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Ausstellungsorte in Dresden: Gemäldegalerie Alte Meister / Grünes Gewölbe / Verkehrsmuseum / Städtische Galerie / Militärhistorisches Museum der Bundeswehr / Stadtmuseum / Residenzschloss / Albertinum / Deutsches Hygienemuseum

Dresden
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Dauerausstellung

In der Albertstadt, wo einst fast 20000 Soldaten lebten, das Sächsische Armeemuseum beheimatet war und auch das Armeemuseum der DDR seinen Platz hatte, öffnet nun ein Museum seine Pforten, das nicht mehr das Hohelied auf das Militär und die Waffentechnik singt. Themenparcours durchbrechen im „Keil“ im wahrsten Sinne des Wortes die chronologische Präsentation. Themen wie „Dresdner Blick“, „Leiden“ „Technologie“ und „Spiel“ machen das Museum zu einem „Lernort der Geschichte, der zum Perspektivenwechsel einlädt“, so Gorch Pieken vom Militärhistorischen Museum.

Der erste Raum und das ist am Standort Dresden durchaus naheliegend, widmet sich der Zerstörung der Stadt am 13. Februar 1945. „Politik und Gewalt“ ist, so Pieken, ein weiteres wesentliches Kapitel, das aufgeschlagen wird und sich den verschiedenen Gewaltformen, auch der medialen Gewalt, zuwendet.

Carl Röchlings Gemälde der „Schlacht bei Hohenfriedeberg“ gehört ebenso zu den Exponaten des Hauses wie der Wehrpass des Generalmajors Eberhard Herwarth von Bitterfeld und der Handwagen einer schlesischen Flüchtlingsfamilie. Dass man im Hause auf multimediale Vermittlung großen Wert legt, scheint ein Selbstgänger angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen an Museumsgestaltungen.

Ausstellungen

"ACHTUNG Spione!" Geheimdienste in Deutschland 1945 - 1956 bis Ende 2016

Eingebettet in die jahresweise erzählte sicherheitspolitische Situation wird die deutsch-deutsche Militärspionage jener Zeit präsentiert. Darüber hinaus thematisiert die Ausstellung Tätigkeitsfelder, die bis heute zum Profil jedes professionellen Geheimdienstes zählen. Im Mittelpunkt stehen die unter Ägide der Supermächte USA bzw. Sowjetunion arbeitenden deutschen Geheimdienste, die Organisation Gehlen (ab 1. April 1956 BND) und der Friedrich-Wilhelm-Heinz-Dienst im Amt Blank (ab 1955 Verteidigungsministerium der Bundeswehr) auf westlicher sowie das Ministerium für Staatssicherheit und die Militäraufklärung der Kasernierten Volkspolizei (ab 1. März 1956 Nationale Volksarmee) auf östlicher Seite. Menschen und Strukturen, Ziele und Strategien, technische Mittel und Methoden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Traditionen und Erblasten, Erfolge und Pannen im Kampf an der unsichtbaren Front des frühen Kalten Krieges werden auf einer Ausstellungsfläche von rund 1200qm und anhand von weit über 500 Exponaten – von der Agentenpistole bis zum Spionageballon – gezeigt.

Behandelt werden im Museum Themenbereiche wie„Krieg und Gedächtnis“ - im Haus ist unter anderem der Gipsab guss der Büste Einsteins in der Walhalla zu sehen – oder „Politik und Gewalt“. In diesen Kontext passen das Porträtgemälde der schwedischen Königin Christine und auch Gustav Adolf Müllers Arbeit „Selbstzerfleischung“. Den einen mag das Thema „Tiere beim Militär“ interessieren, für einen anderen wird „Leiden im Krieg“ ein sehr wichtiger Aspekt sein. Metallsplitter aus dem Körper des Soldaten Tony Ewert sind ebenso zu sehen wie die Moulage „Gesichtsverletzung“. Neben dieser thematischen Aufbereitung gibt es auch einen chronologische Parcours, der die Zeit zwischen 1300 und heute behandelt.

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden
Telefon (0351) 823 2803
MilHistMuseumBwEingang@Bundeswehr.org
Öffnungszeiten
Di-So 9–17 Uhr
Eintritt  frei
Erreichbarkeit
Straßenbahnlinien 7 und  8 bis Haltestelle
Olbrichtplatz/Militärhistorisches Museum (wird angesagt)
Buslinie 91 bis Haltestelle
Stauffenbergallee/Militärhistorisches Museum (wird angesagt)

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