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Mit Kindern in Dresden

Einen Stadturlaub mit Kindern zu verbringen, muss gut organisiert sein. Die wenigen Angebote, die auf Kinder bezogen sind, muss man je nach Altersstufen und Interessen mit Bedacht auswählen. Was man in Dresden mit Kindern unternehmen kann, ist nachstehend nachzulesen.

Dresden - Hygienemuseum
Im Deutschen Hygienemuseum gibt es ein
Mitmach-Museum nur für Kinder

Ja, einige Museen haben sich auf Kinder eingestellt und ihr Ausstellungskonzept entsprechend ausgerichtet. Zu diesen Museen gehört das Deutsche Hygienemuseum: Themen wie „Essen und Trinken“, der „Gläserne Mensch“, „Leben und Sterben“ oder „Sexualität“ werden auf unterhaltsame und zugleich didaktische Weise präsentiert. Mitmachelemente stehen im Kinder-Museum zur Verfügung, das für Besucher zwischen vier und zwölf Jahren gedacht ist. Der Ausstellungsparcours ist so angelegt, dass alle fünf Sinne angesprochen werden: Das Computerspiel Gebärdensprache beschäftigt einen Teil der jungen Besucher, das Spiegelkabinett und der Kostümbereich einen anderen Teil, wenn es ums Thema „Sehen“ geht. „Geräusche raten“ heißt es im Segment „Hören“ und unter den Stichworten „Riechen und Schmecken“ kann man unter anderem an fünf Riechsäulen schnuppern. Zum Schluss wird man dann in einem Dunkelbereich des Kindermuseums das Fühlen „lernen“. Für Eltern mit Kindern sind außerdem die Technischen Sammlungen ein guter Tipp, können doch die Gören im sogenannten Experimentierfeld Phänomene aus Mechanik, Optik, Akustik und Elektrizität auf spielerische Art und Weise kennen lernen.

Dresden - Technische Sammlungen
Wie passt der Fisch ins Muster ist eine der Fragen
in den Technischen Sammlungen

Dass Mathematik nicht etwa nur ein trockenes Schulfach ist, lernen die jüngeren Besucher im Erlebnisland Mathematik. Hier wird nicht nur gepuzzelt, sondern auch ein Kaleidoskop gebaut oder ausprobiert, ob eine Pyramide und andere Körper wohl in einen Plexiglaskubus passen. Für die jüngeren Besucher weniger interessant sind die übrigen Abteilungen des Hauses, die sich mit der Entwicklung der Kameratechnik, mit der Geschichte des Trickfilms in der DDR, mit mechanischen Musikautomaten und mit Fragen der Rechentechnik befassen. Ein weiteres Museum, dessen Besuch sich mit Kindern lohnt, ist das Museum für Sächsische Volkskunde. Hier finden zumindest Kinder im Vorschulalter einen eigenen Spielparcours durch die Sammlung. Sie können sich bei einem Besuch eine eigene Tracht anlegen, zum Thema „Mutterglück“ mit Puppen spielen und unter der Überschrift „Technologietransfer“ eine Holzeisenbahn zum Leben erwecken. Auch das Klöppeln mit vier Strängen können die jüngeren Besucher während ihres Museumsaufenthalts ausprobieren. Sowohl für den Besuch des Museums für Sächsische Volkskunst wie auch des Grünen Gewölbes sollte Eltern entsprechende Literatur zurate ziehen. Kunstführer sind üblicherweise eher trocken geschrieben. Doch „Zwei Engel im Grünen Gewölbe“ ist gänzlich anders. Die beiden Engelchen in Raffaels Madonnendarstellung erwachen eines Morgens und verlassen ihren angestammten Platz. Angelus und Uriel schweben gemeinsam mit dem Schlossgeist, der August dem Starken verdammt ähnlich sieht, vom Zwinger hinüber zum Grünen Gewölbe im Residenzschloss. Gemeinsam entdecken sie die dortigen Schätze aus Elfenbein und Edelsteinen. Der Schlossgeist zeigt den beiden Engelchen das Eck-Kabinett, das mit einem vergoldeten Gitter verschlossen ist. Hier standen, so erklärt der königliche Geist, einst die kunstvollen Perlfiguren. Doch noch weitere Stationen werden im Grünen Gewölbe besucht. Neben dieser Veröffentlichung im Dresdner Sandstein-Verlag gibt es ein weiteres Kindermuseumsbuch, das sich mit dem Museum für Sächsische Volkskunde befasst: „Zwei Engel auf Reisen im Museum für Sächsische Volkskunde mit der Puppentheatersammlung“ lautet der Buchtitel. Kunst aus dem Volk und für das Volk, wollen die beiden Engel mal näher unter die Lupe nehmen und den jüngeren Museumsbesuchern vorstellen. Doch Angelus und Uriel wären nicht aus der Gemäldegalerie Alter Meister ausgebüxt, hätten sie nicht eine Einladung für das Puppenspiel im Sächsischen Volkskundemuseum direkt vor dem Gemälde des Meisters Raffael entdeckt. Flugs geht es aus dem Zwinger hinaus, an der Hofkirche vorbei und über die Augustusbrücke hinüber auf die andere Elbseite, wo sich das Museum für Sächsische Volkskunst – so der offizielle Name – befindet. Dort angekommen schlüpfen sie in eine Bergmannsuniform und eine Mädchentracht, die eigentlich für Besucherkinder gedacht sind. Was sie sonst noch erleben, das können Eltern im vorliegenden Kindermuseumsführer nachlesen und sich damit auch Anregungen für den eigenen Besuch holen.

Dresden - Skaterpark

Für sportliche Kids ist der Besuch des Skateparks unweit des Deutschen Hygienemuseums ein Muss. Hier kann man nicht nur eine Halfpipe ausprobieren, sondern auch auf Geländern sliden und sonstige Hindernisse mit Rollerskates und Skateboard meistern. Bei gutem Wetter kann man auch mit der Parkeisenbahn durch den Großen Garten tuckern. Fünf Bahnhöfe bedient die Bahn im Großen Garten, darunter auch am Palais im Großen Garten und am Zoo. Seit mehr als fünf Jahrzehnten gibt es diese Bahn, die zu DDR-Zeiten ein Projekt der Jungen Pioniere war. Offene und gedeckte Wagen werden von E-Loks und von Dampfloks wie der Lok „Moritz“ durch den Park gezogen. Nach wie vor sind es Kinder und Jugendliche, die Aufgaben im Rahmen des Bahnbetriebs übernehmen. Ausgenommen davon sind nur der Fahrbetrieb und die Bahnhofsleitungen.

Dresden - Parkeisenbahn

Ein anderer Tipp ist der Besuch des Dresdner Zoos. Hier, am Rande des Großen Gartens, tollen putzige Kattas auf einer begehbaren Insel im alten Robbenbecken umher, kann man Orang-Utans beobachten oder mit der Amurkatze, dem Turkmenischen Karakal, dem Rothund, dem Vietnam-Sikahirsch oder dem Buntmarder Tiere Asiens kennen lernen. Eine Besonderheit ist der ´Zoo unter der Erde: Hier leben die Türkische Stachelmaus, der blinde Höhlensalmler, eine besondere Fischart, und Vogelspinnen. Selbstverständlich gibt es auch Dickhäuter im Dresdner Zoo, ganz zu schweigen von flinken Erdmännchen. Im Aquarium hat nicht nur das Leistenkrokodil sein Zuhause, sondern auch die Netzpython und räuberische Fische aus dem Amazonasgebiet, die Piranhas.

Für die ganz jungen Besucher gibt es einen Streichelzoo und im Frühjahr und im Sommer tritt der Kasper regelmäßig auf der Kasperlebühne auf, ob in „Kasper und der Fallensteller“ oder in „Kasper und der graue Wolf“. (text/foto fdp)

Weitere Informationen

Grünes Gewölbe
www.sdk-dresden.de

Museum für Sächsische Volkskunst
www.sdk-dresden.de

Technische Sammlungen der Stadt Dresden
www.tsd.de

Deutsches Hygienemuseum
www.dhmd.de

Parkeisenbahn
Hauptallee 5
01219 Seevorstadt-Ost/Großer Garten,
www.parkeisenbahn-dresden.de

Dresdner Zoo
Tiergartenstraße 1
01219 Dresden
http://www.zoo-dresden.de/

 

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