
Das Haff erwärmt sich schneller
als die See
Am Stettiner Haff, dem nordöstlichsten Zipfel Deutschlands
Text und Fotos: Axel Scheibe
Das Land rings um das Stettiner Haff ist eine wahre Oase für Ruhe- und Erholungssuchende. Weit ab vom Strom der ungezählten Ostseeurlauber findet man hier noch unberührte Natur, kleine Dörfer, stille Wälder und trotzdem keine Langeweile. Baden, Wandern und Besichtigen ganz nah an der polnischen Grenze.

Am Zeltplatz Kron Bellin am Haff
Gemächlich tuckert das kleine Motorboot übers Haff. Zwar ist die See ruhig, trotzdem verlangt das flache Gewässer die Aufmerksamkeit des Bootsführers. Erhard Günzel, Inhaber des Campingplatzes Kron Bellin am Südufer des Haffs kennt sich aus. Zwar hat es den Hamburger erst vor wenigen Jahren in den östlichsten Zipfel Deutschlands verschlagen, doch die regelmäßigen Haff-Touren mit seinen Gästen waren eine gute Schule.

Vom Zeltplatz gibt es Fahrten mit dem kleinen Motorboot übers
Haff
„Wichtig ist es, auf Untiefen zu achten, die in der Seekarte eingezeichnet sind. Das Haff ist zum Teil sehr flach. Doch noch gefährlicher sind die Reusen der Fischer,“ so Erhard Günzel, während Kamminke, das Fischerdorf am Nordufer näher kommt. „Da sind oft nur kleine Bojen, die Auskunft über die Netze geben. Bei Wellengang manchmal ein wahres Suchspiel.“ Heute jedoch besteht diese Gefahr nicht. Die Sonne strahlt am Himmel und schon von weitem leuchten die roten Signalzeichen.

Günzel erklärt den „Camping-Kindern“ den
Schifffahrtsweg übers Haff
So kann er den wissbegierigen Kindern genau erklären, welchen Kurs die Milan, so heißt das Schiff des Campingplatzes, nehmen muss.
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