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Berlin
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Der Currywurst auf der Spur

Robert Zünd Eichwald Öl/Leinwand, 1859 Privatsammlung
Deutsches Historisches Museum: Der deutsche Wald: Rund 30 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands sind von Wald bedeckt. Er zeigt sich dem Betrachter heute als eine Mischung aus Wirtschafts- und Erholungsraum, er dient als Holzlieferant und Jagdrevier, Trimm-Dich-Pfad und Übungsgelände für Reiter und Mountainbiker, zum Pilze sammeln oder einfach der Entspannung und Muße. Der Wald ist vom Menschen geformte, sich ständig verändernde Kulturlandschaft, Produkt nachhaltiger Forstwirtschaft und moderner Freizeitgestaltung. Und doch erscheint er uns nach wie vor als Idealbild von Natur, als gleichsam organisch gewachsene, unwandelbare Gegenwelt zur Zivilisation.
Kupferstichkabinett: Aus seinem prachtvollen Bestand holländischer Zeichnungen des 17. Jahrhunderts, das man gewöhnlich Hollands Goldenes Jahrhundert nennt, zeigt das Kupferstichkabinett eine Auswahl von 111 Werken. Die auffallendste Eigenschaft dieser Blätter ist ihre naturtreue und le- bensnahe Darstellungsweise. Die Arbeiten Rembrandts, die 2006 komplett ausgestellt wurden, sind mit einigen Hauptwerken vertreten und bilden einen Höhepunkt. Dem schließen sich Arbeiten der Rembrandtschule an.
Broehanmuseum: Hans Baluschek (1870-1935) war eines der ersten Mitglieder der Berliner Secession. So wie Henri de Toulouse-Lautrec mit dem Pariser Fin de siècle assoziiert wird, gilt Gleiches für den herben "preußischen" Künstler Hans Baluschek in Bezug auf das Berlin der Jahrhundertwende. Im Mittelpunkt der etwa 40 Bilder umfassenden Ausstellung steht das Frühwerk von Hans Baluschek, dessen Arbeiten zum Grundstock des Bröhan-Museums gehören. Zusammen mit Leihgaben aus dem Stadtmuseum Berlin kann eine repräsentative Ausstellung über diesen wichtigen Maler der Berliner Secession realisiert werden.
Hamburger Bahnhof: Blick auf die Sammlungen : Gäbe es keine Kunstsammler wie Erich Marx könnte der Hamburger Bahnhof, das ehemalige Verkehrs- und Baumuseum an der Invalidenstraße, überhaupt keine Kunst der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts präsentieren. Arbeiten von Beuys, Warhol, Rauschenberg, Kiefer oder Twombly gehören unter anderem zur sehenswerten Sammlung Marx, die nun noch einige Monate in neuer Hängung den ehemaligen Bahnhofskomplex bespielt.
Museum der Dinge: Vor mehr als 100 Jahren entstand die Werkbundidee der guten Form, des schlichten Designs, der Funktionalität von Gebrauchsgegenständen – und das Museum der Dinge versucht nun nicht etwa der Geschichte des Werkbunds chronologisch auf den Grund zu gehen, sondern sammelt und präsentiert Gegenstände der durch industrielle Massenproduktion geprägten Sachkultur des 20. Jahrhunderts. Dabei wird die thematisch strukturierte Schausammlung – in ihr vereinen sich Gebrauchsgegenstände, die von renommierten und anonym gebliebenen Designern stammen – von einem Schaulager kommentiert, das in Rubriken wie „Körperformen“, „Material/Aluminium“ oder „Verpacken“ sowie „Verkaufen“ gegliedert ist. Je nach dem Alter der Museumsbesucher kommt es beim Anblick von Filmprojektoren, Werkzeugen, Spielzeug, Höhensonnen oder Melitta-Filtern zu „Oh, das kenne ich auch“.
Naturkundemuseum: Mit seinen mehr als 23 Millionen Objekten, von denen nur ein geringer Teil der Öffentlichkeit zugänglich ist, zählt das Museum weltweit zu den wichtigsten seiner Art. Auf einer 6000 qm großen Ausstellungsfläche wird versucht, Einblicke in Vielfalt und Evolution der belebten und unbelebten Natur zu vermitteln.
Immer einen Besuch wert ist das Käthe-Kollwitz-Museum, das sich dem gesamten Schaffen dieser deutschen sozialkritischen Künstlerin Käthe Kollwitz widmet, die am Prenzlauer Berg zuhause war. »FKK,
Plattenbau und Egons Lampenladen – vom Leben in der DDR« - so lautet das Thema der Dauerausstellung im DDR-Museum. Wer sich für Raumkunst um 1900 und die Malerei der Berliner Secession interessiert, der besucht am besten das Bröhanmuseum unweit des Schlosses Charlottenburg.