Extra scharf, bitte !
Düsseldorf war und ist die deutsche Senfhauptstadt
Text: Volker Mehnert / Fotos: Löwensenf
Nicht nur Benzin und Bier kann man zapfen - auch Senf. Jedenfalls wenn man in Düsseldorf wohnt. Denn in der traditionellen Hochburg der deutschen Senfherstellung spielt die braune Paste bis heute kulinarisch eine ganz eigene Rolle. Und deshalb will der Konsument dort seinen bevorzugten Senf nicht nur im Glas oder in der Tube, sondern auch lose abgezapft in einem Steinguttopf. Und seit in der Altstadt der „Düsseldorfer Senfladen“ eröffnet hat, kennt dieses ausgesuchte Verlangen wieder eine zentrale Anlaufstelle.

Der Senfladen in der Bergerstraße ist freilich kein bloßes Geschäft für Produkte rund um den Senf, er ist ein veritables Museum zur Geschichte und Tradition der Senfproduktion in Düsseldorf. Vorn aber stehen zunächst die Regale mit den Senfklassikern: Löwensenf, natürlich, der scharfe Kultsenf und seine milderen Varianten, dazu beinahe vergessene Sorten wie Radschläger und ABB, benannt nach dem Senfpionier Adam Bernhard Bergrath.

Er hat 1726 in seiner Senfmanufaktur erstmals diesen ältesten Senf Deutschlands hergestellt, und seither ist die Rezeptur nicht mehr verändert worden. Aus großen Trögen kann man sich einige Sorten abzapfen und mit nach Hause nehmen.
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