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Durch die Altstadt: Zwinger, Hofkirche und Zeughaus

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Ein Hingucker im Straßenbild der Altstadt ist der so genannte Fürstenzug an der Außenwand des Langen Ganges. 25 Markgrafen, Kurfürsten und Könige ziehen hoch zu Ross an den staunenden Betrachtern vorüber. Dieser Fries ist das größte Porzellanmosaik der Welt und zugleich ein Bildprogramm der Geschichte des Hauses der Wettiner. Wer verweilt, wird auch den legendären August den Starken und dessen Sohn Friedrich August II. unter den Fürsten entdecken. Neben den edlen Herren zu Ross sind am Ende des Zuges Handwerker, Bergleute, Wissenschaftler und Künstler auf dem Fries verewigt worden.

Reiseführer Dresden - Johanneum
Einst wurde hier der kurfüstliche Fuhrpark
untergebracht, heute sind hier Oldtimer der
Straße und der Schiene zu bestaunen

Als Verbindung zwischen Johanneum und dem Georgentor des Schlosses wurde der Stallhof, der älteste Turnierplatz seiner Art,  errichtet, der vom Langen Gang mit seinen hofseitigen Arkaden begrenzt wird. Das Johanneum, in dem heute das Verkehrsmuseum mit seinen Oldtimern untergebracht ist, beherbergte ursprünglich den kurfürstlichen Fuhrpark. Auffällig sind die ausladende, doppelläufige Freitreppe vor der Südfassade und die hohen Rundbogenfenster.

Reiseführer Dresden - Neumarkt
Barocker Fassadismus am Neumarkt

Wenden wir uns nun zum Neumarkt, wo sich die wieder aufgebaute Frauenkirche befindet. Das Denkmal für König Friedrich August hat auf dem Neumarkt ebenso seinen Platz wie das für den Reformator Martin Luther. Jüngste Grabungen im Bereich des Neumarkts förderten die ursprüngliche mittelalterliche Bebauung zutage. Auch das Wohnhaus des Dresdner Kapellmeisters des Barock, Heinrich Schütz, wurde bei diesen archäologischen Untersuchungen gefunden. Die Spurensuche der Archäologen galt zudem dem abgebrochenen Gewandhaus. Heftig wird in der Stadt nun darüber diskutiert, ob man die postmodernen, barocken Schaufassaden am Rande des Marktes um den Wiederaufbau des Gewandhauses bereichern solle oder nicht.

Dresden Reiseführer - Frauenkirche
Frauenkirche

Der Wille barocke Pracht entstehen zu lassen, scheint ungebrochen. Jüngstes Kind der barocken Wiederherstellung des Stadtbildes ist die Frauenkirche. 45 Jahre lang mahnten die Trümmer dieser protestantischen Stadtkirche an den Zweiten Weltkrieg. Am Fuße des Gotteshauses steht heute noch ein Kuppelsegment der ursprünglichen Kirche als Mahnung an die Nachgeborenen. Beim Neubau des von Georg Bähr entworfenen Zentralbaus wurden Ruinensegmente in das sandsteinerne Gotteshaus einbezogen. Fast die Hälfte der originalen Steine wurden beim Bau wieder verwendet. Gewaltig war die Bausumme von 130 Millionen Euro, von denen durch Spenden rund 100 Millionen zusammengetragen wurden. Seit der Weihe der neuen Frauenkirche ist dieser Sakralbau neben dem Grünen Gewölbe und dem Zwinger einer der Besuchermagnete der Stadt. Einige wollen ins Innere, andere auf den Turm mit seiner Kuppel und dem goldenen Turmkreuz. Doch Geduld muss man aufbringen, denn zu den Öffnungszeiten bilden sich zumeist lange Schlangen.

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