
1000 Jahre kleine und große Freiheiten
Freimarkt in Bremen
Text und Fotos: Stephan Eigendorf
Auch im hohen Norden weiß man sich zu vergnügen, nein nicht im Karneval oder beim kollektiven Sauferlebnis à la Münchner Wies'n, sondern beim Freimarkt auf der Bürgerweide. Unser Autor Stephan Eigendorf hat einige Impressionen der „fünften Jahreszeit“ eingefangen.

Ein undefinierbarer Duft liegt in der Luft, eine Mischung aus scharf und würzig Gebratenem, süß Geröstetem und allerlei anderer Gaumenfreuden. Der Bannkreis ist durchbrochen, und wie zur stilechten Ankündigung eines großen Ereignisses wabern dumpf Bass- und Drumbeats durch die um die Jahrtausendwende modernisierte Passage des altehrwürdigen Bremer Hauptbahnhofs.

Blick auf den Bremer Hauptbahnhof
Und dann erhellen plötzlich Tausende von bunten Lichtern den Abendhimmel, die automatischen Glastüren des neu errichteten Nordausgangs öffnen sich. Endlich, der Bremer Freimarkt ist erreicht, und nicht nur Kinderaugen werden größer.
Nur Fliegen ist schöner

Was für die einen schlicht eine Kirmes oder ein großer Rummelplatz ist, ist für die anderen ein Ereignis, das in seiner Wichtigkeit mit Weihnachten auf gleicher Ebene steht. Tatsache ist jedoch, das einem Großteil der Hansestädter der Freimarkt, gleichsam wie den Münchnern das Oktoberfest, als „fünfte Jahreszeit“ und unumstößliche Bremer Tradition gilt.

Darf
auf dem Freimarkt nicht fehlen: das Riesenrad.
Schon allein des
Überblicks wegen von oben
Aktivitäten und Veranstaltungen in Bremen im Video auf unserer Seite www.reisevideos-online.de
Das kommt nicht von ungefähr, denn, anders als die Münchner, können die Bremer auf eine fast tausendjährige Geschichte ihres Volksfestes zurück blicken und damit ist der Freimarkt das älteste Volksfest in Deutschland.

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