DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Ausstellungsorte in Köln: Museum Ludwig / Museum für angewandte Kunst / Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud /

Köln
Museum Ludwig

Ausstellungen

Ausstellungen

Wir nennen es Ludwig.
Das Museum Ludwig wird 40!
bis 8. Januar 2017

Die Gruppenausstellung Wir nennen es Ludwig stellt den Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Museum Ludwig 2016 dar. Drei Jubiläen gilt es zu begehen: 1946 hatte Josef Haubrich seine Sammlung mit Werken der klassischen Moderne der Stadt Köln geschenkt und damit den Grundstein für ein Museum gelegt, 1976 unterzeichneten Peter und Irene Ludwig ihren Schenkunsvertrag mit rund 350 Werken zeitgenössischer Kunst und 1986 konnte der Neubau des Museums eröffnet werden. Das Thema dieser breit angelegten Schau ist die Institution selbst. In der gemeinschaftlichen, mit dem Direktor und allen Kuratoren des Hauses konzipierten Ausstellung sind internationale Künstlerinnen und Künstler eingeladen, gemeinsam mit der Institution zu reflektieren, was das Museum Ludwig ist. Der Titel Wir nennen es Ludwig ist bewusst offen gewählt, da es nicht um eine Festschreibung geht, sondern um eine Ausstellung, die sich der Subjektivität des Ansatzes bewusst ist. Das Museum Ludwig definiert sich in deutlichem Maße durch die eigene Geschichte, seine Sammlung und durch die Menschen, die diese geprägt haben. Hierzu zählen in erster Linie die Künstlerinnen und Künstler, deren Werke in den Ausstellungen der letzten 40 Jahre präsentiert wurden beziehungsweise Einlass in die Sammlung fanden. In diesem Sinne versteht sich das Museum Ludwig im besonderen Maße als ein Museum der Künstlerinnen und Künstler. Wir nennen es Ludwig trägt dieser Situation Rechnung, indem es gerade diese Akteure des Kunstsystems einlädt, entweder neue Werke in Bezug auf die Geschichte des Hauses, seine Sammlung oder Architektur zu entwickeln oder aber mit der Sammlung des Museum zu arbeiten. Rund 25 Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, neue Arbeiten für diese Ausstellung zu entwickeln beziehungsweise mit dem Team gemeinsam Werke auszusuchen, die sich dezidiert auf das Museum Ludwig beziehen, oder Räume mit dem Sammlungsbestand des Museums einzurichten. An dieser ambitionierten Ausstellung nehmen sowohl Künstler aus Europa und Nordamerika (z.B. Maria Eichhorn, Hans Haacke) als auch aus Afrika (z. B. Georges Adéagbo, Bodys Isek Kingelez), Asien (Ei Arakawa, Pratchaya Phinthong) und Lateinamerika (Minerva Cuevas, Diango Hernández) teil. Damit unterstreicht das Museum Ludwig einmal mehr seine postkoloniale Ausrichtung, die sich schon in der Sammlungstätigkeit von Peter und Irene Ludwig abzeichnete.

Master of Beauty
Karl Schenkers mondäne Bildwelten
bis 08. Januar 2017

Karl Schenker (1886 – 1954): der "geborene Bildner eleganter Gestalten", "a master of several mediums", "Frauenkopfregisseur" – die Presse war voll des Lobes über jene Fotografien, die Karl Schenker in den 1910er - und 20er -Jahren zu einem der bekanntesten So ciety -Porträtisten machten. Wer Rang und Namen hatte, ließ sich von ihm in seinem Berliner Atelier am Kurfürstendamm porträtieren, denn bei keinem war man so schön, keiner konnte so meisterhaft retuschieren wie er. Schauspielerinnen, Tänzerinnen und Damen der Gesellschaft umhüllte er mit Tüll und Pelzen bevor er sie ablichtete – oder malte den Pelz erst hinterher ins Bild. Der Fotograf Heinz Hajek- Halke erinnerte sich später mit Bewunderung: "Er (Schenker) hatte von einer angesehenen ‚Dame' der Gesellschaft Akt -Aufnahmen gemacht – ‚[...] und dass um Gottes Willen mein Mann nicht davon erfährt!' Er schickte ihr die Aufnahmen ins Haus, aber bekleidet mit einem der kostbarsten Pelze, auf dem man jedes Haar zählen konnte. Ich habe selber derartige Retusche von ihm gesehen und ging in die Knie." Als Fotograf, aber auch Zeichner, Maler und zeitweilig Bildhauer galt Schenkers Schaffen vor allem der Herstellung schöner Frauenporträts. Zu Hilfe kamen ihm dabei sämtliche Mittel der Fotoretusche, aber sicher auch die aufk ommende Kosmetikindustrie und im ein oder anderen Fall wohl auch die ebenfalls junge Schönheitschirurgie, deren Institute in unmittelbarer Nähe von Schenkers Atelier für Nasenkorrekturen und Face- Liftings warben. Vor allem Frauen gerieten zur formbaren Materie – und das oberste Gebot lautete: Schönheit.

Museum Ludwig
Am Dom / Hbf.
Bischofsgartenstr. 1
50667 Köln
Tel. (0221) 221-26165
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 – 18 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat: 10 – 22 Uhr
http://www.museum-ludwig.de

zur Gesamtübersicht Ausstellungen

Twitter
RSS