Ausstellungsorte in Hannover: Museum August Kestner / Kunstverein / Sprengel Museum / Niedersächsisches Landesmuseum / Wilhelm-Busch-Museum / Stiftung Ahlers pro Arte / kesterngesellschaft / Museum für Energiegeschichte / Historisches Museum Hannover
Hannover
Museum für Energiegeschichte
"Licht an! Wie das Licht elektrisch wurde"
bis
31. Mai 2013
Kostbarkeit: Die tönerne, byzantinische Öllampe aus dem 6. bis 8. Jahrhundert ist gleichzeitig das älteste Stück der Sammlung. Über Jahrhunderte hinweg veränderten sich fortwährend die Formen, aber auch die Brennstoffe der Lampen. Vom Tierfett zum Olivenöl, vom Rüböl zum Petroleum leuchtete, brannte, stank und qualmte es mal mehr, mal weniger gut. Eine entscheidende Verbesserung der Öllampentechnik gelang Ende des 18. Jahrhunderts dem Schweizer Physiker und Chemiker Francois Argand. Nun in Kenntnis, dass für einen optimalen Verbrennungsprozess Sauerstoff nötig ist, erfand Argand den nach ihm benannten Brennertypus. Ausgestattet mit Runddocht, Frischluftzufuhr, seitlichem Tank und Glaszylinder sorgte die Argand-Lampe fortan für nahezu flackerfreie Helligkeit.
Wie in den folgenden 200 Jahren das Licht dann schließlich elektrisch wurde, zeigt die Ausstellung anhand von Exponaten und Versuchsstationen in verschiedenen Themeninseln. Zu sehen ist zum Beispiel ein kleiner, weißer Baumwollstrumpf, mit dem der österreichische Chemiker Carl Auer von Welsbach Ende des 19. Jahrhunderts das Gaslicht revolutionierte. Getränkt mit einem Metallgemisch aus den Seltenen Erden, glühten diese Strümpfe einige Jahre so hell, dass sie selbst die Konkurrenz der ersten elektrischen Lampen nicht zu fürchten brauchten. Viel mehr - und für manche auch zu viel - Licht brachten wiederum die elektrischen Bogenlampen. 1889 beleuchteten sie auf meterhohe Masten montiert in Hannover den Bahnhofsvorplatz.
Dass es letztlich Thomas Alva Edison war, der seine Lampe zum Welterfolg machte, hatte einen einzigen Grund: Edison war nicht nur Erfinder, sondern auch Geschäftsmann mit viel Sinn für das Praktische. Und so war er derjenige, der als erster neben der glühenden Kohlefadenlampe auch ein komplettes Beleuchtungssystem bereitstellen konnte: von der elektrischen Kraftstation bis zum Lichtschalter aus Porzellan. Noch heute gehen die Größenangaben der Schraubsockel "E14" und "E27" auf den genialen Erfinder zurück. Denn das E steht für Edison.
E.ON Avacon AG Museum für Energiegeschichte(n)
Humboldtstraße 32
30169 Hannover
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr
