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LehmbruckMuseum

Neuaufgestellt! PRÄSENTATION DER SAMMLUNG
seit 3. Dezember 2016

Neuaufgestellt! PRÄSENTATION DER SAMMLUNG

Meisterwerke des Expressionismus und Meilensteine der Kunstgeschichte von der Arte Povera über Minimal Art bis zur Pop Art – mit der Neupräsentation der Sammlung im Erweiterungsbau des Lehmbruck Museums ist wieder eine Vielfalt von Werken des beginnenden 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart zu sehen. Während die oberen Galerie-Räume expressionistische Werke präsentieren, zeigt das Untergeschoss wegweisende Phänomene der Nachkriegszeit. Expressionistische Gemälde, Graphiken und Skulpturen Wie ursprünglich für diesen Bauabschnitt konzipiert, sind in den oberen Räumen nun wieder herausragende expressionistische Gemälde, Graphiken und Skulpturen aus der Sammlung des Museums zu sehen. Expressionistische Gemälde stehen ausgewählten modernen Skulpturen mit einem verwandten künstlerischen Konzept gegenüber. Prominente Beispiele stellen die Gemälde der Künstlergruppen "Brücke", "Blauer Reiter", "Sturm" und "Novembergruppe" dar. 1905 gründeten die Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff in Dresden die Künstlergruppe "Brücke", die den Beginn der modernen Kunst in Deutschland markiert. Später traten ihr auch Emil Nolde und Otto Mueller bei. Ihre Devise lautete, "unmittelbar und unverfälscht" wiederzugeben, was sie "zum Schaffen drängt". Der "Blaue Reiter" entstand sechs Jahre später in München durch Wassily Kandinsky und Franz Marc – Paul Klee, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Heinrich Campendonk stießen nach einiger Zeit dazu. In Berlin veröffentlichte Herwarth Walden 1910 die Zeitschrift "Sturm" und etablierte damit den Begriff als Marke für moderne Kunst in Deutschland. Zu den "Sturm"-Künstlern zählen auch Thomas Ring und der Duisburger Johannes Molzahn. Ende 1918 konstituierte sich in Berlin die "Novembergruppe" als Reaktion auf die Novemberrevolution. In ihr schlossen sich Künstler, Architekten, Schriftsteller und Komponisten unterschiedlichster Stilrichtungen wie Rudolf Belling, El Lissitzky, Ludwig Mies van der Rohe, Max Pechstein und Bruno Taut zusammen. Von Arte Povera über Minimal Art, Pop Art bis zu Joseph Beuys und Rauschenberg Hauptwerke von Jannis Kounnelis, Reiner Ruthenbeck oder Gilberto Zorio repräsentieren die Arte Povera, die für eine Kunst mit ärmlichen Materialien steht. Daneben verkörpert die amerikanische Minimal Art die Perfektion geometrischer und häufig kubischer Formen, welche als essentieller Rückbezug auf die Eigenwerte der Kunst verstanden wurde. Zu sehen sind Pioniere dieser Bewegung wie Donald Judd, Sol LeWitt, Frank Stella, Richard Artschwager – und als Gegenpol Andy Warhols berühmte "Brillo Box". Ein eigener Bereich ist Joseph Beuys und seinem Umkreis um 1970 gewidmet. Mit diesem künstlerischen Aufbruch verbindet sich eine skulpturale Praxis, die Symbolhaftigkeit und Körperlichkeit in neuer Form aufgreift. Im Zentrum steht Beuys' Installation "Raum 90.000 DM". Neben Objekten von Dieter Roth, Daniel Spoerri und Christo sind die völlig autarken Formulierungen von Antoni Tapies oder Paul Thek vertreten. Ein Reflex dieser Rückkehr des Leiblichen findet sich auch bei der Künstlerin Kiki Smith. Den Rundgang schließt Duane Hansons Installation aus der Zeit des Vietnam-Kriegs, deren Thematik heute noch traurige Gültigkeit beweist. Flankiert wird sie von Skulpturen Robert Rauschenbergs, Wolf Vostells oder Olaf Metzels, die durchaus gesellschaftskritisch zu verstehen sind. Außerdem werden Skulpturen vorgestellt, die spielerische Freude an Mechanik und Bewegung visualisieren und zum Mitmachen einzuladen scheinen. Dazu zählen das Modell des Duisburger Brunnens von Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle, eine drehbare Henry-Moore-Bronze, eine Musikskulptur von Joe Jones oder ein Schaukelpferd des Medien-Pioniers Nam June Paik. Auch der beliebte Raum "Réserve des enfants de Duisburg" (1993) von Christian Boltanskis ist wieder zugänglich: ein Archiv der Lieblingsstücke von Duisburger Kindern.

LehmbruckMuseum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg
Ö: Mi, Fr, Sa 12-18 Uhr, Do 12-22 Uhr, So 11-18 Uhr

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