Furchterregendes Spektakulum

Unbedingt sehenswert sind die abendlichen Veranstaltungen der Kramer Zunft und Kurzweyl, die sich in der Dämmerung zu einem furchterregenden Spektakulum versammeln: einem historisch nachempfundenen Pestumzug, bei dem die Schnabelmasken der Barder und die flehentlichen Gesänge der Mönche vor erhobenem Kreuz den Besuchern wohlige Schauer über den Rücken treiben. Und an so mancher Ecke wartet ein – glücklicherweise nur perfekt geschminkter – Leprakranker mit seiner Klapper auf Almosen und Barmherzigkeit. Wie gut, dass man diese Zeitreise mit dem Durchschreiten des Eingangstores jederzeit beenden kann.
Genug von Löwen und Rittern – ab ins Bett
Am Ende wurde es denn doch ein bisschen zu realistisch für die kleinen Raubritter, die statt Pfeil und Bogen plötzlich Mutters Rockzipfel wiederentdecken. Also, genug von Löwen und Rittern, ab ins Bett! Wie herrlich ist das Gefühl, dass es sich dabei nicht um ein verlaustes Strohlager handelt. Und am Pfingstmontag öffnen die Wasser- und Windmühlen am alljährlichen Mühlentag ihre Tore, zeigen traditionelles Handwerk und laden zum Schauen und Schmausen ein. Schließlich wartet zu Pfingsten noch weit mehr Traditionelles als nur der Löwe und die Ritter entlang der niedersächsischen Mühlenstraße. Für Knappen und Burgfräulein ein rundum gelungener Pfingstausflug und wem das immer noch nicht reicht, der kann ja noch einen Abstecher in die ehrwürdige Altstadt von Wolfenbüttel machen. Geschichte(n) kann man schließlich nie genug bekommen!
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