DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Ausstellungsorte in Bremen:Gerhard-Marcks-Haus / Kunsthalle / Museen Böttcherstraße / Überseemuseum /

Bremen
Gerhard-Marcks-Haus


Ausstellungen

Ausstellungen

Michael Kienzer
Lose Dichte
bis 12. November 2017

Michael Kienzer (geboren 1962 in Steyr) markiert seit über zwanzig Jahren eine wesentliche Position in der österreichischen Gegenwartskunst. Seine Objekte sind Setzungen im Raum, Konstruktionen aus alltäglichen Gegenständen. Aus industriell vorgefertigten Materialien wie Aluminium, Stahl, Textilien, Gummi und Glas komponiert Kienzer raumgreifende Skulpturen, die von Schwerkraft, Statik, Gewicht, Gleichgewicht oder Kontrasten handeln. Mit Mitteln der Verschnürung, Verknotung und Verspannung schafft er Verbindungen zwischen Dingen und Materialien und legt damit offen, dass die wechselseitigen Beziehungen der Elemente, die Art, wie sich ihr Dazwischen gestaltet, den Charakter eines Kunstwerks ausmachen. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunsthaus Zug (Schweiz). Es erscheint eine gemeinsame Publikation. Ausstellung: »Michael Kienzer.

Still allein
bis 12. November 2017

1932 entstand die Plastik »Still allein«. Sie ist eines der zentralen Werke der deutschen Bildhauerei der 1930er-Jahre und Teil einer Gruppe von Plastiken, Zeichnungen und Druckgrafiken, die Marcks nach seinem Modell Trude Jalowetz (1910–1976) anfertigte. Marcks und Jalowetz hatten sich an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) kennengelernt, wo Trude Jalowetz die Klasse für Weberei besuchte. Mit der Macht- übernahme der Nationalsozialisten musste Trude Jalowetz die Schule und infolgedessen auch Deutschland verlassen. Als stiller Protest steht »Still allein« programmatisch für Marcks innere Emigration während der Zeit der NS-Diktatur. In der Ausstellung werden zahlreiche Zeichnungen, Lithografien und Plastiken nach dem Modell Trude Jalowetz gezeigt, aber auch Ausschnitte aus dem umfangreichen Briefwechsel der beiden Künstler. Nach dem Prinzip der »Camera Obscura« verwandelt die Künstlerin Annemarie Strümpfler (geboren 1949) den Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses zu einer begehbaren Kamera, einer temporären, vom Einfall des Lichts abhängigen Rauminstallation. Über kleine »Blendenöffnungen« an den Fenstern fällt Licht ein und projiziert aus unterschiedlichen Perspektiven den Außenraum ins Innere des abgedunkelten Raums. Faktisch als »livestream« verwandelt die Künstlerin den Pavillon zu einer neuen erfahrbaren, raum- und ortsbezogenen Wirklichkeit, deren Teil der Betrachter selbst ist. Die in und mittels der »Camera Obscura« entstandenen (foto-)grafischen Aufzeichnungen werden ab dem 16. September im Pavillon anstelle der Installation gezeigt .

Gerhard-Marcks-Haus
Am Wall 208
28195 Bremen
Tel.: 04 21 32 72 00
info@marcks.de
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-18 Uhr
01. Januar bis 30. Juni 2013
Jeden Donnerstag von 10 - 21 Uhr geöffnet!
Donnerstagsführungen um 18.30 Uhr
Sonntagsführungen um 12 Uhr

zur Gesamtübersicht Ausstellungen

Twitter
RSS