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Kunsthalle Bremen

Ausstellungen

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Mary Reid Kelley
10. September 2016 bis 15. Januar 2017

Mary Reid Kelley kombiniert in ihren polemischen, graphisch stilisierten Videos Malerei, Performance und sprachlich-verspielte Poesie. Dabei belebt sie Charaktere, die bestimmte Ideen aus der Geschichte verkörpern, sei es ein Soldat des Ersten Weltkriegs, eine Grisette in Paris oder die mythologische Figur des Minotaurus. Ihre Erzählungen – in wortgewitzten Dialogen vorgetragen – inszenieren Dilemmata zwischen Moral, Sex und Entfremdung und fangen die Figuren zwischen Tragödie und Komik ein. Mary Reid Kelley hatte Einzelausstellungen im Hammer Museum, Los Angeles (2015), im Multimedia Art Museum, Moskau (2015), im Neuen Kunstverein Wien (2014) und im Institute of Contemporary Art, Boston (2013). Ihre Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Whitney Museum of American Art und der Yale University Art Gallery. Mary Reid Kelley wurde 1979 in Greenville, South Carolina geboren. Sie erhielt einen Bachelor of Fine Arts-Abschluss vom St. Olaf College, Minnesota und einen Master of Fine Arts in Malerei von der Yale University im Jahr 2009. Mary Reid Kelley lebt und arbeitet in Olivebridge im Staat New York.

Max Liebermann - Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport
22. Oktober 2016 bis 26. Februar 2017

Sport durchdringt heute nahezu alle Lebensbereiche. Er gehört zum modernen Lifestyle, er wird zum populären Massenspektakel oder verleiht elitäres Prestige. Der Siegeszug des Sports begann in Deutschland vor über hundert Jahren: Max Liebermann war der erste deutsche Künstler, der sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzte. Die Ausstellung untersucht Liebermanns Blick auf Bewegung und Sport und erzählt zugleich die Geschichte vom Reiten, Tennis und Polo in der Kunst. Werke von Degas, Manet und Toulouse-Lautrec veranschaulichen Liebermanns Inspiration durch die französische Malerei und Grafik. Seine Darstellungen der Tennis- und Polospieler sind in Frankreich und Deutschland ohnegleichen. Die Einzigartigkeit seiner Motive wird durch die Betrachtung ausgewählter Werke englischer und deutscher Zeitgenossen wie Lavery oder Slevogt deutlich. Motive vom Reiten, Tennis und Polo beschäftigten Liebermann vor allem in der Zeit von 1900 bis 1914. Sie vermitteln ein Bild des wilhelminischen Großbürgertums, das sich in seinen Freizeitbeschäftigungen am englischen Sportsman orientierte. Liebermann wandte sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts Motiven von Sommergästen an der Nordsee zu. Dort malte er zunächst Badende und Reiter, dann aber auch moderne Sportarten wie Polo, Tennis und Pferderennen, die in England bereits seit einiger Zeit populär waren. Nach dem Ersten Weltkrieg rücken die sportlichen Motive bei Liebermann in den Hintergrund. In den zwanziger Jahren begannen jüngere Künstler, den Sport als Thema zu entdecken. Vor allem populäre Massensportarten wie Fußball oder Boxen entdeckten sie als Motiv. Die Boxerdarstellungen von Georges Grosz, Renée Sintenis oder Rudolf Grossmann spiegeln diesen Wechsel des Blicks vom eleganten Rasensport auf dem Lande zum schweißtreibenden Körpereinsatz im urbanen Sportpalast.

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
28195 Bremen
Tel.: 0421 / 32 90 80
info@kunsthalle-bremen.de
http://www.kunsthalle-bremen.de

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