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Ausstellungsorte in Köln: Museum Ludwig / Museum für angewandte Kunst / Wallraf-Richartz-Museum

Köln
WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD


Ausstellungen

Ausstellungen

Artisten der Linie Hendrick Goltzius und die Kunst der Graphik um 1600 Die Sammlung Christoph Müller für Köln
16. März – 10. Juni 2012 (Sonderausstellungsebene)

Rund 200 Werke namhafter niederländischer Künstler des 16. und 17. Jahrhunderts wie Hendrick Goltzius, Jacob van Ruisdael, Jan Gillisz van Vliet und last but not least Rembrandt kommen im Frühjahr 2012 im Wallraf zusammen. Es handelt sich dabei um Druckgraphiken von höchster künstlerischer Qualität, die eine ungewöhnlich breite Palette von Motiven abdecken. Genredarstellungen, Portraits und Karikaturen gehören ebenso dazu wie mythologische und biblische Szenen oder Arbeiten, die sich mit der Skulptur der klassischen Antike auseinandersetzen. Im Fokus der Ausstellung stehen Hendrick Goltzius (1558-1617) und sein Umkreis. Durch seinen genialen Umgang mit dem Medium Kupferstich wurde Goltzius zum Katalysator für eine Vielzahl von künstlerischen Innovationen am Ende des 16. Jahrhunderts. Zeitgenossen nannten ihn respektvoll und mit Bezug auf den Gott der Verwandlung "Protheus der Kunst". Mit einmaligem Geschick imitierte er Stile von Meistern wie Albrecht Dürer oder Lucas van Leyden und bediente sich zugleich bei Motiven italienischer Künstler wie Michelangelo. Doch darüber hinaus kreierte er seinen eigenen, unverwechselbaren Stil, der für die nachkommende Generation von Stechern zum Vorbild und Maßstab wurde.

Augenblicke und Fiktionen. Johann Anton de Peters im Paris der Aufklärung
15. Juni bis 19. August 2012

Der gebürtige Kölner Anton de Peters (1725-1795) verbrachte fast ein halbes Jahrhundert in Paris, bevor er während der Revolution in die Domstadt zurückkehrte. Hier erwarb Ferdinand Wallraf den umfangreichen Bestand seiner Pariser Zeichnungen, die somit zum ältesten Kern der Graphischen Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums gehören. Unter ihnen sind die in der Ausstellung gezeigten Portrait-, Figuren-, Akt- und Gewandstudien vom besonderen Reiz des Momenthaften: Ihre Unmittelbarkeit sicherte den Realitätsgehalt der sorgfältig komponierten, die einzelnen Motive fiktionalisierenden Reinzeichnungen und Gemälde, zu deren Vorbereitung sie entstanden. Daneben führen diese Studien die Bandbreite der Zeichentechniken vor, die Peters beherrschte, und sie lassen seine Auseinandersetzung mit französischen Künstlerkollegen von François Boucher bis Jean-Baptiste Greuze erkennen, von denen ergänzend eine Auswahl graphischer Arbeiten präsentiert wird. Die Ausstellung wird von Studenten der Universität zu Köln unter Leitung des Berliner Kunsthistorikers Gerrit Walczak erarbeitet.

1912 – Mission Moderne
Die Jahrhundertschau des Sonderbundes
31. August bis 30. Dezember 2012 (3. Obergeschoss)

Vor rund 100 Jahren fand in Köln die wohl wichtigste Präsentation europäischer Moderne statt. Die so genannte "Sonderbundausstellung" gab im Sommer 1912 anhand von 577 Gemälden und 58 Skulpturen von 173 Künstlern einen Überblick über den Stand der jüngsten Bewegungen in Malerei und Bildhauerei. Die einmalige Schau versammelte eine heute schier unvorstellbare Fülle von Meistern wie Cézanne, Gauguin, Kandinsky, Kirchner, Macke, Marc, Matisse, Munch, Nolde, Picasso, Schiele, Signac oder van Gogh. Das Spektrum der gezeigten Kunst reichte vom Spätimpressionismus bis hin zum deutschen Expressionismus, den jungen Malern der Brücke und des Blauen Reiters. Anlässlich des runden Jubiläums zeigt das Wallraf mit "1912 – Mission Moderne" einen spektakulären Rückblick auf die Jahrhundertschau des Sonderbundes. Mit mehr als 100 Meisterwerken, die allesamt damals zu sehen waren, wird die ursprüngliche Ausstellung in ihren Schwerpunkten und Zielsetzungen rekonstruiert. Damit macht das Wallraf die zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschenden künstlerischen Grundtendenzen erneut sichtbar. Dank des historischen Abstandes von hundert Jahren vermag die faszinierende Retrospektive zu verdeutlichen, wie revolutionär und bahnbrechend die "Sonderbundausstellung" für ihre Zeit war.

Die Erfindung der Landschaft um 1500
Einem Zeitgenossen von Hieronymus Bosch auf der Spur
7. Dezember 2012 – 17. Februar 2013 (Graphisches Kabinett)

Die Ausstellung zeigt eine kleine Gruppe von sieben Landschaftszeichnungen im Bestand des Dresdner Kupferstich-Kabinetts, die zu den ältesten Darstellungen von Landschaften in der niederländischen Zeichenkunst gehören. Bislang wurde mit dem Einsatz der Landschaft als eigenständigem Motiv der Name Joachim Patinir verbunden, der in den 1520er Jahren tätig war. Kunsttechnologische und -historische Untersuchen im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Typologie der niederländischen Zeichnung im 16. Jahrhundert haben aber ergeben, dass die sieben Dresdner Zeichnungen auf eine frühe Entstehung um 1500 hinweisen. Der Zeichner selbst ist namentlich nicht bekannt. Sein Notname "Der Meister der Dresdner Wilhelm von Maleval-Zeichung" ist dem Motiv eines Werkes geschuldet, das den Heiligen Maleval im Kampf mit fliegenden Ungeheuern zeigt. Die Ausstellung gewährt einen spannenden Einblick in neuere naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden, die bei der Bestimmung der Zeichenmittel und der verwendeten Papiere geholfen haben. "Die Erfindung der Landschaft um 1500" ist eine Kooperation des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud mit dem Kupferstich-Kabinett in Dresden und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin.

WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD
Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
50667 Köln
Tel.: 0221 / 221 21119
info@wallraf.museum
www.wallraf.museum
ÖFFNUNGSZEITEN
Mo geschlossen Di 10-18 Uhr Mi 10-18 Uhr Do 10-21 Uhr (an Feiertagen 10-18 Uhr) Fr 10-18 Uhr Sa, So 10-18 Uhr

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