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Ausstellungsorte in Frankfurt: Deutsches Architekturmuseum / Schirn Kunsthalle / Städel / Jüdisches Museum / MMK

Frankfurt
MMK


Douglas Gordon
bis 25. März 2012


"Warhol: Headlines"
11. Februar bis 13. Mai 201

Douglas Gordon ( geb. 1966) zählt heute zu den wichtigsten und einflussreichsten Künstlern seiner Generation. Bekannt geworden durch Filme und große Videoinstallationen umfasst sein Werk auch Fotografien, Texte, Skulpturen und Klanginstallationen. Seit 2010 ist Douglas Gordon Professor an der Städelschule in Frankfurt.

„Die Ausstellungen Gordons beschränken sich nie auf ein Medium. Für das MMK wurden die Werke in den architektonisch anspruchsvollen Räumen des Museums zu einem dichten, repräsentativen Bild vom Schaffen dieses vielseitigen Künstlers zusammengeführt und bilden ein Geflecht gegenseitiger Erläuterungen und Verweise“, sagt Susanne Gaensheimer, Direktorin des MMK.

Das MMK besitzt mit "Play Dead; Real Time" (2003) eines der Hauptwerke von Gordon sowie weitere Foto- und Videoarbeiten. Die raumgreifende Installation bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung, die drei weitere große Videoinstallationen präsentiert. Mit der Installation "Straight to Hell" wird darüber hinaus eine Sammlung von über 600 unterschiedlichen Bildmaterialien wie Fotografien, Zeitungsausschnitten, Zeichnungen und Texten für die Öffentlichkeit zugänglich.

Erstmals zu sehen ist Gordons neueste Arbeit "Henry Rebel" (2011), die gemeinsam mit dem jungen Schauspieler Henry Hopper entstanden ist und Aspekte des Films "Rebel Without a Cause" (Denn sie wissen nicht, was sie tun) von Nicholas Ray aus dem Jahr 1955 aufgreift.

Douglas Gordon wurde von dem Regisseur James Franco gebeten zwei Szenen neu zu inszenieren, die zwar Teil des Originaldrehbuchs sind, aber nie realisiert wurden. Für diese Szenen wurde Henry Hopper gewonnen, der Sohn des kürzlich verstorbenen Schauspielers Dennis Hopper, der bereits im ursprünglichen Film von Nicholas Ray mitspielte.

"k.364" ist eine der neuesten Film-Installationen von Gordon. Der Titel steht für Köchelverzeichnis Nr. 364 und bezeichnet die Sinfonia concertante für Violine und Viola, die Mozart 1779 in Wien komponierte. Gordon hörte das kammermusikalische Werk erstmals in Poznań (Polen) und organisierte daraufhin eine weitere Aufführung mit den bekannten Musikern Avri Levitan (Viola) und Roi Shiloah (Violine) sowie mit dem Amadeus Kammerorchester des Polnischen Rundfunks. Gordon begleitete mit einem Kamerateam die Reise der beiden Musiker von Berlin über Poznań nach Warschau und zeichnete das Konzert in Warschau auf. Aus diesem Material entstanden der Film und die Installation, die jetzt erstmals in Frankfurt gezeigt wird. Aus den Gesprächen der beiden Musiker auf ihrer Fahrt nach Polen wird deutlich, dass ihre Geschichte und die ihrer Eltern auf vielfältige Weise mit der deutsch-polnischen Beziehung, insbesondere aber mit der Geschichte der Juden in Polen während des Zweiten Weltkriegs verwoben sind.

Warhol: Headlines

In der Ausstellung sind alle Arbeiten Andy Warhols vereint, in denen er sich mit Massenmedien auseinandersetzt. Eines der Hauptwerke Andy Warhols, "Daily News" (1962), das sich seit 1981 im Besitz des MMK befindet, bildet den Ausgangspunkt für die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der National Gallery of Art in Washington D.C., der Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom und dem Andy Warhol Museum in Pittsburgh, Pennsylvania, entwickelt wurde.

Die Exponate der Ausstellung – Gemälde, Zeichnungen, Drucke, Fotografien, Skulpturen und Videos – beleuchten Warhols Faszination und zeitgleich seinen kritischen Umgang der zunehmend an Einfluss gewinnenden zeitgenössischen Medien. Andy Warhol, der als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts gilt, konzentrierte sich vor allem in den 1960er Jahren auf Sujets der Popkultur, sammelte Comics, Zeitungsausschnitte sowie Pressebilder aus Tageszeitschriften, Kinoheften und Flugblättern. Die Auseinandersetzung mit den Printmedien nimmt eine herausragende Stellung in seinem Schaffen ein und wird jetzt erstmals umfassend durch die Ausstellung gewürdigt.

"In the future everyone will be world-famous for 15 minutes" (Andy Warhol)

Die Schau zeigt, wie Warhol die für sein Werk zentralen Themen Prominenz, Tod, Katastrophen und zeitgenössische Ereignisse aus den Medien aufgriff und deren Darstellung in seinen Werken zuspitzte. Das Interesse des Künstlers richtete sich dabei sowohl auf die endlos reproduzierbaren Mechanismen der Massenmedien als auch auf die meinungsmachende Berichterstattung mit ihren reißerisch formulierten Schlagzeilen. Der fünfzehnminütige Ruhm, den nach Warhols Aussage jeder zumindest einmal im Leben zu erlangen vermag, findet seine bildliche Entsprechung in der medialen Berichterstattung mit gleichlanger Haltbarkeit.

MMK Museum für Moderne Kunst
Domstraße 10
60311 Frankfurt/Main
Tel.efon 069 / 212 30447
mmk@stadt-frankfurt.de
Öffnungzeiten
Di 10 – 17 Uhr, Mi 10 – 20 Uhr, Do – So 10 – 17 Uhr, Mo geschlossen
Einlass bis 16.30 Uhr, Mi bis 19.30 Uhr

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