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Ausstellungsorte in Hamburg: Altonaer Museum / Bucerius-Kunstforum / Kunsthalle / Museum für Kunst und Gewerbe / hamburgmuseum / Museum der Arbeit /


Hamburg
Kunsthalle

Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Neuzeit
laufend


Ausstellungen

Herausragende Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Neuzeit: Niederländische Meister, aber auch die klassische Moderne

1869 wurde die erste Hamburger Kunsthalle eröffnet. Im Zuge der Sammlungserweiterung war als Ergänzung des bestehenden Museumsgebäudes 1919 ein Neubau notwendig geworden. Jüngstes Kind der »Hamburger Museumsinsel« ist die 1997 eröffnete Galerie der Gegenwart, ein heller Kubus, dessen Entwurf von Oswald Mathias Ungers stammt.

Besonders stolz ist das Haus auf die niederländischen und flämischen Meisterwerke des 17. Jahrhunderts. In den Landschaftsansichten eines Jacob Isaacksz van Ruisdael (1628/29-82) dominieren die Naturmächte, während die Architekturansichten von Pieter Jansz Saenredam (1597-1665) durch Detailtreue bestechen. Die Romantiker des 19. Jahrhunderts, Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge, sind ebenso wie die so genannten Deutsch-Römer, Anselm Feuerbach und Arnold Böcklin, mit bekannten Arbeiten vertreten. Außerdem sind mehrere Gemälde Adolph von Menzels zu sehen, der als »malender Historiker« u. a. Werke wie „Die Aufbahrung der Gefallenen der Märzrevolution in Berlin“ (1848) schuf. Schließlich fehlt in der Sammlung weder der Impressionismus noch die klassische Moderne und die Kunst der Gegenwart.Caspar David Friedrichs (1774-1840) »Eismeer« versinnbildlicht die mächtigen Naturgewalten, während der »Wanderer über dem Nebelmeer« den (sehnsüchtigen) Blick in die Ferne eröffnet. Im Gegensatz dazu dominieren bei Philipp Otto Runge (1777-1810) Selbst- und Familienporträts, in denen sich bürgerliches Familienglück widerspiegelt. Nicht minder beeindruckend, Arbeiten des deutschen Impressionisten Max Liebermann, der nicht nur Hamburg-Ansichten wie »Abend am Uhlenhorster Fährhaus« schuf, sondern auch naturalistische Gemälde wie »Netzflickerinnen«. ...

Andy Warhol, der für amerikanische Pop Art steht, Joseph Beuys, Richard Serra, Bruce Nauman sowie Mario Merz sind einige der namhaften Künstler der Galerie. Minimalistisches präsentieren Donald Judd und Richard Long (»Ring aus Schiefer«, 1985). Klangfarben bringt Rebecca Horn mit ihrem »Chor der Heuschrecken« in die Galerie: Unter der Decke hängende alte Schreibmaschinen lassen ihre Tasten hörbar schlagen. Arbeiten aus dem Zusammenhang von Fluxus und Nouveaux Réalistes ermöglichen einen Eindruck von der Kunst der 1960er und 1970er Jahre. Um die umfangreichen Bestände der Öffentlichkeit wenigstens temporär zeigen und den Wandel der Gegenwartskunst nachzeichnen zu können, wird die Galerie in größeren Zeitabständen mit ihrer Werkschau »umgebaut«. (c) fdp

Ausstellungen

WARTEN.
Zwischen Macht und Möglichkeit
bis 18. Juni 2017

Mit einer großen Ausstellung widmet sich die Hamburger Kunsthalle erstmalig einem ebenso universalen wie vielfältigen, aber auch gesellschaftlich brisanten und hochaktuellen Thema: WARTEN. Zwischen Macht und Möglichkeit. In der Galerie der Gegenwart sowie an verschiedenen Orten innerhalb und außerhalb des Museums werden Arbeiten von 23 internationalen Künstler_innen präsentiert. In Fortsetzung der Ausstellung Besser Scheitern (2013), die auf breites Interesse stieß und international Beachtung fand, nähert sich die Kunsthalle einem anachro-nistischen Phänomen unserer beschleunigten, auf unmittelbare Bedürfnisbefriedi-gung angelegten Gesellschaft. Warten ist unerfreulich, aufreibend und kostspielig. Es legt Machtverteilungen in-nerhalb sozialer Systeme offen und wird zum Indikator von Status und Position: Bevorzugter Zugang an Erste-Klasse-Schaltern oder verkürzte Wartezeiten für Privatversicherte einerseits und lange Wartezeiten bei Asyl-Antragsverfahren andererseits machen dies exemplarisch deutlich. Privilegierte und Menschen mit Macht warten nicht; sie lassen warten.

Anita Rée Retrospektive
06. Okt 2017 bis 04. Feb 2018

Im Herbst und Winter 2017/18 präsentiert die Hamburger Kunsthalle die erste umfassende Museumsausstellung zum Werk der Hamburger Malerin Anita Rée (1885–1933). Mit rund 150 Objekten aus allen Schaffensphasen – Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und kunsthandwerklichen Arbeiten – wirft die Retrospektive Licht auf ein facettenreiches OEuvre. Stilistisch reicht es von impressionistischer Freilichtmalerei über kubisch-mediterrane Landschaftsbilder bis hin zum neusachlichen Bildnis. Anita Rée nahm Malunterricht bei Arthur Siebelist in Hittfeld, bildete sich um 1913 in Paris fort und arbeitete in den 1920er Jahren im süditalienischen Positano. Nach ihrer Rückkehr nach Hamburg brachten zahlreiche Porträts und öffentliche Aufträge Rée überregionale Anerkennung, und sie konnte wichtige Kontakte in der Kunstwelt knüpfen. Ihre letzten Jahre verbrachte sie zurückgezogen auf Sylt, wo sie sich 1933 das Leben nahm. Der reiche Bestand der Kunsthalle an Arbeiten Rées wird durch bedeutende Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen ergänzt, darunter Leihgaben aus Deutschland, England, Frankreich, der Schweiz und den USA. Im Verlauf der Ausstellung wird das 1986 erschienene Werkverzeichnis zu Anita Rée überarbeitet und erweitert; die von der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG finanzierte Publikation wird voraussichtlich im Januar 2018 von der Kunsthalle herausgegeben.

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
20095 Hamburg
Tel.: 0 40 / 4 28 54 26 14
info@hamburger-kunsthalle.de
http://www.kunsthalle-hamburg.de
Öffnungszeiten
Di.-So. 10-18 Uhr, Do. 10-21 Uhr

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