Hinter der Bauhausstadt Dessau, etwas abseits der Elbe, landen wir in Wörlitz. Bereits seit zweihundert Jahren ist Wörlitz ein Magnet für Reiselustige. Daher zog es unsere Räder wohl unweigerlich an. Der Kleinstaat Anhalt-Dessau verkörperte Ende des 18. Jahrhunderts den Fortschritt für ganz Deutschland. Der aufgeklärte Landesfürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau wollte einen Musterstaat nach englischem Vorbild einrichten. Der Landesvater verbesserte die ökonomischen Grundlagen, reformierte das Bildungswesen und förderte die Künste. Die Flächen zwischen den Altwassern der Elbe wurden zu einem Landschaftspark umgestaltet. Schon Goethe pries die Gärten und englischen Parks von Wörlitz.

Parkanlage in Wörlitz
Wunderschöne
Anlagen sind das, die durch kunstvolle Bauwerke und Statuen, durch
Tempel und Nymphen aufgelockert werden und durch Brücken, Wege und
Blickbeziehungen miteinander verknüpft sind. Tagelang könnte man durch
die Gärten streifen und immer wieder Neues entdecken.
Auch die edlen Tropfen des kleinsten deutschen Weinbaugebiets haben
es in sich. Die Sächsische Weinstraße führt ab Diesbar-Seußlitz durch
das Elbtal geradewegs nach Dresden. Am Weg liegt das hübsche Meißen;
die Albrechtsburg und der Dom sind schon von weither sichtbar.

Markt in Meißen
Dann Radebeul: Dort ersann Karl May viele abenteuerliche Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand, ohne jemals in die weite Welt hinausgekommen zu sein. Endlich in Dresden angekommen, kann man sein "Blaues Wunder" erleben. Doch die Elbmetropole hat ja außer ihrer berühmtesten Brücke noch einiges mehr zu bieten ...

... etwa die Semperoper
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