Kopflos auf Rügen – „Störtebekers Tod“

Text: Axel Baumann

Seit nunmehr 20 Jahren treffen sich Klaus Störtebeker, Goedeke Michels und weitere Vitalienbrüder zu einem frisch gezapften Bier auf der Naturbühne Ralswiek auf Rügen, um neue Abenteuer zu bestehen. Geschichtlich gesehen ist es in diesem Jahr das letzte Treffen. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger, und so wird der Seeräuber ganz sicher auch 2013 wieder sein Schwert rasseln lassen.

Aber zunächst schreiben wir das Jahr 2012 oder besser das Jahr des Herrn 1400. Störtebekers Traum scheint wahr zu werden. Er hat Verträge geschlossen und Land gekauft, das er das „Freie Friesland“ nennt. Das gefällt der Hanse gar nicht. Unter Führung des Hamburger Kaufmanns, Simon von Utrecht, landen Koggen mit schwer bewaffneten Knechten in Friesland an, um der Räuberei zur See ein Ende zu bereiten.

Pirat, Mönch und Freidenker Thomasius gelangt als erster in die Fänge von Utrechts. Auf dem Hamburger Grasbrook soll er hingerichtet werden. Um ihn zu retten macht Klaus Störtebeker sich nach Hamburg auf, wo er – keine Folge ohne eine schöne Frau – seine große Liebe Maraike wieder trifft.

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Bei der Befreiungsaktion wird Thomasius lebensgefährlich verletzt, aber entkommt dem Fallbeil. Zusammen mit Maraike und deren Sohn Nicolas wird er nach Holland gebracht. Da sich die Holländer mit der Hanse im Handelskrieg befinden - sie überschwemmen Flandern und England mit Billigpreisen für Bier und Honig -, kommen ihnen furchtlose Piraten gerade recht. Thomasius erliegt schließlich seinen Verletzungen, was Störtebeker trotz aller Warnungen seiner Freunde dazu bewegt, einen Kriegszug vor Helgoland gegen den Hansekaufmann, von Utrecht, zu wagen. Denn dieser hat nicht nur seinen Freund auf dem Gewissen, sondern auch sein „Freies Friesland“ zerstört.

Doch Klaus Störtebeker und seine Verbündeten verlieren den Kampf und werden im Oktober 1401 auf dem Hamburger Grasbrook enthauptet. Über den verblüffenden Trick bei der spektakulären Hinrichtung durch Scharfrichter Rosenfeld können die Zuschauer während des anschließenden Feuerwerks über dem „Großen Jasmunder Bodden“ noch lange grübeln.

Sascha Gluth mimt auch in diesem Jahr den berüchtigten Seeräuber. 2002 hatte er die Titelrolle übernommen. Schauspielerkollege Dietmar Lahaine spielt den Goedeke Michels bereits seit Anfang der 1990er Jahre. Auch in diesem Sommer sind es wieder rund 150 Mitwirkende, 30 Pferde und vier Schiffe, die zu Lande und auf „hoher See“ füreinander und gegeneinander kämpfen.

Informationen

Störtebeker Festspiele
Mo – Sa, jeweils um 20 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden)

Störtebeker Festspiele GmbH & Co. KG
Am Bodden 100
18528 Ralswiek/Rügen
Tel. 03838 31100
E-Mail: info@stoertebeker.de
www.stoertebeker.de

Vorprogramm Greifvogelschau „Könige der Lüfte“
Mo – Sa, jeweils um 11 und 18 Uhr
Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder bis 15 Jahre 3 Euro
www.falknerei-walter.de

Anreise
Die Naturbühne Ralswiek liegt direkt an der B96, 5 Kilometer nördlich von der Inselhauptstadt Bergen auf Rügen kommend, in Richtung Sassnitz.

Übernachtung
Partner Hotel der Störtebeker Festspiele ist die Ferienanlage Jasmar RESORT RÜGEN Neddesitz
18551 Sagard
Tel. 038302 95
Fax 038302 96620
www.jasmar.de

Störtebeker-Arrangement pro Person:

2 Übernachtungen mit 2 x Frühstück und einem Abendessen am ersten Abend inkl. Eintrittskarte der Preiskategorie II und Shuttle-Service zu den Festspielen am zweiten Abend. Sowie die freie Nutzung der Badelandschaft der „Jasmar Therme“.

Allgemeine Informationen

Tourismuszentrale Rügen GmbH
Markt 25
18528 Bergen auf Rügen
Tel. 03838 807780
www.ruegen.de
www.insel-ruegen.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern
Platz der Freundschaft 1
18059 Rostock
Tel. 0381 4030500
www.auf-nach-mv.de

 

Reisemagazin schwarzaufweiss

 

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