Von Grünkern und Schwarzriesling
Kulinarische Raritäten im Taubertal
Text und Fotos: Volker Mehnert
An
der Tauber kreuzen sich so viele Themen-Straßen, dass man meinen
könnte, hier schlage das touristische Herz Deutschlands auf Hochtouren:
Romantische Straße, Burgenstraße, Nibelungenstraße,
Siegfriedstraße, die Schwäbische Weinstraße und die Schwäbische
Dichterstraße. Doch der erste Blick täuscht. Das Taubertal
steckt voll sanfter Zwischentöne: Weinberge mit weinlaubumrankten
Marienbildnissen und barocke Dörfer mit Fachwerkhäusern und
plätschernden Brunnen. Und zwei eigentümlichen Delikatessen,
die schon beinahe vergessen waren.
In den Weinbergen stehen Träubelesbilder
Ob auf der Straße oder dem hundert Kilometer langen Radweg direkt am Fluss entlang: Die Fahrt geht immer wieder vorbei an einer Vielzahl von steinernen Heiligenfiguren, Madonnenbildern und Feldkreuzen. Und in den Weinbergen stehen die so genannten „Träubelesbilder“, bis zu acht Meter hohe Bildstöcke mit religiösen Motiven, deren Schäfte von Trauben und Weinlaub umrankt sind.

Auch auf kunsthistorische Kleinode trifft man zwischen Rothenburg und Wertheim immer wieder, denn der typische „Wein-Barock“ des 17. und 18. Jahrhunderts hat in jeder Gemeinde seine Spuren hinterlassen.

Blick von der Burg
auf Wertheim
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