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Bonns grüne Seiten

Vor Jahren konnte man noch in einem Superlativ schwärmen: Bonn, die grünste Hauptstadt Europas. Nun ist mit dem Verlust der Hauptstadtfunktion dieser Superlativ nur noch eine historische Fußnote. Doch in der Tat, grün ist die Stadt, die über 1200 Grün-, Wald- und Wasserflächen verfügt. 70 Kilometer Waldwege erschließen diese Bonner grüne Lunge. Hofgarten, Alter Zoll, die Poppelsdorfer Allee und der Botanische Garten sowie das Baumschulwäldchen sind ein Bonner Gartenensemble, das im Kern auf das 18. Jahrhundert zurückgeht. Zu diesen grünen Oasen gesellen sich der Freizeitpark Rheinauen, der Park Carstanjen und der Redoutenpark in Bonn-Bad Godesberg. Wer in exotische Pflanzenwelten eintauchen will, der hat dazu im Botanischen Garten Gelegenheit. Exotische Gehölze aus Nordamerika und Fernost sind außerdem im Arboretum Park Härle in Bonn-Oberkassel zu entdecken.

Bonn - Formale Gartenkunst unterhalb vom Alten Zoll am Rheinufer
Formale Gartenkunst unterhalb vom Alten Zoll am Rheinufer

Zwischen der ehemaligen kurfürstlichen Residenz, dem heutigen Universitätshauptgebäude, und dem Akademischen Kunstmuseum erstreckt sich der Hofgarten, in dem in der Vergangenheit große politische Demonstrationen stattfanden. Heute sieht man Studenten bei Sonnenschein auf der ausgedehnten Rasenfläche liegen. Kleine Gruppen japanischer Bonn-Besucher nehmen Aufstellung, um sich vor der ausladenden Kulisse der Residenz abzulichten. Eigentlich fehlt hier Speaker's Corner wie im Londoner Hyde Park. Längst verschwunden sind die kunstvollen geometrischen Zierbeete und die Grand Parterre aus kurfürstlicher Zeit. So sehen wir heute lediglich zwei Alleen links und rechts des ausgedehnten Rasenrechtecks zwischen Universität und Akademischem Kunstmuseum. Am östlichen Ende des Gartens befindet sich die begrünte Eckbastion Alter Zoll mit ihrem Kastanienbaumbestand. In diesem Teil der Grünanlage hat auch das Denkmal für Heinrich Heine seinen Platz, das 1982 von Ulrich Rückriem in Gestalt eines Grabkammertors geschaffen wurde.

Aus den Wiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen am Rhein wurde im Zuge der Bundesgartenschau 1979 eine Parkanlage, der heutige Freizeitpark Rheinaue, geschaffen, die sich rechts und links des Rheins erstreckt. Entstanden ist ein hügeliger Landschaftspark mit Alleen, Baumgruppen, asphaltierten Wegen für Radler, Skater und Spaziergänger, der Schiffchen- und der Auensee, auf dem man Boot fahren kann, sowie ausgedehnte Liege- und Spielwiesen. Ins Auge springen auch die welligen Aufschüttungen, die Natürlichkeit vortäuschen, aber von Menschenhand geschaffen wurden. [Mehr]

Bonn - Jeder Besucher wie er möchte – unterwegs im Freizeitpark Rheinaue
Jeder Besucher wie er möchte – unterwegs im Freizeitpark Rheinaue

Neben einem Gewöhnlichen Trompetenbaum, der im Sommer lange Rispen aufweist, finden wir in der Parkanlage von Haus Carstanjen, in der kleine Baumgruppen wie auch einzeln stehende Bäume unterschiedlichen Alters gedeihen, unter anderem eine Blutbuche mit ihren charakteristischen dunkel rotvioletten Blättern, eine Atlas-Zeder mit blaugrünen Nadeln und außerdem Wacholder.

Mit der Gründung der Bonner Universität wurde der bestehende kurfürstliche Garten durch einen Botanischen Garten ersetzt. 1818 entstanden diese Gartenanlage sowie zehn Gewächshäuser, die allerdings 1923 bis 1926 durch moderne ersetzt wurden. Die Pflanzenpracht, die der Besucher heute bestaunen kann, ist das Ergebnis des Wiederaufbaus des Gartens und der Gewächshäuser  nach den Verwüstungen im Zuge des Zweiten Weltkriegs. [Mehr]

Bonn - Farbenprächtig: die Herbstzeitlose
Farbenprächtig: die Herbstzeitlose

Dort, wo Bonn noch dörflich ist und Fachwerkhäuser das Ortsbild von Bonn-Oberkassel prägen, befindet sich an einer Hanglage des Rheintals der ausgedehnte Park Härle. Ohne die testamentarischen Verfügungen der Schwestern Maria und Regina Härle gäbe es diese Parkanlage nicht, die sich in drei von einander abgegrenzte Areale gliedert: den Alten Park mit dem früheren Wohnhaus Härle, den Neuen Park auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei und den Waldpark mit einer Streuobstwiese, einem Weiher und Nadelholzbestand. [Mehr]

Hinter der Redoute erstreckt sich auf einem Hang der Redoutenpark, der durch Solitäre und kleine Gehölzgruppen sowie eine Bassin mit Springbrunnen bestimmt wird. Konzipiert wurde dieser englische Landschaftspark vom Gartenbaumeister Konrad Wilhelm Nelle in der Mitte des 19. Jahrhunderts. [Mehr]

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