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Zwinger

Ein Meilenstein der Baukunst ist der barocke Zwinger mit Kronentor, Wallpavillon, Nymphenbad und Meißner Porzellanglockenspiel. Ideengeber für dieses Ensemble, das sich in der geschlossenen Gestaltung rund um eine Freifläche an ein römisches Amphitheater anlehnt, war der Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann. Doch die römische Antike eines Kolosseums hat im Ensemble außer in der Form der Anlage keinen Niederschlag gefunden. Statt dessen sorgte der Hofbildhauer des Kurfürsten Johann Georg III., Balthasar Permoser, dessen Kunstwerke auch im Grünen Gewölbe zu bewundern sind, für den üppigen barocken Bauschmuck.

Dresden - Zwinger
Ein Faun als Lastenträger
– Fassadenschmuck im Zwinger

Dort, wo einst fürstliche Turniere stattfanden, wusste man nach dem Bau des Zwingers pompöse Feste zu begehen, so 1719 aus Anlass der Vermählung des Sohns August des Starken mit einer österreichischen Prinzessin. Der Name Zwinger leitet sich aus dem Festungsbau ab. Den Freiraum zwischen der inneren und der äußeren Wehrmauer nennt man gewöhnlich Zwinger.

Begonnen wurde mit dem Bau des Zwingers in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. 1854 wurde der zur Elbseite hin offene Zwinger durch den Semperbau, besser bekannt als Gemäldegalerie, geschlossen.

Dresden - Zwinger
Fassadenschmuck des Zwingers

Durch den Bombenangriff vom 13. Februar 1945 wurde auch der Zwinger fast völlig zerstört. Doch bereits kurz nach Kriegsende begann der Wiederaufbau, sechs Jahre später die Herstellung des Kronentores, einer der Zugänge zum Zwingerhof mit seinen Wasserspielen. Ein Jahr nach dem Kronentor war auch der Mathematisch-Physikalische Salon wieder aufgebaut. In der weiteren Wiederherstellung des sandsteinernen Barockensembles folgten der Glockenspielpavillon, der Wallpavillon und der Französische Pavillon.

Dank seiner vergoldeten Haube springt das Kronentor jedermann ins Auge. Es symbolisiert die Würde des polnischen Regenten und sächsischen Kurfürsten August des Starken. Inmitten des Zwingers befindet sich eine Brunnenanlage mit zahlreichen Skulpturen, das beeindruckende Nymphenbad. Wer ein Glockenspiel vernimmt, mag zunächst verwirrt sein, doch an der Fassade des so genannten Glockenspielpavillons erklingt tatsächlich ein Glockenspiel aus Meißener Porzellan. Zu hören sind die eigens für das Dresdner Glockenspiel komponierten Stundenschlagmelodien jeweils zu jeder viertel, halben, dreiviertel und vollen Stunde.

Zu den kostbaren Sammlungen, die im Zwinger untergebracht sind, gehören die weltberühmte Gemäldegalerie Alte Meister, die Prozellansammlung von August dem Starken, die Rüstkammer und der Mathematisch-Physikalische Salon.

Baugeschichte kurz und knapp
1709 Auftrag Matthäus Daniel Pöppelmanns für den Bau der Orangerie
1710-1712 Bau der Bogengalerien am Wallpavillon
1711 Baubeginn des Nymphenbads
1712-1716 Bau des Mathematisch-Physikalischer Salons und Französischen Pavillons
1714-1718 Bau des Kronentors
1723 Fertigstellung des Glockenspielpavillons
1728 Fertigstellung des Zwingers
1746 Einrichtung des Mathematisch-Physikalischen Salons
1759/60 Beschädigungen während des Siebenjährigen Krieges
1783-1795 Erste Restaurierungen unter Johann Daniel Schade
1806-1813 Erneute Beschädigungen während der Napoleonischen Kriege
1820-1830 Anlage von Zwingerteich und Garten mit Wasserbecken
1847-1855 Bau der Galeriegebäude von Gottfried Semper mit plastischem Schmuck von Ernst Rietschel
1849 Zerstörung des südlichen Pavillons und des Stadtpavillons durch Brand
1857-1863 Wiederaufbau und zweite Restaurierung
1880-1898 Dritte Restaurierung des Zwinger mit Eingriffen in die Bausubstanz
1824-1826 Umfassende vierte Restaurierung
1945 Bombardierungen im 2. Weltkrieg
1945-1963 Wiederaufbau
1952 Wiedereröffnung des ersten Ausstellungsraumes

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