Ausstellungsorte in Hannover: Museum August Kestner / Kunstverein / Sprengel Museum / Niedersächsisches Landesmuseum / Wilhelm-Busch-Museum / Stiftung Ahlers pro Arte / kesterngesellschaft / Museum für Energiegeschichte / Historisches Museum Hannover
Hannover
Sprengel Museum
Made in Germany Zwei.
Internationale Kunst in Deutschland
17. Mai 2012 bis 19. August 2012
Lorbeeren und Erdbeeren.
Max Ernst – Das grafische Spätwerk 1949–1976
bis 10. Juni 2011
Ausstellungen 2012
Lorbeeren und Erdbeeren. Max Ernst – Das grafische Spätwerk 1949–1976 bis 10.Juni 2011
Max Ernst, einer der wesentlichen Vertreter des Surrealismus und in seinem Schaffen beständig experimentierender Geist, kehrte Anfang der 1950er-Jahre aus den USA, wohin er 1941 hatte emigrieren müssen, erstmals nach Europa zurück. 1953 schließlich entschied der Künstler, sich endgültig in Frankreich niederzulassen. Diese Zeit stellt nicht allein eine biografische Zäsur dar, sondern markiert zugleich einen bemerkenswerten Anstieg in der grafischen Produktion. In Frankreich geriet zwar das Leben von Max Ernst in ruhigere Bahnen, doch es wuchs zusehends der internationale Ruhm des Künstlers: Seinem Werk wurden umfangreiche Ausstellungen und Retrospektiven gewidmet, und er erhielt zahlreiche Ehrungen. »Lorbeeren und Erdbeeren. Das unvermeidliche Ergebnis dieser Kundgebungen: plötzlich Bekanntsein diesseits und jenseits der Wasser. Jeder beflissene Kunstschüler verehrt ihn, bessere Damen lächeln ihm zuvorkommend zu, Würdenträger lüften den Hut und rufen aus: ›Er hats erreicht.‹ Wie aber stellt sich der Schnabelmax [d. i. Max Ernst] zu dieser Notorietät, er, dem eine einzige wilde Erdbeere tausendmal lieber ist als alle Lorbeeren der Welt? Wie kann er diese Last ohne zu versumpfen in sich ertragen? Die Antwort ist leicht: seit seinen Jugendjahren ist er sich der Gefahr bewusst, und das heißt: die Gefahr ist nicht da. Die Lösung ist höchst einfach: handeln!« Ausgewählte Einzelblätter, Mappenwerke und Bücher sind zu sehen, die einen konzentrierten Querschnitt durch das grafische Schaffen von 1949 bis zum Tod Max Ernsts im Jahr 1976 vermitteln. Insbesondere eine variantenreiche stilistische Formensprache zeichnet dieses Spätwerk aus: Symbol- und Zeichenhaftes, oszillierende Kurven und Liniengespinste sowie Abdrücke von Natur- und Alltagsformen sind ebenso zu finden wie Überlagerungen von Linien und Farbfeldern, die sich zu neuen Motiven umdeuten lassen. Das Werk von Max Ernst ist einer der wichtigen Sammlungsschwerpunkte im Sprengel Museum Hannover. Die Fritz Behrens-Stiftung erwarb 1972 von der Galerie Brusberg, Hannover, die fast vollständige Druckgrafik. Durch einen Tausch gegen ein Gemälde von Emil Nolde gelangte dieses Konvolut 1982 in das Sprengel Museum Hannover.
Made in Germany Zwei. Internationale Kunst in Deutschland

Olaf Holzapfel Lichtbild Köper, 2011 Heu, Drahtgeflecht, Fixativ, Holz 166 x 124 x 28 cm Courtesy Galerie Gebr. Lehmann, Dresden, Berlin Foto: Jens Zieh
Die Überblicksschau »Made in Germany Zwei« stellt mit ca. 40 KünstlerInnen aktuelle Werke einer jüngeren in Deutschland arbeitenden KünstlerInnen-Generation vor, setzt sie in Bezug zueinander und untersucht Gemeinsamkeiten, Tendenzen und künstlerische Entwicklungen. Die Präsentation aktueller Positionen zeitgenössischer Kunst aus Deutschland steht erneut im Mittelpunkt, wobei der Fokus von »Made in Germany Zwei« verstärkt auf dem Medium der Ausstellung und seinen Möglichkeiten einer vergleichenden und thematisch orientierten Auseinandersetzung liegt.

Bernd Ribbeck Ohne Titel, 2011 Tusche, Papier 35,4 x 25,4 cm Courtesy Galerie Kamm, Berlin
Berichterstattung folgt!
Ausstellungen
Bernhard Furchs. Straßen und Wege / Porträts / Autos
27. Juni bis 7. Oktober 2012
Im Bestiarium der Moderne Tiere, Masken und Chimären
2. September 2012 bis 10. Februar 2013
In Gestalt von Tieren, fabelhaften Erscheinungen und fremdartigen Wesen haben Künstler ihre Lebenserfahrungen und Wunschvorstellungen, ihre Ideale und Alpträume formuliert. Janusköpfig ist die Symbolik von Tieren, Masken und Chimären in der Kunst über ver- schiedene Zeiten hinweg, in unterschiedlichen Strömungen der Avantgarden und im Werk einzelner Künstler. Sie stehen für Tod und Krieg ebenso wie für Frieden, Harmonie oder Verwurzelung. Mit ihrer Umgebung können sie sich zum Ausdruck eines utopischen Welt- ideals vereinen und ein irdisches Paradieses darstellen wie bei-spielsweise im Werk der Künstler des Blauen Reiter. Sie sind leibhaftige Freude am Dasein, an Theater, Spiel und Kombinatorik. Sie repräsen- tieren Zähmung und Kontrolle, aber auch Vitalität und Triebhaftigkeit. Im Werk der Surre- alisten haben sie Rätsel und Seinszustände, das Märchenhafte und Fantastische ver- körpert. Künstler wie Max Ernst und Pablo Picasso sahen Tiere und Mischwesen als Orakel des menschlichen Schicksals, adaptierten sie für individuelle Formulierungen und deuteten sie in ein alter ego um. James Ensor etwa verlieh in karnevalesken Charakteren und Chi- mären einer ambivalenten Welt Ausdruck. Tiere, Masken und Chimären sind künstlerische Schöpfungen und als solche Spiegel der Welt und der Künstler selbst und ihrer Erfah- rungen.
Rudolf Jahns: Im Zeichen der Linie – Die Entwicklung der Arbeiten auf Papier
10. Oktober 2012 bis 3. Februar 2013
Das bislang wenig gezeigte graphische Gesamtwerk von Rudolf Jahns, jenes Mitbe- gründers der "abstrakten hannover", wird in einer Auswahl an Werken aus dem Sprengel Museum Hannover und von privaten Leihgebern aus allen Schaffensperioden präsentiert. Dabei sollen die zeichnerischen Arbeiten weniger als Vorstudien für darauf folgende Ge- mälde gezeigt werden, sondern als eigenständige Kunstform betrachtet werden. Ausge- suchte Druckgrafiken und Collagen ergänzen die Auswahl der Zeichnungen nachhaltig. Die hierbei sichtbar werdenden Wechselwirkungen zwischen diesen künstlerischen Tech- niken, aber auch die Widersprüche und die scheinbar gegenläufigen Tendenzen in den einzelnen Werkphasen, werden dadurch charakterisiert. Die breite schöpferische Gesamt- leistung von Rudolf Jahns kann in den Arbeiten auf Papier somit neu entdeckt werden.
Sprengel Museum
Kurt-Schwitters-Platz 1
30169 Hannover
Tel. 0511 168-43875
Ö: Dienstag 10 - 20 Uhr Samstag 10 - 18 Uhr Samstag 10 - 20 Uhr (nur PHOTOGRAPHY CALLING!) Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag 10 - 18 Uhr
