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Ausstellungsorte in Frankfurt: Deutsches Architekturmuseum / Schirn Kunsthalle / Städel / Jüdisches Museum

Frankfurt
Jüdisches Museum

BILD dir dein Volk!
Axel Springer und die Juden
15. März bis 29. Juli 2012

Axel Springer (1912-1985) war der größte deutsche Medienunternehmer der Nachkriegsgeschichte. Zudem war er eine Persönlichkeit, die polarisierte und an zahlreichen politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit beteiligt war. Fast unbekannt ist, dass er sich persönlich und in seinem Verlag einem radikalen "Versöhnungsprojekt" Juden und dem jungen israelischen Staat gegenüber verschrieb.

Mindestens einmal pro Jahr reiste Springer zwischen 1966 und 1985 nach Israel und pflegte dort Kontakte mit Politikern und Kultureinrichtungen. Ihn verband eine enge Freundschaft mit Teddy Kollek, dem Bürgermeister von Jerusalem; das Israelmuseum und andere Institutionen erhielten zahlreiche Spenden aus dem Haus Springer. Auf einer dieser Reisen entstand 1970 ein Foto, das Axel Springer zeigt, der auf dem Ölberg steht und seinen Blick über Jerusalem schweifen lässt. Der Fotograf war Sven Simon, Axel Springers Sohn, der ihn auf seinen Israelreisen oft begleitete. Seine Fotos haben wesentlich zur Selbstinszenierung Springers beigetragen. So auch in diesem Fall: als Visionär der Einheit Berlins am Beispiel des vereinten Jerusalem, auf dem sein Blick ruht. Dieses Foto steht im Zentrum der Ausstellung, die das Jüdische Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Fritz Bauer Instituts ausrichtet. Sie handelt von der Person Axel Springers und ihren Kontrahenten und beleuchtet, welche Bedeutung seine Haltung zu den Juden und zu Israel für die deutsch-jüdische Nachkriegsgesellschaft hatte.

Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt
Tel. 069-212-35000
Öffnungszeiten
Di-So 10–17 Uhr; Mi 10-20 Uhr
info@juedischesmuseum.de

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