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Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg – Kunstgewerbe (Teil 3)

Wer die historischen Schlossräume aufsucht, wird früher oder später in die Kunstgewerbeabteilung des Landesmuseums gelangen und dann eine Zeitreise von der Romanik bis zum Jugendstil unternehmen.

Kabinett um 1600 (Landesmuseum Oldenburg)

Kabinett um 1600

Die existierende Sammlung geht auf das Oldenburger Kunstgewerbemuseum zurück, das 1915 aufgelöst wurde. Aus dem Bestand dieses Museums gingen ungefähr 7000 Exponate an das Landesmuseum über. Neben reich verzierten Schränken – so der Braunschweiger Aufsatzschrank mit Zinn- und Silbereinlagen (um 1720) - kann man eine süddeutsche Allerheiligentafel aus dem 16. Jahrhundert, einen norddeutschen Reliquienschrein aus Wiarden (um 1420) oder mittelalterliche Buchmalerei bestaunen. Aus Mahagoni, Eiche, Birne, Esche und Birke gearbeitet ist das um 1600 entstandene Kabinett.

Teilweise wurden Ausstellungsinseln mit „Raumensembles“ konzipiert. Dazu hat man zum Beispiel einen Kastentisch aus Nussbaum und Kiefer mit einem Armlehnstuhl aus Nussbaum vereint.

Fayencen und ...
Fayencen, so eine Melone auf Unterschale (um 1750), eine Kohlkopfterrine (um 1790-1800) und eine Eierdose in Form einer Wachtel, sind gleichfalls ausgestellte Exponate der kunstgewerblichen Sammlung.

Bewahrt wird im Schloss auch das Vermächtnis des jüdischen Bankiers Max Bamberger, der 1944 in einem Konzentrationslager ermordet wurde. Zu dem Vermächtnis gehört u.a. eine Beckenschlägerschüssel aus Messing (17.Jh.).

Nicht nur Kunstgewerbe aus Romanik, Gotik und Barock ist im Schloss zu sehen, sondern auch aus dem Empire und Biedermeier, darunter ein Stickmustertuch im Biedermeierrahmen und ein Mahagoni-Wandspiegel (um 1820).

Jugendstilensemble entworfen von Hans Christiansen, um 1900 (Landesmuseum Oldenburg)

Jugendstilensemble entworfen von Hans Christiansen, um 1900

Schließlich erblickt der Besucher das Wohnambiente des Jugendstils. Das ausgestellte Mädchenschlafzimmer schuf Heinrich Vogeler aus Worpswede 1911. Allerdings ist nicht das komplette Zimmer zu sehen, da man aus Platzgründen auf den Kleiderschrank verzichtet hat. Von Vogler stammen auch die Radierungen „Frühling“ und „Sommerabend“. Zudem zeigt das Landesmuseum ein vierteiliges Jugenstilensemble aus Mahagoni und Obstholz, das Hans Christiansen entworfen hat.
(Mehr zum Landesmuseum...)

 

Weitere Informationen

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte (Schloss)
Schlossplatz 26
http://www.landesmuseum-oldenburg.niedersachsen.de/


 



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