Ausstellungsorte in Chemnitz: Kunstsammlungen / Museum Gunzenhauser / industriemuseum / Villa Esche
Chemnitz
Villa Esche
• Die Idee von Henry Van de Velde - die Villa Esche
Museum Gunzenhauser
• Otto Dix, Alexeij von Jawlensky, Erich Heckel, Conrad Felixmüller und Ernst-Ludwig-Kirchner aus der Sammlung Gunzenhauser
Industriemuseum
• In einer ehemaligen Gießerei - Fabrikarbeit und Hausfrauendaseinnicht nur in Karl-Marx-Stadt
Die Villa Esche in Chemnitz wurde von dem belgischen Architekten und Designer Henry van de Velde (1863-1957) für den Industriellen Herbert Eugen Esche (1874-1962) konzipiert, der 1902 den Auftrag für den standesgemäßen Wohnsitz einer jungen Familie erteilte. Die 1903/04 errichtete Villa wurde so zum exemplarischen Gesamtkunstwerk.
In dem 1930 vollendeten und unter Denkmalschutz stehenden ehemalige Sparkassengebäuden von Fred Otto (1883-1944), ganz im Stil des Neuen Bauens gestaltet, befindet sich die hoch angesehene Sammlung Gunzenhauser. Dank der Stiftung des Kunstliebhabers und Galeristen Dr. Alfred Gunzenhauser umfasst die Sammlung des Museums Gunzenhauser 2459 Werke von 270 Künstlern, darunter mit 290 Werken das weltweit größte Otto Dix-Konvolut. Weitere Schwerpunkte der Sammlung sind 114 Werke von Conrad Felixmüller, 76 Arbeiten von Alexej von Jawlensky, 55 von Gabriele Münter, 26 von Lovis Corinth und 21 von Paula Modersohn-Becker. Hinzu kommen zahlreiche Gemälde und Papierarbeiten von Max Beckmann, Ernst-Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Georg Schrimpf, Gustav Wunderwald, Willi Baumeister und weiteren angesehenen Künstlern des 20. Jahrhunderts.
Die Sozialgeschichte der Stadt Chemnitz, vormals Karl-Marx-Stadt, beleuchtet das Industriemuseum. Dabei werden Themen wie Fabrikarbeiter, Familie, Kreative, Unternehmer, Karl-Marx-Stadt oder Erwerbslosigkeit behandelt. Wohl einmalig ist die Straße der Textilproduktion mit ihren unterschiedlichen Maschinen zum Stricken von Strümpfen oder zum Weben von Stoffbahnen. Die vorhandenen Maschinen sind alle betriebsbereit und können durch die jeweilige Aufsicht in Gang gesetzt werden. Dann saust das Schiffchen hin und her, nähen flinke Nadel an der Rundwirkmaschine die Ferse eines Strumpfes.