Ausstellungsorte in Köln: Museum Ludwig / Museum für angewandte Kunst / Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Köln
Museum Ludwig
Sammlung Haubach
Vor dem Gesetz
MAK
WASA MARJANOV - Skulpturen mit Architekturbewusstsein
WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD
Wilhelm Leibl und die Farbe Schwarz

Jimmie Durham Building a nation, 2006 (Detail) Verschiedene Materialien Installationsansicht Matt's Gallery, London Foto: John Riddy Courtesy the artist and Matt's Gallery, London
Museum Ludwig:
Die Ausstellung VOR DEM GESETZ vereint Skulpturen der Nachkriegszeit und Räume der Gegenwartskunst. Auf dem Weg zur Ausstellung finden folgende Gespräche statt, die sich mit der zentralen Frage nach der Menschenwürde und ihrem Verhältnis zum Konstrukt Recht auseinandersetzen:Kunst vermag zu zeigen, was sich Sprache verweigert, sie ist in der Lage, Zeit und Zeitgeschehen zu visualisieren und gesellschaftliche Fragen zu erkunden: Was ist menschliche Existenz, physisches Dasein? Was ist menschlich, was unmenschlich? Wo liegen die Grenzen, wenn es um das Konzept der Menschenwürde und die Verletzung der Menschenrechte geht? Wie geht man in Zeiten der Globalisierung mit der Heterogenität der Welt um? Wie positioniert man sich als Individuum? Die Ausstellung "Vor dem Gesetz" zeigt künstlerische Positionen, die sich auf unterschiedliche Weisen und zu verschiedenen Zeiten auf den Menschen einlassen und versuchen, ihn als politisches Wesen auszumachen und zu positionieren. Sie verweisen dabei nicht auf spezifische Konflikte, sondern behandeln Themen, die das Menschsein an sich betreffen. "Vor dem Gesetz" betrachtet künstlerisches Handeln im existenzialistischen Sinne, und selbst in den zeitgenössischen Positionen klingt der Tenor der Nachkriegsjahre an. Die Erfahrung einer intensiven Unmittelbarkeit einerseits und die Reflexion über die conditio humana andererseits sind wesentliche Ausgangspunkte der Ausstellung. Zu sehen sein werden sowohl aktuelle Arbeiten, unter anderem von Bruce Nauman, Pawel Althamer und Jimmie Durham, als auch Werke aus den 1950er Jahren, von Künstlern wie Germaine Richier, Reg Butler und Ossip Zadkine. Alle setzen sich auf subtile Weise mit der Verletzlichkeit des Menschen in einer Welt auseinander, in der das Konzept der Menschenwürde immer aufs Neue gefährdet ist.
MAK: Der in Düsseldorf lebende und arbeitende Künstler WASA MARJANOV arbeitet als Grenzgänger zwischen Bildhauerei, Architektur, Theater, Literatur, Musik, Fotografie und Video. Seine ‚Gesamtkunstwerke' vereinen angewandte wie autonome Kunst und spielen dabei mit unseren Denkgewohnheiten. So erinnern seine architektonischen Skulpturen an Architekturmodelle, die dazu präsentierten Fotografien verdeutlichen jedoch, dass sie nicht realisierbar sind. Oder er richtet Kleinskulpturen, die die Formensprache weltberühmter Architekten zitieren und parodieren, wie Appetithäppchen auf Tellern an. Neben den architektonischen Skulpturen werden auch die "Theaterkisten" von WASA MARJANOV zu sehen sein – aufklappbare Kisten, die sowohl Bühnen- wie auch Zuschauerraum enthalten. Konsequent werden auch die "Theaterkisten" von kommentierenden Fotografien begleitet. Hier können Sie eine individuelle Führung buchen.
WALLRAF-RICHARTZ-MUSEUM & FONDATION CORBOUD:
Am Ende der Ausstellungsreihe „Der un / gewisse Blick“ erinnert die Graphische Sammlung an den Ankauf einer umfangreichen Kollektion von hochkarätigen Zeichnungen von Wilhelm Leibl. Im Jahre 1911 erwarb das Wallraf-Richartz-Museum ein Konvolut von Werken aus dem ehemaligen Besitz des Kommerzienrats Ernst Seeger aus Berlin. Die zumeist in schwarzer Kreide und Kohle ausgeführten Arbeiten gehören noch heute zu den beeindruckendsten Zeugnissen der Zeichenkunst des späten 19. Jahrhunderts.