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Dresden
Stadtmuseum

Ausstellungen 2012

Mosaik der Großstadt - Historische Spurensuche in Dresden zwischen Cotta und Kamerun
bis 30. September 2012

Mosaik der Großstadt

Die heutige Großstadt Dresden besteht aus 113 historischen Ortsfluren, die durch ihre charakteristischen Besonderheiten zur Vielfalt des Stadtbildes entscheidend beitragen. So gibt es alte Dorfkerne, Villenviertel oder Fabriksiedlungen wie auch landschaftlich ganz unterschiedlich geprägte Stadtteile am Fluss, auf dem Berg oder an der Heide.

Diese Vielfalt, die sich auch in der Architektur, der Gewerbe- oder Sozialstruktur zeigt, wird in der Ausstellung mit Gemälden, Fotos, Ansichtskarten und Stadtplänen präsentiert. Die jeweiligen Charakteristika der Dresdner Ortsteile haben sich in zahlreichen Gedichten, Redensarten oder auch Liedern niedergeschlagen, die für Identität und Heimatgefühl der Einwohner eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Die historische Spurensuche macht die Großstadt Dresden zu einem Kaleidoskop mit vielen bunten Mosaiksteinen.

Ausstellungen 2012

Aus Dresden in die Welt: Spardosen und Zinnfiguren der Firmen Heyde, Hunger und Reiche
6.4. - 20.5.2012

Der Aufstieg Dresdens von einer beschaulichen Residenzstadt zu einer wichtigen Wirtschaftsmetropole des Kaiserreiches in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wird gemeinhin mit dem Aufschwung der Nahrungs- und Genussmittelindustrie und der Produktion hochwertiger Konsumgüter in Verbindung gebracht. Weniger bekannt ist die Fertigung von Zinnfiguren durch kleine und mittelständische Betriebe wie Georg Heyde (Neustadt) oder Edmund Hunger (Striesen). Diese produzierten bereits Ende des 19. Jahrhunderts für einen internationalen Markt und fanden sogar in den Vereinigten Staaten Abnehmer. Eine Sonderlinie der Produktion waren Spardosen aus Zinnguss in großer Formenvielfalt, von denen eine kleine Auswahl in dieser Ausstellung gezeigt wird. Eine weitere Besonderheit stellen Sparautomaten des für Schokoladengussformen und Blechverpackungen bekannten Unternehmens Anton Reiche (Plauen) dar.

Dresdner Porzellan: Mythos - Repräsentation - Innovation
7.7. - 14.10.2012

Unzählige Geschichten und viele Mythen begleiten die drei Jahrhunderte währende Geschichte des europäischen Hartporzellans. Ausgehend von Sachsen verbreitete sich in der Ära des Barock das kunstvoll gestaltete und bemalte Porzellan als Mittel fürstlicher Repräsentation über ganz Europa. Seit dem bürgerlichen Zeitalter erweiterten sich sowohl der Kundenkreis der Manufakturen und Fabriken als auch der Einsatzbereich des Porzellans: aus dem exklusiven Luxusgut wurde allmählich eine erschwingliche Ware. Der damit einhergehende Statusverlust wurde mit der Liberalisierung des Welthandels offensichtlich – die europäische Porzellanindustrie geriet in eine Strukturkrise. Seit zehn Jahren sind die Mitglieder des Vereins "Dresdner Porzellankunst" bemüht, dem Material eine neue Perspektive zu geben. Freie Künstler haben Stücke entworfen, die durch moderne Auffassung und Kunstfertigkeit in der Ausführung bestechen. Die Herstellung erfolgte in der Sächsischen Porzellan-Manufaktur Dresden, in der das Neue selbst Fuß gefasst hat. In der in Kooperation mit dem Verein und der Manufaktur erarbeiteten Sonderschau im Stadtmuseum werden die zeitgenössischen Kunstwerke mit prachtvollen Objekten aus der traditionellen Palette der Manufaktur konfrontiert. Die bislang einzigartige Zusammenstellung stellt die Grundfrage, die in jedem Museum diskutiert wird: die Frage nach dem Woher und dem Wohin. Und wer weiß: vielleicht wird das Mühen um einen zeitgemäßen Umgang mit dem Material der Ausgangspunkt für einen neuen Mythos um das Dresdner Porzellan?

Stadtmuseum
Wilsdruffer Str. 2
01067 Dresden
Besuchereingang: Landhausstraße.
Tel.: 0351/5649631
Öffnungszeiten
Di - Do und Sa / So 10 - 18 Uhr, Fr 10 bis 19 Uhr (Freitags, außer Feiertags ab 12 Uhr: Eintritt frei)

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