
Text und Fotos: Simone
Hantsch

Die Brunnennixe "Radonia", im Hintergrund
das Kurmittelhaus
Das Wasser im ACTINON Gesundheitsbad hat angenehme 33 Grad, überall gurgelt und wirbelt es. Ich mische mich unter die Erholungssuchenden, gleite wie sie träge durchs Wasser und lass mich von den starken Unterwasserstrahlen massieren. Es sind zumeist ältere Semester, die sich hier eingefunden haben, dazwischen ein junger "gepiercter" Punker mit schwarzgefärbtem Haar und vielen Ketten um den mageren Hals. Auch er genießt die Ruhe. Sonnenstrahlen tanzen durch die verglasten Außenwände, sie spiegeln sich im Wasser, streifen die hölzerne Dachkuppel, die hellen Kacheln. Der Blick schweift hinüber zum entstehenden Kurpark mit Segelgruppe, Teichanlagen, Wanderwegen.

Teil des Kurparks mit Segelgruppe
Am gegenüberliegenden Hang schimmert erstes Grün. Bagger sind im Einsatz. Alles wirkt neu, im Aufbruch begriffen. Vor ein paar Jahren noch bezeichneten viele das an der Silberstraße zwischen Aue und Schneeberg gelegene Schlema als "Drecknest", verseucht und verschandelt vom Uran-Bergbau.
Ältere hingegen erinnern sich an andere Zeiten, an ein Oberschlema, das in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts mit mehr als 17.000 Kurgästen zu den fünf bedeutendsten Bädern Deutschlands gehörte.
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