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Reiseführer Münsterland

Radtouren im Münsterland

Von Warendorf zum Blütenzauber nach Oelde


Nicht nur der Vier-Jahreszeiten-Park ist ein lohnendes Ziel der Tour, sondern auch das ehemalige Kloster Clarholz, wenn man von Warendorf aus auf dem Drahtesel auf einer Tagestour unterwegs ist. Bei der Tour kann man die 100-Schlösserroute ebenso nutzen wie den Kulturparcours mit seinem grünen Sonnenradlogo. Zum Wandern eignet sich unterwegs der Forst Geisterholz mit seinen einladenden Wanderwegen. Einkehren kann man am Rande dieses Waldgebietes im Landhaus Zum Geisterholz. Dass man sich in der Gegend auf das Kornbrennen versteht, unterstreicht seit 1907 die Ostenfelder Korn-Brennerei. Wer sich den Rückweg per Rad ersparen will, setzt sich in Oelde in den Zug, um nach Warendorf zurückzukehren.

Münsterland: Eine der Schaufassaden im Zentrum von Warendorf

Eine der Schaufassaden im Zentrum von Warendorf

Auch wenn Freckenhorst mit seiner romanischen Kirche nicht auf dem direkten Weg liegt, sollte man, soweit man denn an Sakralarchitektur interessiert ist, diesen Abstecher abseits der Route einplanen, ehe man dann nach Westkirchen und Ennigerloh-Ostenfelde weiter radelt. Haus Diek und Haus Vornholz sind zwei der münsterländischen Schlösser, die an der Strecke nach Oelde liegen. Bei Haus Diek (Westkirchen) handelt es sich um ein schlichtes, zweigeschossiges Herrenhaus aus dem 18.Jahrhundert. Dieser weiße Putzbau mit Mansarddach ist ein Alterswerk des bekannten westfälischen Barockbaumeisters Johann Conrad Schlaun. Eine Besichtigung dieses Herrensitzes ist nur von außen möglich. Sitz der Ritter von Ostenfelde war im 12.Jahrhundert Schloss Vornholz (Ostenfelde). Der heutige Schlossbau stammt allerdings nicht aus dem frühen Mittelalter, sondern aus dem 17.Jahrhundert. Das im Schloss eingerichtete Kavallerie-Museum, das als bedeutendstes Museum dieser Art in Deutschland gilt, kann nach Voranmeldung besichtigt werden.

Während es auf der Strecke bis nach Ostenfelde keine nennenswerten Steigungen gibt, müssen wir kräftig in die Pedale steigen, um aus Ostenfelde in Richtung Ruine Nienburg und Dromberg hinauszufahren.

Münsterland: Historische Apparatur, aber mit Bedeutung: Bis heute versteht man sich in Oelde auf das Schnapsbrennen

Historische Apparatur, aber mit Bedeutung:
Bis heute versteht man sich in Oelde auf das Schnapsbrennen

Entweder man fährt anschließend am Westrand des Geisterholzes entlang oder auf der östlich des Geisterholzes verlaufenden Straße nach Oelde, an der sich ein breiter Radweg befindet. Nach Erreichen der Bahntrasse und des Bahnhofs von Oelde durchfährt man die Stadt und kommt dabei auch an Pott’s Altstadtbrauerei vorbei. Eine Wandmalerei an der Brauerei gibt visuell einen Einblick in den Prozess des Brauens, angefangen beim Mälzen, über die Herstellung der Würze, das Läutern der Würze bis hin zum Abfüllen in Gärbottiche. Doch nicht nur auf Bierbrauen versteht man sich in Oelde, sondern auch auf das Kornbrennen, wie bei der Brennerei Schwarze. Das eigentliche Highlight sind jedoch die unterschiedlich gestalteten Gärten des Vier-Jahreszeitenparks, in dem sich neben einer Spielburg auch ein Streichelzoo, eine Weide mit Auerochsen und das KlippKlapp-Kindermuseum befinden.

Münsterland: Gartenansichct aus dem Vier-Jahreszeiten-Garten Oelde

Gartenansicht aus dem Vier-Jahreszeiten-Garten Oelde

Galeriedahlien und Compassion-Rosen, rankende Clematis, Eibisch, Nootkazypressen und Chinesisches Rotholz erfreuen die Gartenfreunde. Wer das kühle Nass sucht, für den ist das in die Parkanlage integrierte Freibad das Richtige. Exotische Vögel wie Pfirsichköpfen und Prachtrosellas gibt es in der Parkanlage zu bestaunen. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie Bier gebraut wird, der besucht Pott’s Brauerei, deren Neubau sich nahe dem westlichen Parkteil befindet.

Münsterland: Hopfenfeld vor Pott's Brauerei

Hopfenfeld vor Pott's Brauerei

Zur Rückkehr nach Warendorf ist die Fahrt über das ehemalige Kloster Clarholz zu empfehlen. Dank des Radwabennetzes im Münsterland ist eine Orientierung auf der etwa 16 Kilometer langen Strecke kein Problem. Rund um Lette stößt man auf einen landwirtschaftlichen Lehrpfad „Die Landwirtschaft entdecken“, ehe man an der barocken Gräfte des ehemaligen Klosters Clarholz ankommt.

Münsterland: Mönche sind hier schon lange nicht mehr zuhause: Kloster Clarholz

Mönche sind hier schon lange nicht mehr zuhause: Kloster Clarholz

Die Klosteranlage Clarholz ist eine weitläufige Gartenanlage an der Grenze zwischen Ostwestfalen und dem Münsterland. Die ehemalige Klosteranlage ist teilweise von einer mittelalterlichen Gräfte umflossen. Von der barocken Gräfte ist nur ein Zug längs des Labyrinths erhalten geblieben. Zum Ensemble gehören überdies die Pfarrkirche St.Laurentius, ein nunmehr zu Wohnzwecken genutztes Wirtschaftsgebäude, die ehemalige Zehntscheune, das ehemalige Propsteischloss und das Konventhaus.

Über Sundern, Hörster und Vohren geht es von Clarholz aus nach Warendorf. Alternativ kann man in Herzebrock-Clarholz auch den Zug nach Münster besteigen.

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