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Reiseführer Oldenburg

 

Prinzenpalais

Kein Geringerer als der Hofbaumeister Heinrich Carl Slevogt war für den Entwurf des Prinzenpalais' verantwortlich. Er entwarf im Auftrag des Herzogs Peter Friedrich Ludwig zwischen 1821 und 1826 die Bleibe der beiden Prinzen Alexander und Peter. Im Prinzenpalais erwartet den Besucher ein Kunststreifzug von der Romantik über den Historismus, den Jugendstil und die  Sezession zum Expressionismus und zum „Magischen Realismus“ des einst in Dangast tätigen Franz Radziwill. Dessen Traumwelten erscheinen wie die Apokalypse schlechthin.

Einst Prinzenresidenz, heute die Galerie der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts (Landesmuseum Oldenburg)

Einst Prinzenresidenz, heute die Galerie der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts

Das Palais ist ein schlichter, dreiflügeliger klassizistischer Bau am Damm, der zwischen 1860 und 1863 eine Umgestaltung erfuhr. Insbesondere die Bauplastik an der Bel Etage wurde überarbeitet. Zwischen 1914 und 1919 diente das Palais als Lazarett.

Seit 2003 zeigt man im Haus die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf dem deutschen Impressionismus und Expressionismus, wozu auch die Arbeiten der Mitglieder der in Dresden gegründeten Künstlergruppe „Die Brücke“ zählen.

Romantik, Jugendstil und ...
Für die Besinnung auf die Natur stehen in der Kunst des 19.Jahrhunderts Carl Gustav Carus und Johann Clausen Dahl, aus Norwegen stammend und eng mit Caspar David Friedrich befreundet. Die Brüder Achenbach und ihre Landschaftsansichten zeugen von der Abkehr von der Idealisierung der Antike und einem realistischen Blick auf die Landschaft. Eine Vorliebe für historische Inszenierungen besaß der Wiener Maler Hans Makart, während Arnold Böcklin sich mit der biblischen Geschichte befasste. Die Maler der Künstlerkolonie Worpswede – so Heinrich Vogler, Fritz Mackensen und Otto Modersohn – sind mit sehenswerten Arbeiten im Prinzenpalais ebenso präsent wie der Oldenburger Jugendstilmaler Hugo Duphorn.

Die Farbe muss sprechen
Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein und Emma Ritter gehören zur Riege der deutschen Expressionisten, die sich gerne in dem zum Land Oldenburg gehörenden Dangast aufhielten, vor allem während der Sommermonate. Unter anderem ist in der Sammlung Schmidt-Rottluffs „Mittag im Dangastermoor“ zu sehen, eine „Farb-Orgie“, die das gleißende Mittagslicht gekonnt einfängt. Mit Max Beckmanns „Am Strand von Wangerooge“ und Max Pechsteins „Fischerboote in Nidden“ nennt das Museum zwei sehenswerte Werke sein Eigen, die sich mit der Küsten-Thematik auseinandersetzen. Beeindruckend ist die große Sammlung von Werken Franz Radziwills (1895-1983), der als Vertreter der Neuen Sachlichkeit und des „Magischen Realismus“ im nahen Dangast die meisten seiner Ölgemälde schuf, z. B. das bedrohlich wirkende Werk „Strand von Dangast“ (1929). Daneben ist auch Kunst der 1920er bis 1940er Jahre sowie deutsche Nachkriegskunst und Plastik von Käthe Kollwitz bis Wolf Vostell und Alfred Hrdlicka zu sehen. (Mehr zum Prinzenpalais...)

 

Weitere Informationen

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Schloss, Augusteum und Prinzenpalais

Damm 1
26135 Oldenburg
Das Schloss befindet sich Schlossplatz 1, 26122 Oldenburg, das Augusteum in der Elisabethstr. 1, 26135 Oldenburg und das Prinzenpalais befindet am Damm 1, 26135 Oldenburg.
http://www.landesmuseum-oldenburg.niedersachsen.de


 



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