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Ausstellungsorte in Berlin: Bauhausarchiv / Berlinische Galerie / Deutsches Historisches Museum / Martin Gropius Bau / DDR-Museum / Museum der Dinge / Hamburger Bahnhof / Sammlung Scharf-Gerstenberg / Max-Liebermann-Villa / Medizinhistorisches Museum / Broehan-Museum / Kunsthaus Dahlem

Berlin
Martin-Gropius-Bau


Ausstellungen

Ausstellungen

Der Luthereffekt
500 Jahre Protestantismus in der Welt
bis 5. November 2017

Erstmals illustriert eine Ausstellung die globale Vielfalt und Wirkungsgeschichte, aber auch die Konfliktpotenziale des Protestantismus zwischen den Kulturen. Welche Spuren hinterließ der Protestantismus in anderen Konfessionen, Religionen und Lebensentwürfen? Wie veränderte er sich selbst durch diese Begegnungen – und nicht zuletzt: Wie haben sich Menschen die evangelische Lehre angeeignet, sie geformt und gelebt? Die Ausstellung "Der Luthereffekt" erzählt eine weltumspannende Geschichte von Wirkung und Wechselwirkung, die um 1500 einsetzt und bis in die Gegenwart reicht, exemplarisch dargestellt an Deutschland und Europa 1450–1600, Schweden 1500–1750, Nordamerika 1600–1900, Korea 1850–2000 und dem heutigen Tansania. Das Deutsche Historische Museum präsentiert die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau auf ca. 3.000 qm und trägt hierfür herausragende Exponate von nationalen und internationalen Leihgebern zusammen, die vielfach bisher noch nie in Deutschland zu sehen waren. Umfangreiche Vermittlungsangebote sowie ein attraktives Rahmenprogramm ergänzen die Ausstellung.

Wenzel Hablik – Expressionistische Utopien Malerei, Zeichnungen, Architektur Wiederentdeckte Moderne II
2. September 2017 bis 14. Januar 2018

Utopische Architekturentwürfe, expressionistisches Interieur, fantastische Farbwelten – all dies ist nur ein Teil des Werkes von Wenzel Hablik (1881–1934), der sich als Universalkünstler dem Gesamtkunstwerk verschrieb. Hablik gilt als einer der wichtigen Vertreter der deutschen expressionistischen Architektur- und Gestaltungsavantgarde. Scheinen die Wege der Kunst der Moderne weitgehend erforscht, so bietet sein Werk immer noch Überraschendes. Im Fokus der Berliner Ausstellung stehen seine Architekturvisionen und sein 1923 farbig gestaltetes Meisterwerk eines Raumkonzepts als Rekonstruktion. Sie werden durch die Präsentation von Malerei und Design ergänzt, denn erst in der Kombination wird der Grundgedanke des Gesamtkunstwerkes, wie Hablik es verfolgte, nachvollziehbar. Es ist die erste umfassende Einzelausstellung seines Werkes in Berlin. Mit Berlin ist Hablik in besonderem Maße verbunden. Hier beteiligt er sich an Ausstellungen der Berliner Secession, präsentiert 1912 in der Galerie "Der Sturm" von Herwarth Walden seinen ersten druckgrafischen Zyklus "Schaffende Kräfte" neben Werken von Picasso, Kandinsky, Kokoschka und Gauguin. 1919 nimmt er auf Einladung von Walter Gropius an der "Ausstellung für unbekannte Architekten" des Arbeitsrates für Kunst teil und wird kurz darauf dessen Mitglied. Als Teil der Briefgemeinschaft "Gläserne Kette" steht Hablik mit Walter Gropius, Bruno Taut sowie weiteren Architekten und Malern im regen Austausch über utopische Architekturideen; darunter auch Hermann Finsterlin, Hans und Wassili Luckhardt, Hans Scharoun und Max Taut. Mit ihnen nimmt Hablik im Mai 1920 auch an der der Ausstellung "Neues Bauen" im Graphischen Kabinett Neumann in Berlin teil. Es kam damals einer kleinen Sensation gleich, dass das farbige Raumkonzept eines von Wenzel Hablik 1923 gestalteten Esszimmers 80 Jahre weitgehend unbeschadet überstanden hat. Bunt und in streng geometrischen Formen vom Boden bis zur Decke gestaltete er damals das Speisezimmer seiner Villa in Itzehoe. 1933 ließ er es unter neutralen Tapeten verbergen. 2013 wurden die wertvollen Malereien freigelegt. Eine Rekonstruktion dieses Kunstwerks ist im Martin-Gropius-Bau zu sehen.

Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstr. 7
10963 Berlin
Tel.: 0 30 / 25 48 60
post@gropiusbau.de
Öffnungszeiten
Mi. - Mo 10 - 19 Uhr (Neue Öffnungszeiten seit 11. Januar 2012)

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