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Barockes Erbe in der Inneren Neustadt

Am besten nehmen wir den Bahnhof Dresden Neustadt als Ausgangspunkt der Erkundung der barocken Neustadt. Zwischen 1898 und 1901 wurden nach Plänen Osmar Dürichens das Empfangsgebäude und die rund 140 m lange, dreischiffige Bahnhofshalle erbaut. Stilbestimmend für diesen Bahnhofsbau sind Klassizismus und Jugendstil – letzteres schlägt sich in der floralen Ausmalung des Empfangsgebäudes nieder. Dieser Teil des Bahnhofs öffnet sich mit mächtigen Bogenfenstern zum Schlesischen Platz hin. Lenken wir unsere Schritte Richtung Albertplatz, so sollten wir unbedingt das Erich-Kästner-Museum aufsuchen, einen Ort, an dem eines Schriftstellers gedacht wird, der nicht nur Kinderbücher wie »Emil und die Detektive« und »Pünktchen und Anton« schuf, sondern auch gesellschaftskritische Gedichte und den satirischen Roman »Fabian«.

Reiseführer Dresden - Erich Kästner Statue
Der junge Kästner als Bronze auf der
Mauer der ehemaligen Villa Augustin

Aufgewachsen ist der in Dresden geborene Kästner in der unmittelbaren Umgebung des Albertplatzes, sodass der Standort des Museums gut gewählt scheint. Auf der Mauer der ehemaligen Villa Augustin, in deren Garten Kästner als kleiner Bub spielte, hockt ein von Máthyas Varga geschaffener bronzener kleiner Junge. Auf dem Albertplatz sprudelt aus riesigen Brunnenanlagen Wasser und am Rande des Platzes steht ein kleiner Rundtempel über dem artesischen Brunnen.

Reiseführr Dresden - Rundtempel
Ein antikes Rundtempelchen inmitten
des Großstadttrubels am Albertplatz

Nur wenige Schritte weiter hat Wolf-Eike Kutschkes Denkmal für Erich Kästner seinen Platz: Kaffeetasse, Schreibblock und ein Bücherturm bekrönt von einem steifen Herrenhut sind die Elemente dieser plastischen Würdigung des Georg-Büchner-Preisträgers (1957). Am Übergang zur Hauptstraße wird an einen anderen berühmten Schriftsteller erinnert, dessen »Die Glocke« wohl jedem Abiturienten ein Begriff ist. Friedrich Schiller in antikisierter Pose steht inmitten eines mit Reliefs bedeckten Rondells. Alle szenischen Reliefs nehmen Bezug auf Werke Schillers, der sich zeitweilig bei seinem Freund Theodor Körner in der Stadt aufgehalten hatte. Eine Gedenktafel in der Nähe des Japanischen Palais erinnert an diesen Aufenthalt.

Folgen wir der Albertstraße, einer der strahlenförmig vom Albertplatz nach Süden verlaufenden Straßen, so gelangen wir zur gründerzeitlichen Neustädter Markthalle an der Metzer Straße. Süßmäuler finden beim Wiener Feinbäcker Herberer das eine oder andere süße Teilchen. Auch »Mein kleines Gummibärchen« hat es auf Naschkatzen abgesehen, die ohne Bonbons, Fruchtgummis, Pralinen, Marshmallows und Zuckerstangen tot unglücklich sind. Freiberger Porzellan gibt es in der Markthalle ebenso zu kaufen wie Töpferwaren im Großen Sächsischen Töpfermarkt »Glücksscherbe«. Richtung Carolaplatz  gelangen wir zum Jägerhof, in dem das Museum für Sächsische Volkskunst untergebracht ist. Das im Stil der Renaissance erbaute kurfürstliche Jagdschloss stammt aus dem 16. Jahrhundert und zählt neben dem Zwinger, der Augustusbrücke, dem Zeughaus (Albertinum), dem Stallhof (Johanneum), dem Grünen Gewölbe und dem Japanischen Palais zu den »sieben Wundern Dresdens«. Besucht man das Museum für Sächsische Volkskunst, so erhält man einen Einblick in die Volkskunst der Lausitz, des Erzgebirges und des Vogtlandes. Zu sehen sind u. a. reich dekorierte Möbel, Blaudrucke, Erzeugnisse von Zinn- und Gelbgießern und Klöppelspitzen.
Die sandsteinerne Skulptur eines Jägersmannes in Hofkleidung, die vor dem Ensemble steht, unterstreicht die ehemalige Funktion des Jägerhofs als Jagdschloss. Etwas abseits der Straße hinter dem Jägerhof entdeckt man den Keramikbrunnen von Eva Peschel, dessen Wasserfluss allerdings versiegt ist.

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