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Durch die Altstadt: Zwinger, Hofkirche und Zeughaus

Wer aus der Inneren Neustadt kommt, der wird mit einem einmaligen Stadtbild belohnt. Über der Brühlschen Terrasse erhebt sich die Kuppel der Frauenkirche in hellem Sandstein. Um die Lufthoheit buhlen mit diesem neu entstandenen Sakralbau in barockem Gewande der Turm der Kathedrale St. Trinitatis und die Kuppel der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Und auch die nach Plänen von Georg Semper im Stil der italienischen Renaissance erbaute Semperoper ist von der anderen Elbseite als markantes Bauwerk der Stadt gut auszumachen. Lässt man seinen Blick über das Elbufer schweifen, so ist man ein wenig irritiert, entdeckt man doch hinter dem gläsernen Internationalen Congress Center eine weithin sichtbare Moschee mit Minarett. Doch das, was äußerlich einem islamischen Gotteshaus gleicht, ist in Wahrheit nur die äußere Hülle der Zigarettenfabrik Yenidze. Dieser frühe Stahlskelettbau in orientalischem Gewand ist heute ein wichtiges Dresdner Wahrzeichen des Industriezeitalters.

Reiseführer Dresden - Augustusbrücke
Verbindungsglied zwischen Neustadt und Altstadt: die
Augustusbrücke, im Hintergrund Semperoper (rechts)
und Kathedrale St. Trinitatis (links)

Mit flottem Schritt überqueren wir die Augustusbrücke, um die Altstadt zu erreichen. Dabei setzen wir unsere Füße auf eines der »sieben Wunderwerke Dresdens«. Als das Brückenbauwerk entstand, waren Steinbrücken in Europa noch selten. Mit 17 Bögen und 18 Pfeilern ist die 402 Meter lange Brücke, die das barocke Stadtbild entscheidend mitbestimmt, auch heute noch sehr beeindruckend.

Reiseführer Dresden - Kathedrale St. Trinitatis
Von italienischen Baumeistern für die
katholischen Untertanen des sächsischen
Monarchen entworfen: die Kathedrale St. Trinitatis

Am anderen Elbufer erhebt sich die einstige Hofkirche, die Kathedrale St. Trinitatis, die über eine Brücke mit dem benachbarten Residenzschloss verbunden ist. So konnte der sächsische Monarch jederzeit aus seinem Schloss trockenen Fußes in die Kathedrale gelangen, um in seiner Loge an der katholischen Messe teilzunehmen. Zu verdanken ist dieser Sakralbau eigentlich August dem Starken, der zum katholischen Glauben konvertierte, als er nach der polnischen Krone strebte. Italienischer Baumeister errichteten aus Sandstein einen repräsentativen Sakralbau am Ufer der Elbe. Dieser ist die größte Kirche Sachsens und wird von einem 90 Meter hohen Glockenturm überragt. Bemerkenswert ist der Prozessions-Umgang um das Mittelschiff. Das erlaubte katholische Prozessionen, da diese im protestantisch dominierten Elbflorenz in der Öffentlichkeit untersagt waren. Zu den zu beachtenden Kunstschätzen gehören sowohl die Silbermannorgel als auch der vom Hofmaler Anton Raphael Mengs gestaltete Hauptaltar. In der Gruft der Kirche ruhen die Kurfürsten und Könige aus dem Hause Wettin. Allerdings ist August der Starke hier nicht zur letzten Ruhe gebettet worden. Nur sein Herz hat seinen Platz in der Gruft gefunden.

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Kathedrale erhebt sich das Residenzschloss der Wettiner, das im Laufe von sieben Jahrhunderten seine heutige Gestalt erhielt. Von der einstigen Burganlage ist mittlerweile jedoch nichts mehr zu sehen. Noch immer wird an der Rekonstruktion dieses wichtigen Baudenkmals der Stadt gearbeitet, stand doch nach den Bombenangriffen 1945 vier Jahrzehnte lang nur noch eine Ruine an dieser Stelle. Renaissance, Barock und Historismus haben bei der gestalterischen Ausformung der Residenz ihre Spuren hinterlassen. Diese Spuren sollen im Zuge der andauernden Wiederherstellung des Ensembles wieder zutage gefördert werden. Neben dem Kupferstichkabinett befinden sich auch das Historische und das Neue Grüne Gewölbe im Schloss. Untergebracht sind die kunstgewerblichen Schätze im Westflügel. Insbesondere das so genannte Historische Grüne Gewölbe mit seinen verspiegelten Schauwänden ist der Besuchermagnet schlechthin. Meisterliche Elfenbeinschnitzereien, Pokale aus Straußeneiern und Seeschnecken, mit Edelstein bestückte Prunkwaffen und prachtvolle Gold- und Silberschmiedearbeiten sind freistehend auf den Konsolen der Schauwände oder aber hinter Vitrinenglas zu bewundern.

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