Reiseführer Münsterland
Buchtipps zum Münsterland
Ingo Plaschke (Hrsg.), Heike Waldor-Schäfer (Hrsg.), Elke Wiegmann (Hrsg.): Erlebnisführer Niederrhein - Genießen Wohlfühlen Mitmachen, Essen 2011, 136 Seiten, durchg. farb. Abb., ISBN: 978-3-8375-0139-1, Preis 9,95 €
Wer ein wenig über den Tellerrand des Münsterlandes hinaus schauen möchte, der begibt sich an den Niederrhein, um hier mit den Autorinnen zu genießen, träumen, erleben, wohlfühlen, spielen und gucken. Worauf in dem vorliegenden Erlebnisführer aufmerksam gemacht wird, ist das eher Außergewöhnliche. In keinem anderen Reiseführer findet man Kapitel wie "Loikum: Ist ja Dufte!", Hinweis auf den Land- und Bauerngarten des Ehepaars Stenkamp. Hier sucht man nach dem Exotischen vergebens, aber Pfingstrosen und Mohn sowie andere blühende Farbtupfer sind Balsam für die Seele. Schon einmal in einem Museum meditiert? Kein Problem, folgen Sie den Autorinnen in das Museum DKM nahe dem Duisburger Innenhafen. 5000 Exponate eröffnen die Sicht auf die Welt alter und neuer Kunst aus fünf Jahrtausenden. Kostbarkeiten der Han-Dynastie treffen auf Arbeiten von Lohn und Ai Weiwei sowie anderer international renommierter Künstler. Plane Spotting kann man am Flughafen Weeze betreiben und in der Volkssternwarte von Goch-Nierswalde eine Reise in die Galaxien unternehmen – auch das ist der Niederrhein. Wir werden zum Radeln wie in der Schweiz animiert, wenn wir nach Sonsbeck kommen, können im Landschaftspark in Duisburg auf Tauchgang gehen oder im Strandbad Xanten Südsee die Seele baumeln lassen, sind wir mal zwischen Kleve und Duisburg unterwegs. Selbst einen Abstecher nach Venlo und Nimwegen bieten uns die Autorinnen an. Na, dann schauen wir doch mal, was der Niederrhein so zu bieten hat. Mittels des vorliegenden Erlebnisführers wird dies gewiss eine kurzweilige Unternehmung. © fdp
Uli Auffermann: Münsterland - Parklandschaft zwischen Ruhrgebiet und Rheine
Wer das Münsterland bisher nur als „Dorado für Radler“ kannte, wird bei der Lektüre des vorliegenden Wanderführers feststellen, dass man die Cappenberger Höhen, die Dörenther Klippen oder den Altenberger Höhenrücken am besten auf Schusters Sohlen kennen lernt. Die beschriebenen Touren sind in zwei Kategorien unterteilt, in solche, die aufgrund ihrer Länge eine besondere Kondition voraussetzen und solche, die von überschaubarer Länge und gut markiert sind. Sieben Touren wie die Wanderung durchs Rekener Hügelland und von Capelle zum Schloss Nordkirchen gelten als anspruchsvolle Wanderungen. Bei derartigen Touren werden streckenweise auch Teile der vom Westfälischen Heimatbund gepflegten und mit X gekennzeichneten Hauptwanderwege benutzt. Neben einem Überblick über die Flora und Fauna sowie die Geschichte des Münsterlandes konzentriert sich Uli Auffermann auf die Streckenbeschreibungen, bei denen die Wanderzeit, das Höhenprofil, die Anreise mit dem Auto und/oder ÖPNV sowie Einkehrmöglichkeiten als Kurzinfos jeder Wanderbeschreibung vorangestellt sind. Das Schloss Cappenberg wird auf einer Wanderung ebenso angesteuert wie eine Meilerhütte auf einer Tour durch die Hohe Mark. Die Westruper Heide am Rande von Haltern durchstreift man auf einer Kurzwanderung von 1 ¾ Stunden. Weitgehend durch landwirtschaftliche Nutzfläche führt die Tour zum „Versailles des Münsterlandes“, dem Schloss Nordkirchen. Von der Burg Lüdinghausen führt uns der Autor des Wanderführers an den Dortmund-Ems-Kanal, gewiss auch eine lohnende Radtour, die man am Kanal entlang Richtung Münster fortsetzen könnte. Die beschriebenen Wandervorschläge beinhalten außerdem eine Tour vom Aasee in Münster zur Burg Hülshoff – auch diese Strecken können sicherlich bequem mit dem Rad bewältigt werden. In die Höhen der Baumberge ist der Wanderer von Havixbeck aus unterwegs. Schließlich wurden auch zwei Touren im Teutoburger Wald in den kompetent geschriebenen Wanderführer integriert.
Uli Auffermann: Münsterland - Parklandschaft zwischen Ruhrgebiet und Rheine
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