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Schloss Clemensruh

Axial auf das Residenzschloss ausgerichtet ist Schloss Clemensruh, das Kurfürst Joseph Clemens als Lustschloss dienen sollte. Die Pläne für dieses 1715 bis 1723 erbaute Schloss sind dem Pariser Hofarchitekten Robert de Cotte zu verdanken. Dessen Werk wurde jedoch aufgrund des Todes von Joseph Clemens nicht vollendet. Sein Nachfolger, Kurfürst Clemens August, berief den Baumeister Balthasar Neumann an seinen Bonner Hof, der für den Bau von Schloss Augustusburg in Brühl und der Würzburger Residenz verantwortlich zeichnete. Neumann vertraute er die weiteren Baumaßnahmen für das Lustschloss Clemensruh an. Die Vierflügelanlage, die heute von den Freianlagen des Botanischen Gartens umgeben ist, wurde 1818 durch den damaligen preußischen Regenten der Universität Bonn zur Verfügung gestellt, um hier die naturwissenschaftlichen Sammlungen und Institute unterzubringen. Heute ist hier das Institut für Zoologie zuhause, dessen erster Professor der Zoologe und Mineraloge Dr. med. Georg August Goldfuß war. Seiner Feder entstammen das „Handbuch der Zoologie“ (1820) und „Grundriss der Zoologie“ (1826, 2. Auflage 1834). Beigesetzt wurde dieser 1848 verstorbene Wissenschaftler auf dem Poppelsdorfer Friedhof.

Bonn - Schloss Clemensruh, das Lustschloss von Kurfürst Joseph Clemensruh
Schloss Clemensruh, das Lustschloss von Kurfürst Joseph Clemensruh

War ursprünglich vom Bauherren Joseph Clemens noch geplant gewesen, sein Residenzschloss mit dem Lustschloss durch einen Kanal zu verbinden, so wurde dieser Plan zugunsten einer Kastanienbaumbepflanzung und einer lang gezogenen, mittig zwischen den Alleebäume angelegten Rasenfläche aufgegeben. An deren Rand, heute die Poppelsdorfer Allee, stehen heute zahlreiche gründerzeitliche Stadthäuser, von denen einige auch den Einfluss des Jugendstils verraten.

Das Schloss ist teilweise von einem schlauchförmigen Wasserlauf, dem Poppelsdorfer Weiher, umflossen. Seit den 1970er Jahren erstrahlt die Außenfassade der zweigeschossigen Schlossanlage in zartem Gelb, Weiß und Grau. Was der Betrachter der Anlage heute zu Gesicht bekommt, ist im Übrigen nicht das Original, sondern das Resultat des schlichten Wiederaufbaus, der bis 1959 abgeschlossen war. Die Flügel der Anlage sind jeweils durch Eckbauten und vorspringende Mittelbauten betont. Umschlossen wird von der Vierflügelanlage ein runder Arkadenhof. Von der prächtigen Innenausstattung des Schlosses überdauerte lediglich der Appartementsaal mit seinen Stuckierungen aus dem frühen 18. Jahrhundert die Wirren der Zeit.

Institut für Zoologie der Universität Bonn
Poppelsdorfer Schloss
53115 Bonn
http://www.zoologie.uni-bonn.de/

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