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Ausstellungsorte in Frankfurt und Region: Schirn Kunsthalle / Städel / Jüdisches Museum / MMK / Liebieghaus / Naturkundemuseum

Frankfurt am Main
Schirn Kunsthalle

Ausstellungen

Ausstellungen

ULAY
13. OKTOBER 2016 – 8. JANUAR 2017

Er bezeichnet sich s elbstironisch als den " bekanntesten unbekannten Künstler " : Frank Uwe Laysiepen alias Ulay (*1943) . Radikal führt Ulay das eigene Leben und die Kunst zusammen . Mit seinem künstlerischen Konzept der Transformation schafft er ständi g neue Identitäten : S ein bevorzugtes Medium ist die Fotografie ; a nfänglich mit der Firma Polaroid verbunden , wurde sie zu einem wesentlichen Bestandteil seiner künstlerischen Praxis, deren früheste Ergebnisse in das Jahr 1970 zurückreichen. Das Sofortbild, das vom Digitalfoto abgelöst wurde, ist für Ulay das Material seiner jahrzehntelangen Suche nach der Repräsentation des Lebens. Sein Körper dient ihm dabei bis heute als Forschungsgegenstand, auf dem sich wie auf einer Leinwand verschiedene Einflüsse abzeichnen und ablesen lassen. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet diesem Ausnahmekünstler die erste große Über blick sa usstellung überhaupt . Neben zahlreichen Einzelaktionen der Performativen Fotogra fie und Body - Art hat Ulay viele Projekte auch mit anderen Künstlern realisiert : Er beschäftigte sich gemeinsam mit Jürgen Klauke mit dem Identitätsproblem des gesellsch aftlichen und sexuellen Körpers; er kreierte mit seiner frühere n Partnerin und Muse Paul a Fran ç oise - Piso fotografische Serien, in denen er die Befragung des Selbst bis zu dessen Auflösung steigert e . F ür die Entwicklung der Performance - Kunst maßgeblich war auch die zwölfjährige Zusammenarbeit und private Beziehung mit der Künstlerin Marina Abramovi ć . Die Ausstellung in der Schirn führt das bemerkenswerte Œuvre von Ulay umfassend zusammen. Zu sehen sind sowohl neue Arbeiten und Performances, die der Künstler eigens für die Ausstellung konzipiert , als auch zahlreiche Kunstw erke, die er jahrel ang zurück hielt und die nun zum ersten Mal öffentlich gezeigt werden.

GIACOMETTI – NAUMAN
28 . OKTOBER 2016 – 22. JANUAR 2017

Zwei Künstler, zwei Generationen und eine denkbar unterschiedliche Herkunft: Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet den überraschenden und bislang weitgehend übersehenen Verbindungen im Werk von Alberto Giacometti (1901 – 1966) und Bruce Nauman (*1941) eine umfas sende Ausstellung. Zeichnungen, Fotografien, Videos, Skulpturen und raumgreifende Installationen des US - amerikanischen Multimediakünstlers treten mit ausgewählten Skulpturen und Gemälden des Schweizer Bildhauers in einen spannungsvollen Dialog. Bei beiden Künstlern kreist das Œuvre vorrangig um das Bild des Menschen und die conditio h umana ; es sucht m it reduzierten Darstellungsmitteln , Grundfragen der Existenz zu ergründen . Die erschütternde Direktheit der Kunstw erke ford ert den Betrachter nachhaltig. Ein prozessuale s Denken verbindet Giacometti und Nauman ebenso wie ihre Themen, etwa die Darstellung der Leere, die Beziehung von Figur und Raum oder der fragmentierte Körper. In einem thematisch angelegten Parcours versammelt die Ausstellung etwa 80 Arbeiten , darunter zahlreiche Hauptwerke beider Künstler. D ie Gegenüberstellung wagt eine Konfrontation mit offenem Ausgang: Giacometti wird als Wegbereiter zentraler Entwicklungen der Kunst nach 1960 erkennbar, gewinnt seine ursprüngliche Radikalität zurück, währe nd bei Nauman die herausragende Bedeutung als Bildhauer deutlich und auf andere Weise historisch verständlich wird. Die Ausstellung belegt nicht Einflüsse oder üb ergeordnete Theorien, sondern erweitert vielmehr den Blick auf das Werk zwei er herausragende r Vertreter der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

MAGRITTE . DER VERRAT DER BILDER
10. FEBRUAR – 5. JUNI 2017

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem Magier der verrätselten Bilder René Magritte (1898 – 1967) die erste große Ausstellung im Jahr 2017. Für seine außergewöhnlichen künstlerischen Strategien suchte der belgische Surrealist Magritte die Nähe zur Philosophie, die ihm die Impulse für den komplexen Charakter seiner Bild er lieferte. So suchte der Künstler den engen Austausch mit Heidegger - Spezialisten ebenso wie mit dem großen Michel Foucault. In diesen Dialog en wird Magrittes anhaltende Beschäftigung mit Fragen der Ähnlichkeit und des Realismus deutlich . Die Ausstellung beleuchtet Magrittes zentral e Bildformeln, die sich mit dem Mythos der Erfindung und der Definition der Malerei befassen. Seine intellektuelle Neugier führte den Maler zu einem bemerkenswerten Schaffen, zu einer Verfremdung der Welt, die auf einzigartige W eise akkurate, meisterhafte Malerei mit konzeptuellem Denken verbindet. All das bezeugt Magrittes Argwohn gegenüber simplen Antworten und einem simplen Realismus.

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
60311 Frankfurt
Öffnungszeiten
Dienstag, Freitag - Sonntag 10 - 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10 - 22 Uhr

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