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Reiseführer Münsterland

Kloster Vinnenburg

 

Am Ufer der Bever liegt das Kloster Vinnenburg nebst ehemaliger Klostermühle. Die Anlage besteht aus der Klosterkirche, dem Konventgebäude und dem von einer Gräfte umschlossenen sogenannten Paterhaus, das 1772 erbaut wurde.

Münsterland: Kloster Vinnenburg

Die Geschichte des Klosters ist mit einem Erbrechtsstreit der beiden Ritter Bernhard und Johann von Vinnenburg verbunden, denen in einer mondhellen Nacht Maria und der Apostel Johannes begegnet sein sollen. Ob dieser Erscheinung legten die Brüder ihren Zwist bei und stifteten ihr Erbe den Schwestern des Klosters Marienberg. Doch dies ist nur eine Legende, die Geschichte sagt etwas anderes.

Jenseits der Legende

Durch das Zusammenwirken frommer Frauen, dem Fürstbischof von Münster Otto II. von Lippe und Bernhard von Vinnenburg kam, so gesicherte Quellen, die Klostergründung zustande. Sie datiert auf die Mitte des 13.Jahrhunderts. Schnell gelangte das Kloster zu Grundbesitz in Telgte und Warendorf. Zahlreiche Bauern der Umgebung waren dem Kloster gegenüber zu Frondiensten verpflichtet. Dieser Umstand wurde erst 1806 im Zuge der Napoleonischen Kriege aufgehoben. Vier Jahre später erfolgte die förmliche Aufhebung des Klosters. Die Klostergebäude verfielen in der Folgezeit, da sich kein Käufer für das Anwesen fand.

Ein Neuanfang

1891 konnte die Rückübertragung des Anwesens an das Bistum Münster durchgeführt werden. Benediktinerinnen zogen in das Kloster ein und sorgten hinfort für das Klosterleben. 1941 jedoch wurde das Anwesen unter dem Vorwand volks- und staatsfeindlicher Betätigung der frommen Schwestern beschlagnahmt, die Priorin ins Gefängnis geworfen und der Konvent aufgelöst. Seit dem Ende des II.Weltkriegs heißt es nunmehr wieder: Ora et labora – Bete und arbeite.

Das Gnadenbild von Vinnenburg

Vinnenburg ist bis in unsere Tage wegen eines Gnadenbildes ein Wallfahrtsort. Das ursprüngliche Schnitzwerk „Muttergottes vom Himmelreich“ ist nur unscheinbare 17 Zentimeter groß und ist auf die zweite Hälfte des 13.Jahrhunderts zu datieren. Nach der Auflösung des Konvents im Jahr 1941 nahm es der damalige Münsteraner Bischof in Obhut. Als am 10.Oktober 1943 Münster bombardiert wurde, wurden der Dom und der Bischöfliche Palais vernichtet, in dem das Gnadenbild seinen Platz gefunden hatte. Daher musste das Gnadenbild durch eine Replika ersetzt werden.

Die Baugeschichte der Klosterkirche

Die Klosterkirche wurde aus Bruchstein erbaut und besteht aus einem schlichten vierjochigen Saal mit eingezogenem Chor. Kunstgeschichtlich interessant sind einige Skulpturen, die in der Kirche zu sehen sind, ob nun Anna Selbdritt aus dem ausgehenden 15.Jahrhundert oder eine Pietà von 1720.

 

 

 

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