Ausstellungsorte in Frankfurt: Deutsches Architekturmuseum / Schirn Kunsthalle / Städel / Jüdisches Museum / MMK / Liebighaus
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Nicolaus Gerhaert - Bildhauer des späten Mittelalters
Liebighaus: Niclaus Gerhaert: Bildhauer des späten Mittelalters: Der in Straßburg und Wien tätige Niederländer Niclaus Gerhaert von Leyden ist zweifellos einer der wichtigsten und einflussreichsten Künstler der Spätgotik. Das Liebieghaus widmet dem heute fast vergessenen, von den Zeitgenossen aber hoch gerühmten und verehrten Bildhauer des ausgehenden 15. Jahrhunderts eine umfassende Ausstellung. Niclaus Gerhaert wurde vor allem wegen der Lebendigkeit seiner Objekte, ihrer formalen Originalität und virtuosen Ausführung berühmt. Auch Kaiser Friedrich III. war zutiefst beeindruckt und stellte ihn in seine Dienste. Rund 60 eindrucksvolle Werke geben einen Überblick über das Œuvre Gerhaerts und seine Wirkung. Neben den gesicherten Arbeiten werden auch ihm zugeschriebene und in seinem Zusammenhang diskutierte Figuren in Stein und Holz präsentiert. Überdies belegen ausgewählte Beispiele erstklassiger Skulpturen aus dem Umkreis und der Nachfolge Niclaus Gerhaerts seine nachhaltig prägende Wirkung auf spätere Generationen.
Deutsches Architekturmuseum: WOHA - das sind Mun Summ Wong und Richard Hassell, Geschäftsführer des Architekturbüros mit Sitz in Singapur. Sie wurden in Asien bereits Ende der 1990er Jahre mit tropisch-offenen Einfamilienhäusern bekannt. WOHA bauen heute vor allem Hochhäuser oder Großstrukturen: Einen Mega-Wohnpark in Indien sowie Büro- und Hoteltürme in Singapur, die als Grünlandschaft in einer neuen vertikalen Dimension erscheinen. Klimaanlagen sind in diesen perforierten Bauten nur noch Zusatzaggregat, denn die offene Baustruktur sorgt hier für Kühlung. Natürliche Belichtung ist Standard, Solarmodule gewinnen Energie für den Verbrauch im Gebäude, Brauch- und Regenwasser wird gesammelt und aufbereitet. Inzwischen sind WOHA auch im Westen anerkannt - 2011 wurden Sie vom Royal Institute of British Architects mit dem angesehenen Lubetkin Preis ausgezeichnet (RIBA Lubetkin Prize forthe most outstanding work of international architecture by a member of the RIBA).
Schirn: Edvard Munch wird für seine ausdrucksstarke symbolistische Malerei gefeiert und gilt als Bahnbrecher des Expressionismus. Die Ausstellung in der Schirn, in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou Musée National d'Art Moderne in Paris entstanden, bietet eine neue Sicht auf sein Schaffen. Erstmals wird Munchs Auseinandersetzung mit modernen Aufnahme-techniken wie Fotografie und Film oder zeitgenössischen Bühnenbildern in den Fokus der Aufmerksamkeit gestellt. Seine Werke lassen erkennen, in welchem Maß er spezifisch fotografische oder filmische Bau- und Erzählformen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt. In Ergänzung zu den rund 60 Gemälden und 20 Arbeiten auf Papier ist ein Kapitel Munchs eigenen Versuchen in den Bereichen Fotografie und Film gewidmet. Gezeigt werden 50 Fotografien in zeitgenössischen Abzügen sowie vier Filme Munchs.
Staedel: "Im Claude Lorrain erklärt sich die Natur für ewig", so begeisterte sich Wolfgang Johann von Goethe 1818 für die Landschaftsbilder des französischen Barockmalers Claude Lorrain. Dessen idealisierte, zeitlose Landschaften hätten "die höchste Wahrheit, aber keine Spur von Wirklichkeit", so der Dichterfürst und Deutschlands bekanntester "Grand Tourist".