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Ausstellungsorte in Dresden: Gemäldegalerie Alte Meister / Grünes Gewölbe / Verkehrsmuseum / Städtische Galerie / Militärhistorisches Museum der Bundeswehr / Stadtmuseum / Residenzschloss / Albertinum / Deutsches Hygienemuseum

Dresden
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Dauerausstellung

In der Albertstadt, wo einst fast 20000 Soldaten lebten, das Sächsische Armeemuseum beheimatet war und auch das Armeemuseum der DDR seinen Platz hatte, öffnet nun ein Museum seine Pforten, das nicht mehr das Hohelied auf das Militär und die Waffentechnik singt. Themenparcours durchbrechen im „Keil“ im wahrsten Sinne des Wortes die chronologische Präsentation. Themen wie „Dresdner Blick“, „Leiden“ „Technologie“ und „Spiel“ machen das Museum zu einem „Lernort der Geschichte, der zum Perspektivenwechsel einlädt“, so Gorch Pieken vom Militärhistorischen Museum.

Der erste Raum und das ist am Standort Dresden durchaus naheliegend, widmet sich der Zerstörung der Stadt am 13. Februar 1945. „Politik und Gewalt“ ist, so Pieken, ein weiteres wesentliches Kapitel, das aufgeschlagen wird und sich den verschiedenen Gewaltformen, auch der medialen Gewalt, zuwendet.

Carl Röchlings Gemälde der „Schlacht bei Hohenfriedeberg“ gehört ebenso zu den Exponaten des Hauses wie der Wehrpass des Generalmajors Eberhard Herwarth von Bitterfeld und der Handwagen einer schlesischen Flüchtlingsfamilie. Dass man im Hause auf multimediale Vermittlung großen Wert legt, scheint ein Selbstgänger angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen an Museumsgestaltungen.

Ausstellungen

"60 Jahre Bundeswehr" ab 3. November 2015

Am 12. November 1955 wurde mit der Vereidigung der ersten Freiwilligen die Bundeswehr gegründet. Zu ihrem 60. Geburtstag eröffnet das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in seiner Dauerausstellung eine Sonderausstellung. Ein grafisches Band verbindet 60 "sprechende Exponate zu einer Zeitreise von 1955 bis 2015. Die Objekte und Dokumente erzählen von Höhen und Tiefen, von Menschen und ihren Geschichten, von Technik, Strategien und politischen Entscheidungen, von Begegnungen, von Angst, Gewalt und Enttäuschungen, aber auch von Freundschaft, Hingabe und Erfolgen. Die Ausstellung lässt Raum für eigene Erinnerungen und Geschichten, die sich mit der Bundeswehr verknüpfen. Sie bietet aber auch ungewöhnliche und weniger bekannte Perspektiven auf die Bundeswehr, die mit ihren 60 Jahren schon jetzt älter ist, als jede andere deutsche Armee in der Geschichte. Über 1.000 Objekte vom Kalten Krieg bis zur Armee der Einheit werden in der Dauerausstellung präsentiert. Aus jüngsten Einsätzen stammen der Minebreaker, das Patriot-Abwehrsystem und andere Großgeräte. Erstmals werden Objekte aus dem "Karfreitagsgefecht" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Behandelt werden im Museum Themenbereiche wie„Krieg und Gedächtnis“ - im Haus ist unter anderem der Gipsab guss der Büste Einsteins in der Walhalla zu sehen – oder „Politik und Gewalt“. In diesen Kontext passen das Porträtgemälde der schwedischen Königin Christine und auch Gustav Adolf Müllers Arbeit „Selbstzerfleischung“. Den einen mag das Thema „Tiere beim Militär“ interessieren, für einen anderen wird „Leiden im Krieg“ ein sehr wichtiger Aspekt sein. Metallsplitter aus dem Körper des Soldaten Tony Ewert sind ebenso zu sehen wie die Moulage „Gesichtsverletzung“. Neben dieser thematischen Aufbereitung gibt es auch einen chronologische Parcours, der die Zeit zwischen 1300 und heute behandelt.

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden
Telefon (0351) 823 2803
MilHistMuseumBwEingang@Bundeswehr.org
Öffnungszeiten
Di-So 9–17 Uhr
Eintritt  frei
Erreichbarkeit
Straßenbahnlinien 7 und  8 bis Haltestelle
Olbrichtplatz/Militärhistorisches Museum (wird angesagt)
Buslinie 91 bis Haltestelle
Stauffenbergallee/Militärhistorisches Museum (wird angesagt)

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