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Ausstellungsorte in Köln: Museum Ludwig / Museum für angewandte Kunst / Wallraf-Richartz-Museum /

Köln
WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD


Dauspräsentation:
Die Sammlung

Ausstellungen

Die Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums

Die Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums gehört zu den ältesten der Domstadt am Rhein. Das Museum beherbergt die weltweit bedeutendste Sammlung Altkölner Malerei, ganz zu schweigen von den 170 impressionistischen und nachimpressionistischen Werken von Weltrang, die das Schweizer Sammlerehepaar Corboud dem Haus als "ewige Leihgabe" überlassen hat.

1824 gegründet, befindet sich das Museum nunmehr am vierten Standort seiner Geschichte. Oswald M. Unger entwarf den kubischen Neubau, in dem das Quadrat in vielerlei Formen vorherrscht und die Raumkonzeption bestimmt. Im Januar 2001 konnte der aus Basaltlava und Tuffstein aus der Eifel errichtete Neubau bezogen werden. Das heute zu den in Deutschland wichtigsten Gemäldegalerien mit Kunst von 1250 bis 1900 zählende Museum hat nun seinen würdigen Platz in einem der ältesten Kölner Stadtviertel gefunden. Das verglaste Treppenhaus folgt dem einstigen Verlauf der Gasse „In der Höhle“, wo der berühmte Kölner Maler Stefan Locher (um 1400-1451) einst lebte.

Impressionen der Sammlung

Ohne den Kölner Kanonikus Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824), der eine umfangreiche Kunstsammlung seiner Vaterstadt vermachte, gäbe es das heutige Museum nicht. Altkölner Malerei, niederländische und altdeutsche Tafelmalerei des ausgehenden Mittelalters bis zur Renaissance, flämische und holländische Gemälde des Barock, Gemälde des deutschen und französischen Realismus versprechen dem kunstinteressierten Besucher einen hochrangigen Genuss. Für einige Betrachter mag allerdings der farbige Freskoputz der Ausstellungsräume gewöhnungsbedürftig sein, sei es nun das Terrakottarot der Mittelalterabteilung oder das helle Pistaziengrün für die Präsentation der Hell-Dunkel-Malerei eines Jusepe de Riberas.

Nicht nur der Meister des Bartholomäus-Altars

Die ausgestellte mittelalterliche Malerei beeindruckt durch lichte Farbgebung und individuelle Züge der Dargestellten, sei es nun der von einer Vielzahl von Pfeilen getroffene hl. Sebastian, der den Märtyrertod erleidet, oder die hl. Gundula. Gemeinsam ist den Schöpfern dieser sakralen Kunst die Vorliebe für Gold, nicht nur für die Heiligenscheine, sondern auch für den flächig ausgeführten Hintergrund wie im „Altar der Heiligen Sippe“ (um 1420). Meisterlich die Arbeiten Stefan Lochners wie „Weltgericht“ und auch die des „Genies ohne Namen“, der den Thomas- und den Kreuzaltar fertigte und als Meister des Bartholomäus-Altars in die Kunstgeschichte eingegangen ist. In „Martyrium der hl. Ursula vor der Stadt Köln“ (um 1411) blitzen goldene Sterne über einer der frühesten topographischen Darstellungen der Domstadt. Biblische Geschichte in einer Frühform des Comics finden wir in „Andachtstafel mit dem Leben Christi in 27 Bildern“.

Flämischer Barock à la Rubens

Religiöse und mythologische Themen, aber auch antike Sujets beschäftigten die Barockmaler, so auch Peter Paul Rubens (1577-1640) in „Die Heilige Familie mit Elisabeth und Johannes dem Täufer“ und in „Juno und Argus“ oder Gaspar de Crayer (1584-1669) in „Alexander und Diogenes“. Barocke Lebenslust und Freude an genussvollem Essen erfährt der Betrachter von Frans Snyders’ „Köchin mit Esswaren“. © fdp

Ausstellungen

heiter bis wolkig heiter bis wolkig
Naturschauspiele in der niederländischen Malerei
bis 5. Februar 2018

Friedlich ruhen ein paar Kühe auf der Weide, doch über ihnen brauen sich schon bedrohlich dunkle Gewitterwolken zusammen, aus deren Mitte im wilden Zickzack ein gewaltiger Blitz zu Boden rast. Man glaubt, den dazu gehörenden Donnerschlag hören zu können, so bildgewaltig hat Aelbert Cuyp vor knapp 400 Jahren die Szenerie in seinem Gemälde "Gewitter über Dordrecht" eingefangen. Das ebenfalls von ihm um 1645 gemalte "Fischerboote im Mondschein" könnte in keinem größeren Kontrast dazu stehen, so wunderbar still und nächtlich glitzernd hat er das Werk angelegt. Beide Cuyp-Bilder sind exzellente Beispiele für die bedeutende und vielfältige Rolle, die Himmel und Wetter in der niederländischen Landschaftsmalerei des Barock spielen, und deshalb stehen sie auch im Mittelpunkt der neuen Sammlungspräsentation im Wallraf-Richartz-Museum. Unter dem Motto "heiter bis wolkig" zeigt das Kölner Haus zwanzig "Himmelsbilder" von Meistern wie Cuyp, van der Neer, Ruisdael oder Goyen.

Tintoretto – A star was born
6. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018

Als erstes Museum startet das Wallraf im diesem Jahr den internationalen Reigen von hochkarätigen Ausstellungen zum 500. Geburtstag des Malergenies Jacopo Tintoretto (* 1518/19 Venedig; † 1594 ebenda). In seiner großen Sonderschau ­"Tintoretto – A star was born" widmet sich die ­Kölner Gemäldegalerie erstmals dem hinreißenden Frühwerk des italienischen Meisters, der zu den produktivsten und einflussreichsten Künstlern aller Zeiten gehört. Dafür holt das Wallraf zahlreiche kostbare Leihgaben aus den großen Museen, u.a. in ­Amsterdam, Budapest, London, Madrid, Rom, ­Venedig, ­Washington und Wien, an den Rhein.

WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD
Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
50667 Köln
Tel.: 0221 / 221 21119
info@wallraf.museum
www.wallraf.museum
ÖFFNUNGSZEITEN
Mo geschlossen Di 10-18 Uhr Mi 10-18 Uhr Do 10-21 Uhr (an Feiertagen 10-18 Uhr) Fr 10-18 Uhr Sa, So 10-18 Uhr

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