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Reiseführer Oldenburg

 

Stadtkirche St. Lamberti

Hoch ragen die Türme von St. Lamberti in den Himmel über Oldenburg. Die Außenfassade ist ganz im gotischen Stil gehalten. Doch beim Eintreten in die Kirche wird man überrascht sein. Man steht dann nicht in einer Hallenkirche oder unter einem Kreuzgewölbe, sondern in einem hellen, klassizistischen Saalbau.

Am Markt: Die neogotische Backsteinkirche St. Lamberti (Oldenburg)

Am Markt: Die neogotische Backsteinkirche St. Lamberti

Die Idee für die Umgestaltung des Kirchenbaus hatte der Oldenburger Herzog Peter Friedrich Ludwig. Er ließ nach seinen Plänen in die gotische Hülle ein klassizistisches Inneres einfügen. Dies war nicht die einzige Veränderung in der Baugeschichte von St. Lamberti. 1885 bis 1887 wurde die Kirche äußerlich im Sinne des Historismus neogotisch überformt. Dazu gehörte nicht nur eine einheitliche Backsteinfassade, sondern auch das Hinzufügen von vier Ecktürmen zum bestehenden Hauptturm. Verschwunden ist somit jede Spur, die auf einen mittelalterlichen Sakralbau verweisen könnte, dessen Baudaten bis heute im Dunkeln liegen. Wahrscheinlich wurde die Kirche im 12./13. Jahrhundert erbaut. Die für viele Jahrhunderte dreischiffige spätgotische Kirche prägte nicht nur das Oldenburger Stadtbild, sondern war auch die Kirche des Oldenburger Adels.

Vorbild: Pantheon (St. Lambertikirche Oldenburg)

Vorbild: Pantheon

Im Verlauf der Reformation wurde aus der ursprünglich katholischen Kirche mit 20 Altären, an denen Messen gelesen wurden, eine evangelisch-protestantische Kirche. Gottesdienste der Katholiken fanden bis 1550 allerdings neben protestantischen Gottesdiensten statt. Die Protestanten nutzten das Kirchenschiff, die katholischen Stiftsherren den Chor.

Der klassizistische Umbau der Kirche im Jahr 1795 orientierte sich am Pantheon in Rom. Der freistehende Glockenturm der Kirche verschwand ebenso wie die Mauern rund um den Kirchhof, sodass der Marktplatz vergrößert werden konnte.

Fürstliche Grablege St. Lamberti (Oldenburg)

Fürstliche Grablege St. Lamberti

1969 bis 1971 wurde der Sakralbau einer tiefgreifenden Umgestaltung unterzogen. Der Zugang zum Gotteshaus erfolgt seither durch die in den 1930er Jahren eingerichtete Taufkapelle. Statt einer Herzogsloge wurde in die Kirche eine große Orgel eingebaut und die Reste der Loge gen Westen verschoben. Einige dieser Maßnahmen wurden jüngst wieder rückgängig gemacht. Nach wie vor sind im Gotteshaus die Särge von Graf Anton Günther und seiner Frau zu sehen. Zudem findet man in der Kirche die Kenotaphe des letzten Grafen von Oldenburg und des ersten Herzogs von Oldenburg: Graf Anton Günther und Herzog Friedrich August.

 

Weitere Informationen

Kirche St. Lamberti
Markt 17
26122 Oldenburg
http://www.kirchengemeinde-oldenburg.de
http://www.lamberti-kirchenmusik.de/


 



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