DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Ausstellungsorte in Berlin: Bauhausarchiv / Berlinische Galerie / Deutsches Historisches Museum / Martin Gropius Bau / DDR-Museum / Museum der Dinge / Hamburger Bahnhof / Sammlung Scharf-Gerstenberg / Max-Liebermann-Villa / Medizinhistorisches Museum

Berlin
Hamburger Bahnhof


Ausstellungen

Ausstellungen

DAS KAPITAL SCHULD - TERRITORIUM - UTOPIE
bis 06.11.2016

Die Ausstellung "Das Kapital. Schuld – Territorium – Utopie" kreist um das wegweisende Werk Das Kapital Raum 1970–1977 von Joseph Beuys, das er 1980 für die Biennale in Venedig geschaffen hat. Dieses Monument, das erstmals in Berlin zu sehen sein wird, zählt zu den größten Environments in Beuys' Œuvre. Als Sinnbild seiner unaufhörlichen Suche nach einer lebbaren Alternative fasst sie seine künstlerische Arbeit der 1970er Jahre zusammen. In diesen Jahren bildete sich in Beuys' Denken eine neue Definition des Kapitals heraus, die, vom Geldwesen losgelöst, das schöpferisches Potenzial des Menschen in den Mittelpunkt des ökonomischen Denkens rückte: »Kunst = Kapital«. Im Schatten der 2007 beginnenden Finanzkrise unternimmt die epochen- und raumübergreifende Ausstellung nun das Experiment, Beuys' Paradigmenwechsel konsequent zu verfolgen und dem Begriff des Kapitals auf den Grund zu gehen. Poetisch bis essayistisch formuliert die Gegenüberstellung zwischen repräsentativen Exponaten aus den reichen Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin und jüngeren künstlerischen Positionen, die dringende Frage, was das Kapital war und ist – aber vor allem, was es sein könnte. Mit Kunstwerken und Musik, mit Filmen und Gegenständen aus aller Welt spürt die Präsentation dem Wesen des Wertvollen nach.

Ernst Ludwig Kirchner. Hieroglyphen
23.09.2016 bis 26.02.2017

Die Neue Galerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin zeigt vom 23. September 2016 bis zum 26. Februar 2017 sämtliche Werke von Ernst Ludwig Kirchner aus dem Bestand der Nationalgalerie, ergänzt um zeitgenössische Arbeiten von Rosa Barba und Rudolf Stingel. Malerei ist für Ernst Ludwig Kirchner ein Akt der Übersetzung. Die als "ekstatisch" empfundene Dynamik der Großstadt zeigt sich in Kirchners Bildern wie "Potsdamer Platz" in einem skizzenhaft Malstil, vor allem aber in einer stark formalen Verdichtung. Die runde Verkehrsinsel am Potsdamer Platz, auf der die hageren Damen posieren, sowie die in groben Strichen angelegten Figuren stehen für die Schemen der Großstadt – es sind nur noch Signale, Zeichen. Kirchner hat im Zusammenhang mit seinen Großstadtbildern von "Hieroglyphen als Ausdruckszeichen" gesprochen. Die "unmittelbare Ekstase", schreibt Kirchner, mündet bereits beim Zeichnen in "fertige Hieroglyphen". Die Vielfalt der visuellen Erfahrung wird reduziert auf Kürzel, auf sprechende Details wie Hüte, Schuhspitzen, Fensterlaibungen, Brückenbögen. So besteht die malerische Welt von Kirchner vor allem aus einer Welt der offenen Skizzen und Zeichen, der nicht immer vollständig lesbaren "Hieroglyphen". Die Ausstellung lenkt unter diesem Fokus den Blick auf die 17 Werke der eigenen Sammlung: vom frühen "Sitzenden Akt" der Dresdner Brücke-Zeit über die "Badenden am Strand (Fehmarn)" bis zu den so dicht angelegten Werken wie "Max Liebermann in seinem Atelier" im Spätwerk. Kaum ein Museum in Deutschland kann die Vielfalt im Schaffen von Kirchner so eindrücklich wiedergeben wie die Nationalgalerie mit ihrem Bestand. Zahlreiche Fotos von Kirchner, aber auch Bücher und Zeichnungen ergänzen die Präsentation im Hamburger Bahnhof und verdeutlichen die kulturelle Aufgeladenheit der scheinbar so direkt und unmittelbar erscheinenden Bildwelten. Gerahmt wird die Ausstellung von zwei zeitgenössischen Arbeiten: die filmische Arbeit "Hidden Conference" von Rosa Barba zeigt die Sammlung der Nationalgalerie im Dämmerlicht des Depots, in der alle Konturen sich auflösen, die Sammlungsstücke zu Schemen ihrer selbst, zu fast geisterhaften Erscheinungen werden. Rudolf Stingel wiederum hat mit seiner großen malerischen Arbeit "Stafelalp" das Zeichenhafte der Fotografie ausgeleuchtet: obwohl die Malerei ganz auf den alten Kirchner-Fotos basiert, verschwimmen die Grenzen von Geschichte und Gegenwart.

Musikwerke bildender Künstler. Scores: Saâdane Afif, Christian Marclay, Ari Benjamin Meyers, Jorinde Voigt
28.10.2016 bis 13.11.2016

Das Ausstellungs- und Konzertprojekt SCORES in der Reihe "Musikwerke Bildender Künstler" widmet sich dem Thema der musikalischen Partitur, die seit den 1960er Jahren über die traditionelle Notation hinaus als vielfältiges Aufzeichnungsmedium verstanden wird. Die Beiträge von Saâdane Afif, Christian Marclay, Ari Benjamin Meyers und Jorinde Voigt rücken die Thematik in verschiedenen Medien – Text und Objekt, Video und Comic, Zeichnung und Konzept - in den Fokus einer Ausstellung, die von Konzerten begleitet wird. Fast alle Werke bzw. Partituren sind als Auftragsarbeiten und in engem Austausch mit Ensembles und Musikern entstanden. Die großzügig in den Rieckhallen präsentierten Partituren werden nach und nach in den Räumen, in denen sie ausgestellt sind, aufgeführt; die Audiomitschnitte der Konzerte sind durchgängig in der Ausstellung für die Besucher zu hören.

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin
Öffnungszeiten
http://www.smb.museum/smb/service/index.php?lang=de&n=3&p=5
Verkehrsverbindungen U-Bahn U6 (Museum für Naturkunde) S-Bahn S3, S5, S7, S75 (Hauptbahnhof) Tram M6, M8, 12 (Museum für Naturkunde) Bus M41, M85, TXL (Hauptbahnhof); 120, 123, 147, 240, 245 (Invalidenpark)

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