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Berlin
Berlinische Galerie

Ausstellungen

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Die fotografierte Ferne Fotografen auf Reisen (1880–2015)
bis 11.09.2017

Seit mehr als 100 Jahren ist das Reisen ein großes Thema der Fotografie. Mit der kolonialen Expansion und dem aufkommenden Tourismus im späten 19. Jahrhundert reisten Fotografen aus reiner Entdeckerlust durch die Welt, um aus der Ferne zu berichten. Erst seit den 1920er-Jahren und bis in die aktuelle Gegenwart ist das Reisen zudem Anlass für die künstlerische Auseinandersetzung mit den kulturellen, politischen, sozialen Zuständen anderer Länder. Die Bilder entstehen als spontane Reaktion auf Unbekanntes oder auch ausgehend von konzeptuellen Ideen. 180 Bilder von 16 berühmten wie weniger bekannten Fotografen stehen für die wesentlichen Epochen und Stilrichtungen der Fotografie seit der Moderne bis zur Gegenwart. Die verschiedenen Positionen vermitteln auf philosophische, medienkritische oder ästhetische Weise, wie sich der Blick auf das Unbekannte von der Kolonialzeit bis in die globalisierte Welt verändert hat. Künstler (Auswahl): Robert Petschow, Erich Salomon, Marianne Breslauer, Evelyn Richter, Thomas Höpker, Ulrich Wüst, Karl von Westerholt, Heidi Specker, Wolfgang Tillmans, Tobias Zielony und Sven Johne.

Jeanne Mammen
06.10.2017–15.01.2018

Als Chronistin des Berliner Lebens der 1920er-Jahre ist die Malerin und Zeichnerin Jeanne Mammen (1890-1976) auch über Berlin hinaus bekannt. Mit ihren Aquarellen und Zeichnungen hat sie einen unverwechselbaren Beitrag zur Großstadtkunst jener schillernden und von großen sozialen Gegensätzen geprägten Dekade geleistet. Doch Jeanne Mammen hat viel mehr hinterlassen: ein siebzig Jahre umfassendes malerisches und zeichnerisches Werk, dessen Brüche die politischen und künstlerischen Erschütterungen des 20. Jahrhunderts vor Augen führen. 1997 zeigte die Berlinische Galerie im Martin-Gropius Bau erstmalig eine größere Ausstellung der Künstlerin mit Schwerpunkt auf den 1920er-Jahren. Die Retrospektive konzentriert sich nun auf Jeanne Mammen als Malerin und bewertet ihr Gesamtwerk neu. Sie präsentiert Gemälde und Aquarelle der späten 1920er-Jahre, Hauptwerke der kubo-futuristischen Malerei während der NS-Zeit und legt ein besonderes Augenmerk auf die Jahre nach 1960. Zeichnungen, Illustrationen, Mode- und Bühnenentwürfe ergänzen das malerische Werk. Ziel ist die Vermittlung der dialektischen Verbindung von Lebens- und Werkentwicklung einer Künstlerin, die sich nicht auf bestimmte Stilepochen wie Expressionismus, Kubismus oder Neue Sachlichkeit festlegen lässt. Die Ausstellung zeigt erstmalig, dass die frühe Prägung durch die französische Kunst und Literatur des 19. Jahrhunderts bis in ihr Spätwerk durchschlägt. Gezeigt werden ca. 120 Arbeiten, überwiegend Gemälde, weiterhin Arbeiten auf Papier und einige Skulpturen. Hinzu kommt dokumentarisches Material wie Fotos, Zeitschriften und ein Film.

Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
Tel.: (0 30) 78 90 26 00
bg@berlinischegalerie.de
Öffnungszeiten
Mo, MI-So 10–18 Uhr

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