Vier Backhäuser in einem einzigen Dorf
Die Schwalm: Alles dreht sich um frisches Brot und rote Wurst
Text und Fotos: Volker Mehnert
Kennen Sie die Schwalm? – Obwohl diese Landschaft mitten in Deutschland liegt, erscheint sie eigentümlich fern. Seit jeher existierte sie als kleines, aber in sich geschlossenes Siedlungsgebiet in Nordhessen, und bis heute schwebt eine sonderbare, kaum noch gekannte Ruhe über diesem Fleckchen Erde. Trotzdem fällt einem nirgends das Wort Idylle ein, es ist eher eine Landschaft der Ausgeglichenheit. Bodenständig und gediegen sind zwei Eigenschaften, die gleichfalls auf die Schwalm und seine Bewohner zutreffen. Und so geht es auch kulinarisch zu: Stolz ist man hier auf das selbst gebackene Brot und die deftige Wurst.
Typische Fachwerk-Architektur
in der Schwalm
Nichts dominiert hier, nichts drängt sich in den Vordergrund, nichts schreit vorlaut nach Besuchermassen. Die Berge sind nicht viel mehr als Hügel, die Flüsse höchstens breite Bäche, die Wälder weder groß noch finster. Die Getreidefelder werden immer wieder durch Hecken und Baumreihen unterbrochen, schmale Landstraßen passen sich der welligen Topographie an. Die zwei Dutzend Dörfer mit ihren traditionellen Fachwerkhäusern rund um die beiden Städtchen Treysa und Ziegenhain halten Abstand voneinander, schmiegen sich an eine Anhöhe oder verstecken sich in einer Senke. Manche bestehen nur aus vier oder fünf Bauernhöfen.
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