Ausstellungen, Feste, Festivals und mehr
Veranstaltungskalender Dresden 2011
Verkehrsmuseum Dresden
Zwei Räder - Vier Takte AWO – das Kultmotorrad der DDR bis 1. Mai 2011
Die AWO-Motorräder aus dem thüringischen Suhl sind bis heute Kult, allen voran die Simson 425 S. Obwohl die Viertakter der 1950er Jahre in der DDR sehr beliebt waren, kam bereits nach 10 Produktionsjahren von der DDR-Obrigkeit das Aus zugunsten der Kleinkrafträder, der so genannten Vogelreihe, und der MZ-Zweitakter. Aber „Totgesagte leben bekanntlich länger“! 20 Jahre später gab es für die AWO ein Comeback. Bis heute existiert eine rege Fangemeinde. Sie war die Initialzündung für die Sonderausstellung im Verkehrsmuseum. Gezeigt werden die Geschichte des Suhler Unternehmens und die ganze Typenpalette, von der Touren-AWO 425 und der Sport-AWO 425/S über Gespanne, Renn-, Gelände- und Stehermaschinen bis zu Sondereinsatzmaschinen. Die vielen eingesandten privaten AWO-Storys heizen der Schau zusätzlich Leben ein und erinnern an des Bikers Freud und Leid in den 50ern und 60ern. Die AWO kam aus dem ehemaligen Simson-Werk in Suhl, das seit 150 Jahren vor allem als Jagd- und Sportwaffenhersteller bekannt ist. Ab 1896 gehörten auch der Fahrrad-, Automobil- und Motorradbau zum Produktionsprogramm. 1945 übernahm die Sowjetische Militäradministration das Werk. Allein 1947 gingen 36.000 Fahrräder und 20.000 Jagdgewehre als Reparationsleistung in die Sowjetunion. 1948 erhielt die Suhler Fahrradfabrik der Sowjetischen A.G. Awtowelo den Befehl zur Entwicklung eines neuen Motorrades. Zu der Zeit, da Deutschland noch in Trümmern lag, wurde diese große Herausforderung von engagierten Konstrukteuren angenommen und erfolgreich umgesetzt. Auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1950 war die erstmals vorgestellte Touren-AWO 425 der Renner. Am Jahresende verließ bereits die 1000. Maschine das spätere Fahrzeug- und Gerätewerk Suhl (IFA). Bis zu ihrem Ende 1961 liefen ca. 200.000 AWOs vom Band. Infos: Verkehrsmuseum Dresden gGmbH Augustusstraße 1 01067 Dresden
Albertinum Galerie Neuer Meister
Das versprochene Land bis 29. Mai 2011
Erinnert wird mit dieser ersten großen Sonderausstellung in dem im Juni 2010 wieder eröffneten Albertinum an die Flutkatastrophe von 2002. Damals mussten auch die großformatigen fotografischen Werke von Thomas Struth abgehängt werden. Die fotografierten Paradiese machten Platz für Werke, die durch die Flut bedroht waren. Nun kehren diese Arbeiten mit denen von 50 international anerkannten Künstlern an den Ort des Hochwassers zurück. Mit der Präsentation ist auch der Dank an diejenigen verbunden, die ihre Werke in einer Auktion zugunsten des Umbaus gespendet hatten. Bei diesem Umbau entstand nicht nur eine Tragwerkkonstruktion, die den Innenhof überspannt und nun als hochwassersicheres Depot genutzt wird, sondern auch eine Sonderausstellungsfläche von 1200 qm. Hier trifft man aktuell u. a. auf Polke, Gaubner, Baldessari, Havekost, Trockel, Kippenberger oder Sieverding. Infos: www.skd.museum/
Kupferstichkabinett Picasso Künstlerbücher 9. April bis 13. Juni 2011
Picasso war einer der produktivsten Künstler des 20. Jahrhunderts, auch auf dem Gebiet des Künstlerbuchs: Zwischen 1905 und 1973 gestaltete er mehr als 150 Bücher, wobei Picasso mit großer Experimentierfreude die Ausdrucksmöglichkeiten dieses fesselnden Mediums auslotete. Infos: www.skd.museum/
Kunsthalle im Lipsiusbau Die Macht des Schenkens 7. Mai bis 28. August 2011
Wenn wir heute das Wort Geschenke hören, assoziieren wir es zuerst mit Freude, Glückwünschen oder Überraschung, aber sicher nicht mit Macht. Was verbinden Geschenke mit Macht? Dieser Frage geht ein einzigartiges Ausstellungsprojekt zwischen dem U’mista Cultural Centre in Alert Bay, British Columbia, Kanada, und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden nach. Sie tauschen zu diesem Thema Objekte aus ihren Beständen aus und präsentieren sie zeitgleich. Infos: www.skd.museum/
Kunsthalle im Lipsiusbau Die Neue Sachlichkeit in Dresden 1. Oktober 2011 bis 8. Januar 2012
Die Ausstellung „Die Neue Sachlichkeit in Dresden“ wird erstmals ein prägnantes Bild dieser facettenreichen Kunstströmung der Goldenen Zwanziger Jahre in der sächsischen Industrie- und Kunstmetropole zeichnen können, die bislang weder durch eine Ausstellung noch durch eine eigene Publikation erschlossen worden ist. Ausgangspunkt und Basis der Ausstellung ist der Bestand der Galerie Neue Meister, ergänzt von wichtigen Leihgaben aus zahlreichen Museen. Infos: www.skd.museum/
Zu den wiederkehrenden Festen der Stadt zählen das Elbhangfest zwischen Dresden-Loschwitz und
Dresden-Pillnitz ( www.elbhangfest.de), die Filmnächte am Elbufer ( www.filmnaechte-am-elbufer.de ), das Internationales Dixieland Festival (www.dixieland.de ) und das Dresdner Stadtfest (www.dresden.de/stadtfest. Auch der älteste Weihnachtsmarkt in Deutschland, der Dresdner Striezelmarkt (
www.dresden.de/striezelmarkt) hat einen festen Platz im Festkalender
Dresdens.
Die Dresdner Musikfestspiele präsentieren für die Saison 2011 ein hochkarätiges und facettenreiches Programm. Unter dem Motto »Fünf Elemente« laden sie vom 18. Mai bis 5. Juni zu musikalischen Begegnungen zwischen Orient und Okzident in die schönsten und stimmungsvollsten Spielstätten in Dresden und Umgebung ein. Erstmals sind die Musikfestspiele auch zu Gast im neu eröffneten Dresdner Albertinum sowie im Festspielhaus Hellerau. Außerdem inspirierte das zeitliche Zusammentreffen mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag das Programm: zahlreiche Konzerte reflektieren das Thema Spiritualität und Religiosität. Zu den Höhepunkten zählen u.a. Gastspiele der Berliner Philharmoniker, des New York Philharmonic sowie von Solisten wie Heinrich Schiff, Lars Vogt, René Pape oder Arcadi Volodos.
850 Jahre Weinbau in Sachsen
Bereits 1161 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung. Das Jubiläum wird über das Jahr verteilt mit einem Festjahr gefeiert. Einer der Höhepunkte wird dabei die gemeinsame Jungweinprobe der Anbaugebiete Sachsen & Saale-Unstrut am 15. April 2011 sein. Anfang Mai ist ein überregionaler Weinwandertag geplant. Auch 2011 soll wieder ein »Tag des offenen Weingutes« am 27./28. August 2011 Besucher in die Weinberge locken. Natürlich dürfen die zahlreichen Stadtfeste im Veranstaltungskalender nicht fehlen. Die vielen Weinfeste sollen dabei symbolisch durch ein rollendes Weinfass miteinander verbunden werden.
Eröffnung des Militärhistorischen Museums
Nach einem Entwurf von Daniel Libeskind wird 2011 auch die Eröffnung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr gefeiert. Die Neugestaltung vollzieht sich auf einer architektonischen und einer inhaltlich-gestalterischen Ebene. Gemeinsame Grundlage ist das inhaltliche Rahmenkonzept des Museums aus dem Jahr 2001. In dessen Mittelpunkt stehen Kontinuitäten und Brüche des Verhältnisses von Militär und Gesellschaft in Deutschland vom Mittelalter bis heute.