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Semperoper

Ohne die Pläne des Baumeisters Gottfried Semper wäre dieses Opernhaus an der Elbe nie entstanden. Äußerlich scheint es einer antiken Akropolis zu ähneln, die den Strom und den Theaterplatz überschaut. Das heutige Opernhaus hatte mehrere Vorgänger: 1718 wurde in der Nähe des heutigen Standortes ein großes Opernhaus gebaut, das auf den Entwurf des Baumeisters J. A. Haase zurückgeht. Beinahe vier Jahrzehnte später erhielt die Stadt das so genannte kleine Hoftheater. Dort wurde unter anderem Mozarts „Entführung aus dem Serail“ aufgeführt. Zum Hofkapellmeister berief der Landesfürst 1817 Carl Maria von Weber, der bis zu seinem letzten Atemzug der Elbestadt treu blieb und mit seinem „Freischütz“ auch als Komponist bekannt wurde.

Dresden - Goethe-Statue
Goethe – ein Dichterfürst am Opernportal

Wechselvolle Geschichte

Mit dem Bau der ersten Semperoper wurde 1838 begonnen. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 12. April 1841. Der Renaissancerundbau galt hinfort als der schönste europäische Theaterbau – aber das war gewiss eine Frage des Zeitgeschmacks. Rund drei Jahrzehnte nach Baubeginn wurde das Theater Opfer eines Brandes, so dass ein Neubau notwendig wurde. Dieser wurde 1871 bis 1878 nach Plänen von Gottfried Semper errichtet. Semper war unterdessen nach Wien übergesiedelt und dort wegen anderweitiger Aufträge unabkömmlich. Daher überließ er seinem Sohn Manfred die Bauleitung des Dresdner Projektes.

Um mehr Raum für den Theaterplatz zu gewinnen, hatte man diesen Neubau im Stil der Hochrenaissance weiter zur Elbe hin verlagert und zudem gegenüber dem Vorgängerbau in den Ausmaßen vergrößert. Nach seiner Fertigstellung wurde mit der Aufführung von Webers „Jubelouvertüre" und Goethes "Iphigenie auf Tauris" die Einweihung gefeiert.

Dresden - Moliere
Der Schöpfer des Glöckners von Notre-Dame
und des Geizigen: Molière

Allein die Außenmauern und einige Skulpturen überstanden den Bombenhagel vom 13. Februar 1945. Sieben Jahre nach Kriegsende wurde die Außenfassade der Semperoper gesichert, um einen späteren Wiederaufbau zu ermöglichen. Allerdings sollte es Jahrzehnte dauern, bis 1977 der „Grundstein“ für die so genannte dritte Semperoper gelegt wurde. Die Rekonstruktion erfolgte dabei nach den Originalplänen Sempers, allerdings fügte man moderne Funktionsbauten wie Probebühnen und Garderoben hinzu. Die Anzahl der Sitzplätze wurde auf 1300 reduziert und das Bühnenhaus verbreitert. Auch die Logenunterteilung im Zuschauerraum fiel weg. Am 13. Februar 1985, also vier Jahrzehnte nach dem verheerenden Bombenhagel auf Dresden, wurde mit Webers „Freischütz“ das „dritte Opernhaus“ an der Elbe eröffnet.

Im August 2002 richtete die „Jahrhundertflut“ schweren Schaden an. Das Elbwasser drang bis zu acht Meter hoch in das Gebäude ein. Doch heute sind keine Spuren dieser jüngsten Beschädigung mehr zu sehen.

Der Baumeister und seine Pläne

Der aus einer wohlhabenden Hamburger Familie stammende Baumeister Gottfried Semper (1803–1879) war nicht nur der geniale Schöpfer des königlichen Hoftheaters, kurz Semperoper genannt, sondern auch der nahen Gemäldegalerie (Sempergalerie) und der während der NS-Herrschaft zerstörten Dresdner Synagoge. Wegen seiner Teilnahme an den Maiaufständen 1849 musste er ins Ausland fliehen und war danach in Zürich, Paris, London und Wien tätig. Am 15. Mai 1879 verstarb er im römischen Exil.

Semper hatte die Semperoper mit einer 84 Meter breiten, halbrund geschwungenen Fassade als klassischen Theaterbau konzipiert. Dieser wird von einer Panter-Quadriga mit Dionysos und Ariadne bekrönt. In den Nischen links und rechts des Eingangs wurden vier Skulpturen berühmter Dichter platziert: Shakespeare, Sophokles, Molière und Euripides. Goethe und Schiller flankieren den Eingang des Theaterbaus.

Marmorsäulen und Holzvertäfelungen schmücken das Innere. Dabei wurden weder Marmor noch Holz, sondern Gips täuschend echt verarbeitet. Der Zuschauerraum beeindruckt durch ausladende Kronleuchter, die Königsloge und reiche Verzierungen.

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SEMPEROPER ERLEBEN
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