Buchtipps
Gabriele Struck: Das Museum Berggruen, Nicolai Verlag Berlin 2009, 80 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, ISBN 978-3-89479-501-6
Henri Matisse, Pablo Picasso, Paul Klee und Alberto Giacometti werden anhand ausgewählter Werke und in einem kurzen biografischen Abriss vorgestellt. Im Vorwort kommt auch Heinz Berggruen zu Wort, von dem Sami, als er ihm begegnete, glaubte, dass er Picasso sei. In ungestelzter Sprache, fern kunsthistorischer Diskurse können die jüngsten Kunstliebhaber nachlesen, dass der Herr Matisse die Farbe auf der Leinwand explodieren ließ und er nach einer schweren Operation an den Rollstuhl gefesselt war. „Begeistert schnitt er Formen aus leuchtend farbigen Papieren aus, die er später auf riesige Kartons klebte.“, so erfahren die jungen Leser. Detaillierte Bildbeschreibungen ermöglichen die Annäherungen an die Bilderwelten. Über Matisse und sein Werk „Interieur in Etretat“ heißt es beispielsweise: „Drinnen und draußen waren für ihn nicht durch die Hauswand getrennt. Für Matisse, den man damals auch den „Fenstermaler“ nannte, waren die Zimmer und das Meer ein und dieselbe Welt.“ Vorgestellt wird zudem der Papierschnitt „Vegetabile Elemente“. Dass Picasso den Stierkampf, Akrobaten und Clowns liebte, wird der Werkvorstellung vorangestellt, die unter anderem den „Sitzenden Harlekin“ beinhaltet, - angesichts der zarten Rosatöne des Kostüms wird die Frage gestellt: „Schwebte Picasso vielleicht auf einer „rosaroten Wolke“?“ Aufgrund der Tatsache, dass er sich zuvor in Fernande Olivier verliebt hatte, eine naheliegende Frage. Picassos Werken im Museum ist im Übrigen der umfänglichste Teil des Buches gewidmet. Giacometti wird dagegen lediglich mit seiner Skulptur „Katze“ präsentiert. Schließlich erfahren die kleinen Museumsgänger auch, was es mit Klees „stadtartigem Aufbau“ und seinen „Lebkuchen-Bildern“ auf sich hat. © fdp
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