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Hamburg
Museum für Kunst und Gewerbe

Body & Soul
Menschenbilder aus vier Jahrtausenden

bis 1. April 2012

Alexander McQueen Inspirations bis 6. Mai 2012

Neue Haspa-Galerie im MKG laufend

Frisch renoviert laufend

Body & Soul

Was ist der Mensch? Was macht ihn aus? Was treibt ihn an? Fragen, die Menschen seit Jahrtausenden bewegen und immer neue Antworten suchen lassen. Der menschliche Körper als kleinste soziale Einheit, als Repräsentant von Ideen, Wünschen, Sehnsüchten, Personen und Kulturen ist bis heute ein bevorzugtes Objekt für Künstler, um das Wesen des Menschen und die Bedingungen des Menschseins immer wieder neu auszuloten. Das Museum für Kunst und Gewerbe zeigt über 150 Skulpturen, Figuren und Menschendarstellungen aus vier Jahrtausenden, Werke aus allen Kulturen der Welt, aus der christlichen, islamischen und buddhistischen Religion und anderen Glaubensrichtungen.

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Richard Luksch
Stehende (aus dem Ensemble zwei Stehende), 1905
202 x 64 cm, Fayence
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto: Hiltmann/Rowinski/Torneberg

Bei der Schau „Körper und Seele“ geht es um das Bild des Menschen von sich selbst. Daher spannt sich der Themenbogen von der Geburt bis zum Tod, streift dabei Leidenschaft und Individualität, Schönheit und Kampf. In der überschaubaren und gut strukturierten Schau hat jeder Besucher ausgiebig Zeit nicht nur das Ich und das Du in der Bildhauerei und Fotografie in Augenschein zu nehmen, sondern auch transkulturelle Gemeinsamkeiten zu konstatieren. Statt umfangreicher Saaltexte kann sich jeder, der möchte, mit Informationen zu den einzelnen Themen an verschiedenen Abreißblocks bedienen und dann je nach Vorlieben bei Themen länger verweilen.

bodhisattva
China, Dehua
Bodhisattva Guanyin mit Kind, Qing-Dynastie, 18. Jh.
Höhe: 34 cm, Porzellan, Blanc de Chine
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto: Hiltmann/Rowinski/Torneberg

Zwei Frauen aus Porzellan empfangen den Besucher am Ausstellungseingang. Schlank und begehrenswert schauen die von Richard Luksch geschaffenen lebensgroßen Figuren aus, die dem Schönheitsideal zu Beginn des 20.Jahrhunderts entsprechen. Die fließenden Formen der beiden Frauengestalten stehen im Kontrast zur starr sitzenden Gottheit Osiris, die zum Themenkreis „Tod“ gehört.


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Leonhard Kern Adam und Eva nach der Vertreibung aus dem Paradies, um 1645/50 Höhe 31 cm, Elfenbein Eigentum der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen Erworben aus Mitteln der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen, der Kulturstiftung der Länder und der Campe’schen Historischen Kunststiftung
Foto: Hiltmann/Rowinski/Torneberg

Geburt und Werden des Lebens ...

... sind eng mit der christlichen Sakralkunst verbunden, wie wir sie vor allem aus dem 15. und 16.Jahrhundert kennen. Das Christuskind von Gregor Erhard ist eine recht typische Arbeit jener Zeit und zeigt Christus als Kind, die Weltkugel in der einen Hand haltend und mit der anderen den Segen erteilend. Rundgesichtig ist der lebensgroße Jesusknabe, mit dem das Thema „Geburt“ aufgemacht wird. Neben dieser Figur fällt uns die stehende sandsteinerne Muttergottes auf, die in ihrem Arm ihr Kind trägt, das mit dem Kopfschleier der Mutter zu spielen scheint. Während in der Darstellung der Muttergottes überaus viel Wert auf die faltenreiche Kleidung gelegt wurde, ist die Formgebung eines Idols aus dem frühen 1. Jahrtausend vor unser Zeitrechnung, vermutlich aus Nordpersien stammend, eher schlicht und archaisch. Dick sind das Gesäß und die Schenkel der kleinen Statuette ausgeprägt. Dies sind Merkmale, wie wir sie aus ähnlichen steinzeitlichen Darstellungen kennen. Diese verkörpern die Fruchtbarkeit und die Schöpfung schlechthin. Dass es Mutter Kind-Darstellungen auch in anderen Kulturen gibt, unterstreicht die Bronzefigur der Gottheit Isis mit ihrem Sohn Horus auf dem Schoß. Auch im fernen China gibt es derartige Bildmotive, wie aus der ausgestellten Bodhisattva Guanyin mit Kind entnehmen können. Das Kind verkörpert in diesem Falle die Kraft, den Kinderwunsch von Frauen erfüllen zu können.

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Erich Heckel
Stehende, 1912
141 x 24,5 cm, Holz, bemalt
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Stiftung des Kunstgewerbe-Vereins zum 70. Geburtstag von Herrn Eberhard Thost
Foto: Hiltmann/Rowinski/Torneberg

Leidenschaft ist auch Sexus

In Elfenbein geschnitzt hat Leonhard Korn „Adam und Eva“, die aus dem Paradies vertrieben wurden und nun mit Angst im Gesicht das Leben jenseits von Eden beginnen. Die Verführung der Schlange und die verbotenen Früchte der Erkenntnis standen nach christlichen Vorstellungen am Anfang des irdischen Lebens. Spaß und Freunde strahlen die ausgelassenen Tänzer aus, die eine Schale aus dem Iran schmücken. Von Leidenschaft und Liebe sprechen auch die Fächer, die Oskar Kokoschka für Alma Mahler schuf. Kokoschka hatte sich in die Witwe Gustav Mahlers verguckt und mit ihr unter anderem 1912 eine Italienreise unternommen, in deren Kontext die Fächer als Liebesgabe entstanden. Intimes enthüllen die Fotografien von Araki, der in seinen Arbeiten gefesselte nackte Frauen zeigt. Die weibliche Leidenschaft und der Sexus scheinen gefesselt, nicht offen zur Schau gestellt. Wären sie dies, dann widerspräche eine solche Zurschaustellung des in Japan mit Diskretion gepflegten Intimen. Umso erstaunlicher ist es, einen Holzschnitt aus Japan zu sehen, der ein Liebespaar in ganz eindeutigen Posen zeigt. Vor den Konturen des Fuji treiben es die beiden nach Herzenslust in der Stellung 69. Dieser Holzschnitt ist wohl Teil eines Lehrbuches zum Thema Sexualität.

Verschämt hingegen geht die Stehende von Erich Heckel mit ihrer Nacktheit um, kreuzt ihre Beine, sodass ihre Scham nicht zu sehen ist, und legt auch die Arme über ihre entblößten Brüste – eine ganz eigenwillige Darstellung einer Venus des 20.Jahrhunderts.

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Nô-Maske des jungen blinden Prinzen, Edo-Zeit, 1. Halfte 18. Jh.
Höhe: 21 cm, Zypressenholz, Muschelkalkgrundierung, Farbfassung
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto: Hiltmann/Rowinski/Torneberg

Schönheit entsteht im Auge des Betrachters

Magazine in verschiedenen Aufmachungen befassen sich heute jede Woche mit dem Thema. Unterdessen haben auch vollschlanke Frauen und nicht allein untergewichtige Models Eingang in diese bunte Blätterwelt erhalten. Augenscheinlich empfinden die drei Frauen aus Dahomey, die Irving Penn 1967 fotografierte, ihre Narbentätowierungen als schön so wie heute unter jungen Frauen und Männern unterdessen Lippen-, Nasen- und Zungenpiercings chic sind. Die drei Grazien, die Christoph Gottfried Jüchtzer im späten 18.Jahrhundert aus Porzellan modellierte, galten zu jener Zeit als vollkommen. Dicksein war in China in der Mitte des 8. Jahrhunderts durchaus angesagt, so muss man annehmen, wenn man die beiden Chinesinnen aus der Zeit der Tang-Dynastie betrachtet. Mondgesichtig ist die Dame, die Pablo Picasso auf einem Keramikteller verewigte. Ob sie schön ist, muss der Betrachter entscheiden.

Spiel und Kampf

Zum Menschsein gehört das Spiel sowie körperliche Betätigung auch jenseits des Schneller, Höher, Weiter. In Schillers Worten klingt das so: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Leider kann der Besucher weder das Dreirad mit dem kleinen in Rot gekleideten Knaben auf dem Sitz noch den Trinkspielautomaten mit Neptun, der auf einer Schildkröte reitet, in Gang setzen. Auch die von Lyonel Feininger für seine Kinder geschaffenen Spielfiguren bleiben hinter dem Vitrinenglas unerreichbar.

dreirad
Dreiradfahrer, 1867
23 x 12 x 29 cm, Eisen, Blech, Messing, Baumwolle, Pappmaschee
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto: Hiltmann/Rowinski/Torneberg

Neben dem Spiel gehört auch der Kampf, der Streit, der Konflikt zum menschlichen Leben. Dabei ist der Kampf auch ein Phänomen, das in Nigeria ebenso auftaucht wie im antiken Griechenland. Eine aus Nigeria stammende Reliefplatte zeigt Krieger mit Schwertern und abgeschlagene Feindesköpfe am Boden. Aus Mamor entstand eine Kampfszene zwischen Herkules und Cacus, bei der der griechische Held, der schon beim Kampf mit dem Löwen erfolgreich war, den Riesen aus der finsteren Höhle zieht. Dort hatte Herkules Cacus eigenhändig erwürgt.


Individualität oder was?

Was den Menschen besonders ausmacht, sind seine Eigenheit und die Vorstellung der eigenen Person im Zentrum des Denkens. Zumindest gilt das für den modernen Europäer. Der Bildhauer Jean Carriès stellt sich in seinem Selbstbildnis als Griesgram mit faltigem Gesicht dar und orientiert sich dabei an Nô-Masken aus Japan. Selbstbewusst zeigt sich der Hofschneidermeister Daniel Gottlieb Keilpflug, den kein Geringerer als Johann Gottfried Schadow aus Gips geformt hat. Der Kopf eines afrikanischen Kindes mit einer ausgeprägten Nasen-Mund-Falte sowie der Porträtkopf eines Römers, dessen Stirn in Falten liegt, versuchen gleichfalls den Bezug zum Thema Individualität herauszustellen. Auch das Rentnerpaar bei einem Seniorentanznachmittag, das Diane Arbus 1968 in einer skurrilen Kostümierung fotografiert hat, versucht, das Individuelle in den Vordergrund zu rücken.

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Madame d’Ora (Dora Philippine Kallmus)
Josephine Baker, 1928
18,2 x 15,4 cm, Bromsilber
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto: Maria Thrun

Verehrung

Die einen bewundern Ché – keine WG der 1960er Jahre verzichtete auf ein entsprechendes Plakat – andere verehren Buddha, dessen aus Siam stammender Kopf zu sehen ist. Wiederum andere schwärmen für Josephine Baker, die zum Zeitpunkt der ausgestellten Aufnahmen aus dem Jahr 1928 ein gefeierter Weltstar war. Damals begeisterte man sich für sogenannte „Neger-Revuen“. Klassisch zu nennen ist die Anbetungsszene, die Edward Burne-Jones und William Morris zu verdanken ist.


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Kopf eines afrikanischen Kindes, Anfang 1. Jh. v.Chr.
19,7 cm, Basalt
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Foto: Hiltmann/Rowinski/Torneberg

Der Kreislauf des Lebens...

... schließt sich mit dem Tod und wie Martin Heidegger es formulierte: „Der Tod im weitesten Sinne ist ein Phänomen des Lebens. Seit der Renaissance ist der Totenschädel das Symbol für Tod und Leidenschaft, aber auch für Vergänglichkeit, für Vanitas. Für den Tod stehen eine Gesichtsmaske eines jungen Mannes aus China und die goldene Totenmaske einer Libanesin aus dem 1./2.Jahrhundert. Bizarr mutet die teilweise skelettierte Frauenbüste an, die in England um 1700 entstand. Schließlich präsentiert man auch ein aus Limoges stammendes Kopfreliquiar, in dem wahrscheinlich Schädelteile eines Kindes aufbewahrt wurden. (c) fdp-text

Ausstellungen 2012

Der Berliner Skulpturenfund 20. April bis 23. September 2012

Im April 2012 kehren fünf verschollen geglaubte expressionistische Werke nach mehr als 70 Jahren an ihren ursprünglichen Ausstellungsort im MKG zurück. Der "Kopf" von Otto Freundlich aus dem Jahre 1925, Richard Haizmanns "Figur" (1929), Naum Slutzkys "Weibliche Büste" (vor 1931) sowie die "Stehende Gewandfigur" (1925) und "Stehender weiblicher Akt" (o.J.) von Gustav Heinrich Wolff wurden im Januar 2010 zusammen mit 11 weiteren Skulpturen bei einem spektakulären Fund in Berlin geborgen. Die 16 verloren geglaubten Werke, die als der Berliner Skulpturenfund Schlagzeilen machten, sind nun erstmals in Hamburg im MKG zu sehen, nachdem sie nach ihrer Auffindung zunächst im Neuen Museum Berlin ausgestellt waren. Vor zwei Jahren stießen Grabungshelfer vor dem Roten Rathaus in Berlin überraschend auf metallene Gegenstände, die jahrzehntelang unter Bombenschutt begraben lagen. Die Funde stellten sich als Kunstwerke heraus, die in der Ausstellung "Entartete Kunst" ab 1937 unter den Nationalsozialisten als "artfremd" diffamiert wurden. Bei den wiedergefundenen Werken handelt es sich um Bronzen von Otto Baum, Karl Ehlers, Richard Haizmann, Karl Knappe, Marg Moll, Karel Niestrath, Edwin Scharff, Naum Slutzky und Gustav Heinrich Wolff sowie Keramikarbeiten von Otto Freundlich und Emy Roeder. Die Werke dieser bedeutenden Künstler und Bildhauer der Klassischen Moderne wurden 1937 in deutschen Museen beschlagnahmt und galten seitdem als verloren. Die Skulpturen von Otto Freundlich, Richard Haizmann, Naum Slutzky und Gustav Heinrich Wolff gelangten durch Max Sauerlandt, dem damaligen Museumsdirektor, in die Sammlung des MKG. Wie sein Vorgänger, Museumsgründer Justus Brinckmann, maß auch Sauerlandt der zeitgenössischen Kunst einen hohen Stellenwert bei. Unter seiner Leitung erwarb das MKG einen großen Bestand an expressionistischen Werken, von denen viele infolge der diffamierenden Ausstellung "Entartete Kunst" verloren gingen.

Die Sammlung Hanneforth –
250 Meisterwerke des Instrumentenbaus
15. Juni bis 30. Dezember 2012

Die in einer etwa 30-jährigen Sammeltätigkeit aufgebaute Instrumentensammlung umfasst rund 250 Musikinstrumente und wird im MKG präsentiert. Das Interesse des Sammlers galt technisch außergewöhnlichen, in ihrer Konstruktion innovativen Instrumenten. Den Hauptbestandteil der Sammlung bilden Streich- und Holzblasinstrumente des 19. und 20. Jahrhunderts. Darunter befinden sich die für frühe Tonaufnahmen von dem Ingenieur Johann Matthias Augustus Stroh entwickelten "Strohgeigen" – Streichinstrumente mit einem schallverstärkenden Metalltrichter. Die Sammlung enthält außerdem verschiedene Violinen in außergewöhnlichen Korpusformen, wie sie von experimentellen Geigenbauern im 19. und 20. Jahrhundert entworfen wurden. Dazu zählt etwa eine von dem französischen Geigenbauer François Chanot entworfene Violine mit gitarrenähnlichem Korpus. Weitere Objekte der Sammlung sind seltene Tanzmeister- oder Taschengeigen (Pochettes) und verschiedene Stumme Geigen sowie Miniaturinstrumente. Von besonderem historischem Wert sind 24 Französische und Englische Flageoletts, darunter vier besonders bemerkenswerte Doppelflageoletts der Londoner Werkstatt von William Bainbridge. Die Sammlung umfasst auch einige technisch und historisch interessante "Zubehörteile" wie ein patentierter Stimmstock, ein verstellbarer Saitenhalter, Stimmgabeln und Metronome. Nach Ende der Sonderausstellung werden zentrale Stücke der Hanneforth-Sammlung in die Dauerausstellung der Musikinstrumentensammlung des Museums integriert.

Ichundichundich. Picasso im Fotoporträt
13. Juli bis 21. Oktober 2012

Picasso hatte nicht nur eine Leidenschaft für die Malerei, sondern ließ sich auch leidenschaftlich gerne fotografieren. Die bemerkenswertesten seiner Porträts, von der klassischen Atelierszene über Schnappschussfotografie bis hin zur inszenierten Pose, sind ab dem 20. Juli im MKG zu sehen. Die Ausstellung versammelt rund 250 Fotoporträts verschiedener Fotografinnen und Fotografen, da-runter Berühmtheiten wie Richard Avedon, Brassaï, Henri Cartier-Bresson, Man Ray, Cecil Beaton oder Madame d'Ora. Die große Bandbreite der Fotografien dokumentiert nicht nur das Äußere des Porträtierten, sondern auch bedeutende Orte, Situationen und Personen in seinem Leben. Vor allem aber zeigen sie, wie Picasso sich selbst sah und wie er gesehen werden wollte. Bewusst setzte er die Fotografie als Medium zur Inszenierung seiner Persönlichkeit ein. Und das in allen Stationen seines Lebens: als Student in Madrid, als Bohemien im Pariser Künstlerviertel Montparnasse oder in seinen letzte Lebensjahren in Südfrankreich. Die entstandenen Fotografien bewegen sich dabei immer im Spannungsverhältnis zwischen Picassos Wunsch nach kontrollierter Selbstdarstellung und der persönlichen Handschrift seiner Fotografen. Zusammen betrachtet bieten die Aufnahmen einen nuancenreichen Einblick in das Leben Picassos, sie bereichern aber auch den Blick auf das Medium der Fotografie an sich. Die Fotografien stammen zum großen Teil aus der Sammlung des Museum Ludwig in Köln und werden ergänzt durch Aufnahmen aus über 30 internationalen Museen und Archiven aus Frankreich, Spanien, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und der Schweiz.

Neue Haspa-Galerie im MKG

Im zweiten Obergeschoss des MKG sind seit 17. Mai 2011 die Werke der berühmten Künstlervereinigung Hamburgische Sezession aus Jahren 1919 bis 1933 aus der Sammlung Hamburger Sparkasse in wechselnden Ausstellungen zu sehen sind. Die Dauerleihgabe umfasst 350 Gemälde, Aquarelle, Drucke und Zeichnungen. Sie befindet sich seit 2002 im MKG und wurde sukzessive von jung Forscherinnen und Forschern im Rahmen des von der Haspa finanzierten Max-Sauerlandt-Volontariats wissenschaftli bearbeitet.

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Karl Kluth Wegspuren II, 1935 Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm
© Vera Kluth Foto: Fotostudio Grünke Hamburger Sparkasse

Es gibt „laute Ausstellungen“, die marktschreierisch daherkommen, wie die gleichfalls im Haus inszenierte Schau zu Udo Lindenberg, und es gibt „leise Ausstellungen“, die auf ein fachkundiges Publikum zielen, denen der Sinn nicht nach Trash, sondern nach Kunst und Design steht. Die überschaubare aktuell gezeigte Ausstellung mit 23 Arbeiten ist dazu angetan, sich intensiver mit den Vertretern der Hamburger Avantgarde zu befassen. Durch die gekonnte Ausstellungsarchitektur – eine Rotundenhälfte hat man in den Raum eingefügt – gewinnt man Platz und Ausstellungsfläche, muss nicht in allzu dichter Hängung Werke präsentieren, die zu den 350 Ölgemälden, Aquarellen, Drucken und Zeichnungen aus der Sammlung Hamburger Sparkasse gehören. Im steten Wechsel möchte man diesen Fundus in Ausschnitten nach und nach einem interessierten Besucherkreis vorstellen. Zu sehen sind momentan Arbeiten, die zwischen 1910 und 1938 entstanden. Norddeutsche Landschaften wie die „Sylter Dünen“ von Anita Reé sind ebenso darunter wie Hamburgansichten wie der Blick von Blankenese auf die Elbe von Paul Kayser.

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Otto Tetjus Tügel Kubistische Stadtlandschaft, 1920 Öl auf Leinwand, 74 x 60 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 Foto: Margot Schmidt Hamburger Sparkasse

Blick auf die Elbe

Kayser hat sein Werk wohl zu Beginn des Frühlings geschaffen – man betrachte nur das zarte Grün in den Blankeneser Vorgärten und die erste Baumblüte. Strahlend ist der Himmel jedoch nicht, sondern grau bedeckt. Zwei Segler sind auf der Elbe unterwegs. Kaum zu glauben, aber in den 1930er Jahren muss die Elbe ein beliebtes Badeparadies gewesen sein, schaut man sich die Strandszene an, die Walter Tanck gemalt hat. Strandkörbe stehen am Strand; scharenweise sind Badegäste hinaus an den Blankeneser Elbstrand gekommen. Die Elbe ist auch bei Fritz Flinte ein Motiv: In Öl auf Pappe malte er mit bewegtem Duktus zwei Damen in Sonntagskleidung mit ihren Kindern am Elbestrand. Wolkenverhangen ist der Tag an der Elbe, den Heinrich Stegemann um 1938 festgehalten hat. Einsam steht ein Mann auf einem Anleger und starrt auf das Wasser, während ein Elbkutter vorbeigleitet.

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Eduard Bargheer Sylter Watt, 1938 Aquarell und Gouache auf Papier, 51,5 x 72 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 Foto: Fotostudio Grünke Hamburger Sparkasse

Norddeutsche Landschaft

In gefühlte Farbe tauchte Eduard Bargheer sein „Sylter Watt“ ein. Wattinseln und Priele, die sich bis zum schmalen Horizont erstrecken, sind deutlich auf dem Gemälde zu erkennen. Rot konturierte Landinseln im hellblauen Meerwasser malte Fritz Kronenberg in seinem flächig angelegten Werk. Karl Kluth hingegen hat sich der banalen Wagenspuren angenommen, die einen Weg durch die flache Landschaft Norddeutschlands tief zerfurcht haben.

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Rolf Nesch Pusteblumen, 1928 Pulverfarben auf Firnis (Mischtechnik) auf Pappe, 73 x 51 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 Foto: Margot Schmidt Hamburger Sparkasse

Der in Norwegen gefeierte Rolf Nesch – ihm ist dort sogar ein eigenes Museum gewidmet worden – ist auch in der sehenswerten kleinen Ausstellung zu sehen. Für seine „Pusteblumen“ hat der Künstler die Strukturen der Blüten in die Farbschichten eingeritzt. So ergibt sich eine gewisse Plastizität des Motivs. Lila-Rosa erstrahlt die von Nesch gemalte Hochwiese, an deren Rand einige Spaziergänger Platz genommen haben. Mächtig sind die in Petrolgrün, Graurosa und Tiefgrün getauchten Bäume, die die Hochwiese umstehen. Sehr naturalistisch hingegen legte Nesch sein Werk „Sonnenblumen“ an.

Einsam sitzt eine Frau nackt am Strand. Wohlbeleibt ist sie und in Rot gehalten. Daher nannte Karl Kluth seine Arbeit auch „Roter Akt“. Auffallend sind die Schichtzonen des Meeres, schmale Streifen in Graublau, Tannengrün und Dunkelmausgrau. Auch der Himmel und der Strand sind Farbbänder, die mit dem Lineal gezogen zu sein scheinen. In wässrigen Farben hat Alma del Banco die Segler von Cuxhaven auf die Leinwand gebannt. Nicht nur die sichelförmigen Segel reihen sich im Bildvordergrund auf, sondern es steht auch ein Mann am Steg, von dem der Betrachter nicht weiß, was er dort eigentlich tut. Im Hintergrund sieht man Bootshäuser und einen Steg, auf dem zwei mit Badehosen Bekleidete unterwegs sind.

Zu den Hamburger Ansichten gehört auch Alfred Heinsohns „Spaziergänger an der Binnenalster“. Ohne Grundierung wurden die tonigen Farben vom Künstler auf die Leinwand aufgetragen, sodass die Webstruktur ein wichtiges Gestaltungselement der Arbeit ist.Bargheer verdanken wir ein überwiegend in Grautönen gehaltenes Opus mit dem Titel „Fischereihafen Finkenwerder. Zu sehen ist die Ansicht eines menschenleeren Hafens, in dem lediglich ein Kahn am Steg festgemacht hat.

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Dorothea Maetzel-Johannsen Zwei Mädchen mit Tulpe, 1921 (rückseitig: Die Anprobe) Öl auf Leinwand, 120 x 79 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 Foto: Fotostudio Grünke Hamburger Sparkasse

Zum Schluss: Neben Alma del Banco und Anita Reé ist als dritte Hamburger Künstlerin Dorothea Maetzel-Johannsen in der Schau vertreten. Das Gemälde „Zwei Mädchen mit Tulpe“ erinnert in der Ausführung der Figuren an exotische Schnitzfiguren mit maskenhaften Gesichtern. Fazit: Diese Schau macht Lust auf Mehr! © fdp

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Eduard Bargheer Die Ausfahrt, 1932 (rückseitig: lesende Jungen) Öl auf Leinwand, 65 x 75 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2011 Foto: Fotostudio Grünke Hamburger Sparkasse

 

Alexander McQueen
Inspirations

Lee Alexander McQueen (1969-2010) war einer der renommiertesten und einflussreichsten britischen Modedesigner. Das MKG widmet dem 2010 Verstorbenen eine kleine feine Hommage mit rund 30 Modellen aus seinen letzten Kollektionen. Zu sehen sind Entwürfe, die der Designer für sein Modelabel Alexander McQueen und für das Haute Couture-Haus Givenchy geschaffen hat.

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Alexander McQueen (1969-2010), London, Herbst/Winter-Kollektion 2010, Seiden- Jacquardgewebe, Foto: Maria Thrun

Der neben Vivienne Westwood und John Galliano wichtigste britische Modeschöpfer wirkte nur relativ kurze Zeit. Im Februar 2010 nahm sich der an Depressionen leidende McQueen in London das Leben. Seit 2001 hatte McQueen innerhalb der PPR-Gruppe sein eigenes Label geführt, das sich durch außergewöhnliche Schnitte, vor allem aber eigenwillige Motive auszeichnet.

Nein, Modelle auf dem Laufsteg finden sich in der Hommage an den Modeschöpfer nicht, wohl aber Filmaufnahmen von Modeschauen, bei denen abgemagerte Models feminine Mode mit starker Betonung weiblicher Rundungen zeigen. Ja, McQueens Mode betont die Kurven einer Frau. Man möchte fast glauben, dass McQueens Mode auf Frauen jenseits der Idealmaße und magersüchtiger Models abzielt.

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Alexander McQueen (1969-2010), London, Herbst/Winter-Kollektion 2010, bedruckter Seidensatin und vergoldete Gänsefedern,
Foto: Maria Thrun

Drei Entwürfe Mc Queens konnte das Museum erwerben. Sie stehen auch im Mittelpunkt der sensibel komponierten Schau. Extra für diese Ankäufe wurden drei rote Laufstege konzipiert, auf denen die Kleider ihren Platz fanden. Der aus dem 12. Jahrhundert stammende und in der Schatzkammer Wien ausgestellte Krönungsmantel Rogers II. von Sizilien stand Pate für das stark taillierte Jackencape mit „ausgestülpten“ Ärmeln. Motivisch sieht man zwei Greiffabelwesen auf hellrotem Grund. Zwei Engel aus einem Hugo van der Goes zugeschriebenen Altarbild, das sich in den Uffizien von Florenz befindet, übertrug McQueen auf sein bodenlanges silbergraues Abendkleid. Ein weiteres Altarbild, diesmal das von Stefan Lochner aus dem Kölner Dom, ziert ein Cocktailkleid, das locker um die Trägerin drapiert wird.

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Alexander McQueen (1969-2010), London, Herbst/Winter-Kollektion 2010 Seiden-Jacquardgewebe, Foto: Maria Thrun

McQueen, der es wie andere Modeschöpfer auch durchaus verstand zu provozieren – 1995 entblößte er nach einer Modenschau vor den Gästen und der anwesenden Journaille seinen Hintern –, schreckte nicht vor makaber wirkenden Motiven zurück, wenn es galt, seine Stoffe von denen anderer Designer abzuheben. In diesem Kontext steht das Vierecktuch, in dem Totenschädel und Insekten als Motive verarbeitet wurden. Der Betrachter schaut in riesige Insektenaugen, entdeckt blau-weiß-gestreifte Insektenflügel und in Pastellfarben gehaltene Totenschädel auf dem Tuch. Quallenmusterungen wählte der Modeschöpfer für ein kurzes Kleid, das ebenso zu sehen ist wie ein schwarzes Kleid mit knallroten „Endloslinien“ und „Knospenformen“. Daneben präsentiert man in der Schau ein schwarzes Kleid, das mit einer silbrigen Platinenstruktur bedruckt wurde. Aus Gold- und Silbermoiré sind die Damen- und Herrenanzüge, die man zu sehen bekommt. Auffallend ist deren besondere, schillernde Musterung, die an Holzmaserungen denken lässt.

Neben McQueen zeigt man in der Schau auch einige Arbeiten von Vivienne Westwood, die in einer romantischen Verklärung der schottischen Tartans, unter anderem eine rotkarierte Hose und Weste entwarf. Von Westwood stammt auch ein blau-rot karierter Anzug. Beide heben sich deutlich von der „Mustervielfalt“ der Entwürfe McQueens ab, der augenscheinlich ein sehr umtriebiger und experimentierfreudiger Modedesigner war, betrachtet man zum Beispiel den von ihm entworfenen Anzug mit einer Stahlfachwerkkonstruktion als Motiv. Brooklyn Bridge und Crystal Palace scheinen dadurch motivisch Eingang in die Mode gefunden zu haben. © fdp

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Alexander McQueen (1969-2010), London, Prefall-Kollektion 2009, Seidenfaille, bestickter Tüll, Foto: Maria Thrun

 

Frisch renoviert

Neben den Hamburger Zimmern besitzt das Haus auch mehrere weitere historische Zimmer, die nunmehr wieder öffentlich zugänglich sind. Es handelt sich um das Louis-Seize-Zimmer und die Milde Speckter-Zimmer. Sie zu finden, ist allerdings so eine Sache, da ein eindeutiges Leitsystem im Haus bisher nicht vorhanden ist. Also muss man sich durchfragen.

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Alexis de Chateauneuf / Erwin Speckter / Carl Julius Milde, Die Wandmalereien über der Balkontür, Balkonzimmer, Villa Abendroth, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Roman Raake

Aus der Katharinenstraße 17 in Hamburg stammt der Louis-Seize-Raum mit seinem Fischgrätenparkettfußboden. Wer sich wohl in diesem repräsentativen Raum mit zwei großen Spiegeln über zwei Konsolentischchen und dem vergoldeten Schnitzwerk der Wandverkleidungen auf Einladung des Kaufmanns und Ratsherren Nikolaus Gottlieb Lütkens getroffen haben mag? Zu Geld gekommen ist dieser hanseatische Kaufmann aufgrund seiner Handelsbeziehungen mit Frankreich. Von dort stammt wohl auch die Idee für die Gestaltung des Raumes im Stil Louis XVI., der von 1774 bis 1792 regierte. Gusseiserne Öfen mit Keramikaufsätzen, die mit Flammen- und Rosenmotiven verziert sind, gaben dem Raum wohl die nötige Wärme. Betrachtet man die Spiegel im Raum, auch die ovalen mit vorgesetzten Leuchtern, könnte man sich vorstellen, dass hier nicht nur üppig gespeis wurdet, sondern vielleicht Hauskonzerte stattfanden oder das Tanzbein geschwungen wurde.

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Carl Julius Milde, Selbstporträt , Detail einer Lisene, Milde-Zimmer, Haus Nölting, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg,
Foto: Klaus Mewes

Gegenüber diesem Raum befindet sich eine Raumflucht, die Hamburger Geschichte und Traditionsbewusstsein repräsentiert. Es sind die Milde-Speckter-Zimmer. Sie wurden nach den beiden Künstlern Erwin Speckter und Carl Julius Milde benannt, die sich bei der Raumgestaltung von pompejanischer Wandmalerei hatten inspirieren lassen. Ein Raum stammt aus dem abgebrochenen Stadtpalais des Juristen Dr. August Abendroth – ein Modell zeigt diesen Stadtpalais. Es handelt sich um das halbrunde Balkonzimmer der Bel Etage des 1905 abgebrochenen Palais. Ein weiterer Raum nimmt das um 1830 vollendete Kabinett aus dem Herrenhaus des Syndikus Dr. Karl Sieveking auf. Das dritte Zimmer war Teil des Hauses des Lübecker Kaufmann Christian Adolf Nölting und wurde nach Ideen von Milde ausgemalt. Bereits 1908 bis 1911 wurden die beiden oben genannten Zimmer im Museum für Kunst und Gewerbe rekonstruiert, erst 1956/7 erfolgte die Rekonstruktion des Sieveking-Kabinetts.

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Erwin Speckter, Delphin reitender Eros, darunter die Kunst der Musik, Detail der Decke des Kabinetts, Landhaus Sieveking, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Dennis Conrad

Allen gemeinsam ist die Ausmalung mit an die Antike angelehnten Motiven wie kletternden Amoretten. Zu sehen sind im Zimmer aus dem Haus der Familie Nölting italienische Landschaften, darunter der brodelnde Vesuv bei Neapel. Es finden sich in den Räumen aber auch allerlei Tiermotive wie Ziege, Tiger, Schwan, Papagei, Strauß, Zebra und Elefant. Zu sehen sind aber auch Delfine und Schildkröten sowie ein Porträt von Carl Julius Milde. An die Ausmalungen der Villen von Pompeji und Herculaneum erinnern die weinroten Wandpaneele, die links und rechts von „Bildpilastern“ gerahmt werden.

Das mit Gold geflammtem Pappelholz ausgekleidete Sieveking-Kabinett ist ein intimer Raum mit vierteiliger Lederbank, einem rollbaren Schreibtisch sowie einem halbhohen Schrank. Die Wandverkleidung ist mit Motiven wie „Amor und Psyche“ und „Der Morgen“ bemalt worden. Der mythologischer Kanon der Antike war bestimmend für die Ausmalung der Decke. Der Betrachter entdeckt hier nicht nur die vier Elemente in Gestalt von Pfau, Zerberus, Delphin und Adler, sondern auch Fabelwesen wie Kentaur, Triton, Greif und Drachen.

Schließlich betritt man das Balkonzimmer aus dem Palais Abendroth, das mit einem zarten Grün ausgeschlagen ist. Zu sehen sind unter anderem Ideallandschaften mit Amor und Venus sowie Apoll und die Musen. © fdp

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Erwin Speckter / Carl Julius Milde, Wandmalerei aus dem Balkonzimmer, Haus Abendroth, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Foto: Dennis Conrad

Museum für Kunst und Gewerbe
Steintorplatz
20099 Hamburg
Tel.:Infoband: (040) 428 134 - 26 30
service@mkg-hamburg.de
Öffnungszeiten Di bis So 11 bis 18 Uhr, Mi und Do 11 bis 21 Uhr

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