, die aus Ober- und Unterburg besteht

Über 200 Meter lang ist die Schmidtburg, die aus Ober- und Unterburg besteht

Wassererlebnispfad im Hahnenbachtal

Nach einem frühen Frühstück geht es auf die zweite Etappe, die zunächst durch das liebliche Hahnenbachtal führt. Der dort ausgewiesene Wassererlebnispfad lädt dazu ein, an der einen oder anderen Station haltzumachen, ob am Hörrohr zum Belauschen der Natur oder am Ort der ehemaligen Achatschleife Götzenau. Dass noch ein Marsch über „tanzende Steine“ und an Bruchsteinhalden vorbei zu absolvieren ist, muss man wissen, damit man nicht zu viel Zeit im Hahnenbachtal verbringt. Auch der stete Aufstieg auf den Koppenstein will noch am gleichen Tag gemeistert werden. Darauf zu hoffen, eine Wildkatze zu sehen oder gar einen Luchs, die beide im Soonwald vorkommen, sollte man nicht, sodass man getrost mit zügigem Schritt weiterwandern kann. Zuvor allerdings gilt unsere Aufmerksamkeit einem Pflänzchen das momentan besonders in ist: Bärlauch, dessen zerriebene Blätter einen spezifischen, Knoblauch nicht unähnlichen Duft verbreiten.

Soonwaldsteig - Dies ist ein hippes Pflänzchen: Bärlauch

Dies ist ein hippes Pflänzchen: Bärlauch

Warum es auf den Höhen so windig ist

Nächstes Highlight auf der Tour ist der Teufelsfels, ein aus dem Schiefer herausgewitterter Quarzitblock. Weitgehend auf einem Höhenrücken laufend, gelangt man als Nächstes zum Blickenstein, gleichfalls ein kantiger und zackiger Quarzitblock. Beide Felsen waren der Sage nach Sitz von zwei Teufeln, die miteinander verfeindet waren. Sie bewarfen sich gegenseitig mit Steinen, die sie aus dem Fels brachen. Doch trafen sie einander nicht. Stattdessen sind sie – so die Sage – für die Halden aus „tanzenden Steinen“ verantwortlich, über die der Wanderweg führt. Auch für den steten Wind auf den Höhen des Hunsrücks und des Soonwaldes macht man sie verantwortlich. Nachdem das Steinigen des jeweiligen Gegners nicht erfolgreich war, versuchten sie sich vom Teufelsfels bzw. Blickenstein zu pusten. Dem Riesen vom Teufelsfels gelang es nach mehreren Versuchen, den Blickensteiner in die Tiefe zu pusten. Seither geistert ein weißer Riese über die Höhenrücken und pustet und pustet.

Soonwaldsteig - Der Teufelsfels, ein zackiger Quarzitblock am Soonwaldsteig

Der Teufelsfels, ein zackiger Quarzitblock am Soonwaldsteig

Wer bisher angenommen hat, er habe schon alle Herausforderungen des Soonwaldsteigs hinter sich gelassen, der irrt. Sobald der Simmerbach überquert ist, muss man in den Trott einer Bergziege verfallen, um die Höhe des Koppensteins zu bewältigen. Eher gebeugt geht man Schritt für Schritt die stete Steigung hinauf und erblickt dabei „Felder“ von Maiglöckchen, deren Blätter denen des Bärlauchs zum Verwechseln ähnlich sehen. Sobald man die schmalen in weiten Schleifen und manchmal recht steil ansteigenden Pfade verlassen hat, bewegt man sich auf einem breiten Hangweg, an dem ein riesiges Douglasienpaar steht. Unweit davon, muss man nochmals den Hang hinauf und in einer Verschwenkung zum Koppenstein laufen. Auf einer Höhe von 550 Metern stand einst eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Burganlage, die von einem breiten Graben umgeben war. Heute ist es der balancierende Fels, dem unser Augenmerk gilt.

Soonwaldsteig - Vom Aussichtsturm am Teufelsfels hat man eine gute Sicht über den Hunsrück

Vom Aussichtsturm am Teufelsfels hat man eine gute Sicht über den Hunsrück

Zum Schluss der Rheinburgenweg

Doch mit dem Erklimmen des Koppensteins sind wir noch längst nicht am Ziel. Wir müssen noch von der Koppensteiner Höhe zum Wanderparkplatz Ellerspring hinabsteigen, um Quartier machen zu können. Unweit von hier erhebt sich mit 657 Meter die höchste Kuppe des Soonwaldes. Das Gräfenbachtal und der Schwappelbruch sind reizvolle Wiesen- und Feuchtgebiete auf unserem Weg am nächsten Tag. Doch auch auf dieser Etappe kommen wir nicht ohne einen „Gipfel“ aus: Der Schanzerkopf und seine 643 Höhenmeter fordern uns. Die nächste „Klippe“, die zu umschiffen ist, ist Hochsteinchen, wo man einen Aussichtsturm besteigen kann, um den Blick über die Höhenzüge des Soonwalds schweifen zu lassen. Anschließend wird das Guldenbachtal, das dritte Soonwald-Durchbruchstal, erreicht. Ehe wir am Rhein angelangt sind und auf den Rheinburgenweg einbiegen, liegen nochmals 18 Kilometer vor uns. Man muss also eine gewisse Ausdauer mitbringen, um durch den Soonwald zu wandern.

Wo Soonwaldsteig und Rheinburgenweg sich vereinen

Soonwaldsteig - Blick auf die Burg Rheinstein, die am Rheinburgenweg nach Bingen liegt

Blick auf die Burg Rheinstein, die am Rheinburgenweg nach Bingen liegt

Zwischen Trechtinghausen und Bingen sind wir in einem Teil des UNESCO-Weltkulturerbes oberes Mittelrheintal unterwegs: Auf einem steil aufragenden Felsvorsprung über dem Rhein steht die Burg Rheinstein, die eine der ersten Reichsfesten war. Den Dreißigjährigen Krieg und den nachfolgenden Pfälzischen Erbfolgekrieg überstand die Burg ohne weitere Schäden, da sie zu dieser Zeit bereits militärisch uninteressant war. Nach dem Kauf durch Prinz Friedrich Wilhelm Ludwig von Preußen begann der Wiederaufbau. Außerdem erfolgte die Umbenennung von Burg Vogtsberg zu Burg Rheinstein, die seit Jahrzehnten in Privatbesitz ist. Schaut man vom Weg hinab auf den Rhein, so kann man den gelben Inselturm, den Mäuseturm, ausmachen. Sein heutiges neogotisches Aussehen ist König Friedrich Wilhelm IV. zu verdanken, der eine entsprechende Umgestaltung des Turms veranlasste. Wer von Burgen noch nicht genug hat, der kann Burg Klopp aufsuchen, die auf Binger Stadtgebiet liegt. Auch diese Burg ist in ihrem heutigen Erscheinungsbild ein Kind des 19.Jahrhunderts. Mit dieser kleinen „Burgenkunde“ beenden wir die durchaus anstrengende und herausfordernde Wanderung über die Kämme und durch die Täler des Soonwaldes.

 

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